Auswirkungen der Corona-Umstellungen auf dich und deine Katzen

Jetzt ist es anders – doch was kommt später?

Die Corona-Pandemie, mit der die Welt aktuell zu kämpfen hat, stellt für uns alle eine ungewohnte Situation dar und bringt viele Umstellungen mit sich. Jede*r hat dabei andere Schwierigkeiten, mit denen er oder sie klarkommen muss.

Einige sehen sich mit Kurzarbeit konfrontiert oder haben ihren Job sogar ganz verloren. Andere wiederum arbeiten das erste Mal im Home-Office und sitzen nun statt im modern ausgestatteten Büro mit dem Laptop am heimischen Küchentisch. Und manche haben Schwierigkeiten, ihrer beruflichen Tätigkeit überhaupt nachgehen zu können, da nun auch die Kinder den ganzen Tag zu Hause sind und betreut werden müssen. Dadurch entstehen bei vielen von uns auch Sorgen und Ängste.

Und das hat auch selbstverständlich auch Auswirkungen auf unsere Katzen.

Genau darum soll es in diesem Artikel gehen. Denn als Katzenspezialistin kümmere ich mich natürlich in erster Linie um …? Richtig – unsere lieben Samtpfoten und ihr Wohlergehen.

Wie wirken sich die momentanen Gegebenheiten auf unsere Katzen aus? Was macht unser jetziger Zustand mit unseren Katzen – und was kommt danach?

„Danach? Wieso denn danach?“, fragst du dich jetzt vielleicht. Dazu kommen wir später. Bleiben wir erst einmal beim JETZT.

Katzen sind Gewohnheitstiere

Für deine Katzen ändert sich aktuell entweder sehr wenig oder sehr viel: Entweder du gehst weiterhin zur Arbeit und folgst dem bekannten Rhythmus, dann bleibt auch für die Stubentiger wahrscheinlich alles beim Alten.

Vielleicht bist du aber auch sehr viel öfter oder sogar die ganze Zeit zu Hause. Das ist für deine Katzen ein ungewohnter Zustand, an den sie sich erst gewöhnen müssen.
Dadurch können Probleme auftreten, denn Katzen sind Gewohnheitstiere – vielleicht sogar noch mehr als wir Menschen und alle anderen Tiere.

Bei mir ist es aktuell so, dass mein Mann weiterhin zur Arbeit geht und ich – wie sonst auch – im Home-Office arbeite. ABER: Nun ist auch meine kleine Tochter den ganzen Tag zu Hause, denn die Kita wurde geschlossen. Damit mussten auch meine Katzen erst einmal klarkommen, denn: Alles, wirklich alles, was sich an den gewohnten Routinen der Katzen ändert, kann zu Irritationen führen.

Was du JETZT tun kannst, damit es deinen Katzen trotz ungewohnter Umstände gut geht

Selbst wenn dein Tagesablauf weitestgehend gleich geblieben ist, bist du mit deinen Gedanken vielleicht öfter woanders. Die menschenleeren Straßen, geschlossenen Geschäfte, abgesagten Veranstaltungen und auch das Kontaktverbot können das Gemüt belasten. Du bist nicht mehr so unbeschwert, machst dir Sorgen um die Zukunft. Deine schnurrenden Freunde merken das.

Katzen spüren Schwingungen und Schwankungen in unserer Stimmung sehr stark und verhalten sich entsprechend. Und jede Katze reagiert anders.

Manche Katzen werden ruhiger und ziehen sich eventuell zurück. Andere werden unruhig und sogar aggressiv. Katzen, die zum Harnmarkieren neigen, greifen vielleicht gerade jetzt auf dieses Verhalten zurück. Einige beginnen womöglich, an Möbeln, Tapeten und anderen unerwünschten Stellen zu kratzen.

Hast du mehrere Katzen, die sich bis jetzt eigentlich ganz gut verstanden haben, können die plötzlichen Umstellungen den sprichwörtlichen Tropfen darstellen, der das Fass zum Überlaufen bringt – und es kracht.
In diesem Fall möchte ihr dir gern meine kostenlose Checkliste ans Herz legen: [HIER KLICKEN]

Generell lautet mein Vorschlag für die aktuelle Situation: Versuche, dafür zu sorgen, dass sich für deine Katzen möglichst wenig ändert. Leichter gesagt als getan, das weiß ich nur zu gut.
Wichtig: Achte genau darauf, was deiner Katze guttut.

Ist sie unruhig, weil du jetzt öfter zu Hause bist? Dann versuche, für Ablenkung zu sorgen, sodass sich dein Stubentiger mit etwas Positivem beschäftigen kann.

Oder ist deine Katze gestresst und zieht sich zurück, weil die ganze Zeit so viele Menschen auf einmal da sind? Dann ist es angebracht, Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen, die nur ihr gehören, damit sie dort ihre Ruhe hat.

Je weniger sich für deine Katze ändert, desto besser, denn dadurch vermeidest du auch, dass es später zu Problemen kommt.

Warum du deinen Katzen zuliebe immer auch an später denken solltest

Je schwerer sich unsere vierbeinigen Kameraden mit ungemütlichen Änderungen in ihrem Alltag abfinden, desto schneller gewöhnen sie sich an Schönes, an Dinge, die Ihnen gefallen. Doch auch das kann problematisch sein.
Vielleicht freuen sich deine Katzen, dass du gerade so oft zu Hause bist und Zeit mit ihnen verbringst, kommen gerne und oft zum Kuscheln und genießen die Aufmerksamkeit.

Doch was passiert, wenn sich die Situation wieder normalisiert und du wieder den ganzen Tag weg bist? Dann ist es vorbei mit den schönen Kuschelstunden und die Katzen sind wieder allein. So manche sensible, anhängliche Samtpfote kann dadurch in ein tiefes Loch fallen und frustriert oder sogar traurig reagieren.

Meine Empfehlung lautet daher: Beschäftige dich gerne mit deinen Katzen, kuschle und spiel mit ihnen und kümmere dich gut um sie, aber übertreibe es nicht. Sie könnten das Ende dieser Zeit sonst als Strafe oder großen Verlust empfinden.

Du wünschst dir Unterstützung und Austausch? Komm in den Katzenclan!

Falls dich die aktuelle Situation gerade zermürbt oder überfordert, du dir unsicher bist, was deine Katzen jetzt gerade brauchen und dir Kontakt zu anderen eifrigen Katzenkamerad*innen wünschst, dann hab ich etwas für dich:

Seit März sind die Türen zu meinem Katzenclan geöffnet, deiner exklusiven Online-Gemeinschaft engagierter Katzenfreunde – und der Katzenspezialistin deines Vertrauens. 😉

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Christiane Schimmel