Vor der Geburt

Kind, Katze, Schwangerschaft – wie gewöhnen wir uns alle aneinander?

Kinder und Katzen die friedlich miteinanderspielen. Was für ein schönes Bild. Und das ist es auch wirklich. Ich sehe meine Tochter zusammen mit Katzen aufwachsen und es ist einfach großartig.

Du bist schwanger und bist gespannt, wie deine Samtpfote damit umgeht?

Ich erzähle dir mal, wie es bei mir war, denn meine Katzen waren schon da, als ich schwanger war. Tatsache, ich habe mir einen Plan gemacht.

Dabei habe ich folgende Überlegungen angestellt?

  • Möchte ich, dass meine Katzen weiterhin ins Schlafzimmer dürfen?
  • Möchte ich, dass meine Katzen in das Kinderzimmer dürfen?
  • Wie plane ich meinen Tag?
  • Wer kümmert sich, wenn ich im Krankenhaus bin? (Okay der letzte Punkt war leicht geklärt – mein Mann natürlich!)

Unsere Entscheidungen waren zunächst:

  • Das Kinderzimmer ist tabu für Katzen. Mir war klar, ich würde einen Raum brauchen, in dem ich ungestört mit meinem Kind sein kann. Und ich wollte mein Kind selbst entscheiden lassen, ab wann die Katzen mit ins Kinderzimmer dürfen.
  • Das Schlafzimmer war weiterhin erlaubt. Dazu später mehr.

Also mach dir einen Plan! Überlege dir gut, welche Charaktere deine Katzen haben und dann beginne mit den Vorbereitungen.

Gehe in jedem Fall behutsam vor. Bau lieber jeden Tag ein Möbelstück für das Kinderzimmer auf und nicht alle gleichzeitig. Und ganz wichtig: Nimm deinen Katzen nicht ihre Lieblingsplätze. Überlege ganz in Ruhe mit deinem Wohnungsplan auf dem Schoß, was du am besten wo unterbringst. Sodass jeder und alles seinen Raum und Platz hat.

Zeig deinen Katzen, wie wichtig sie für dich sind. Und schenke ihnen deine Aufmerksamkeit, genauso wie du es immer tust. Schließlich spüren sie, dass da eine Veränderung auf sie zu kommt.

Eine individuelle Bach-Blütenmischungen für jede Katze ist eine prima Vorbereitung. Genauso wie die Tierkommunikation.

Sind Katzen gefährlich in der Schwangerschaft?

Du hast es vielleicht immer mal wieder von Ärzten oder Freunden gehört. Eine Katze überträgt gefährliche Krankheiten, die sind in der Schwangerschaft besonders schlimm. Am besten gibst du deine Katze ab. Nein! Tatsächlich ist die Gefahr dir Toxoplasmose zu holen, viel größer, wenn du in frischer Erde pflanzt oder du rohes Fleisch schneidest. Gute Händehygiene hilft hier. Vorsicht ist immer gut, z. B. beim Reinigen des Katzenklos Handschuhe tragen.

Vor der Geburt noch mal Extra-Streicheleinheiten für die Katze?

Keine gute Idee!

Kurz vor der Geburt ist man mehr Zuhause, jetzt kannst du deiner Katze mehr Zeit schenken, schließlich hast du nach der Geburt weniger Zeit zum Kuscheln. Mach das nicht! Katzen gewöhnen sich schnell an die liebsamen und zusätzlichen Kuscheleinheiten. Wenn du dann nach der Geburt erst mal keine Zeit hast, wird es für deinen Stubentiger noch schwerer. Nimm dir lieber so viel Zeit wie immer und überlege, ob ein Training jetzt eine gute Option wäre.

Training in der Schwangerschaft

Kurz ein Wort zu Training. Die Lerntheorie ist bei allen Säugetieren ähnlich. Sie machen etwas und es gibt eine Konsequenz. Ist diese Konsequenz gut, dann wiederhole ich das Getane. Beispiel: Ich spiele Geige seitdem ich 4 Jahre alt bin. Zu Beginn habe ich gelernt, wie das geht und dann irgendwann gemerkt, dass ich mit Übung weiterkomme, endlich das schöne Stück spielen kann und mich damit motiviert weiter zu üben.

Zurück zur Praxis mit Katzen: Das Training nimmt lediglich 2-3 Minuten zweimal täglich zeitlich in Anspruch. Es lohnt sich! Du belohnst deine Katze dafür, dass:

  • sie sitzen bleibt, während du dein Baby wickelst
  • sie die Krallen drin behält, während sie auf deinem Schoß sitzt
  • sie nicht mehr panisch den Raum verlässt, wenn leises Babyrufen ertönt

Ich habe einen Trainingskurs für Katzen entwickelt, wenn du nun wissen möchtest, wie das geht. (HIER klicken)

Aber zurück zu den Trainingsründen in der Schwangerschaft: Was gibt es für Trainingsgründe?

  • Schreien des Babys
  • das Wickeln und dabei nicht auf die Wickelkommode springen
  • spätestens jetzt nicht zu kratzen und zu beißen

Überlege dir schon mal, ob deine Katzen Nahrungsergänzungsmittel gebrauchen können. Gib ihr sichere Rückzugsorte. Und bring ihr bei, die zu nutzen, wenn es wuselig wird.

Schließlich bist du dann weg und kommst mit einem neuen Menschlein heim. Deine Katzen können das neue Familienmitglied nicht einschätzen und die Lautstärke verunsichert die empfindlichen Katzenohren zusätzlich. Je besser deine Katzen vorbereitet sind, desto entspannter sind sie und du.

Wenn das Baby da ist

Also die Sache mit dem Schlafzimmer

Nun hatte ich mir das so vorgestellt, dass unser Schlafzimmer auf jeden Fall offenbleibt für meine Stubentiger. Ich hatte mir ein Netz besorgt, um es über das Beistellbettchen zu spannen… Und was soll ich sagen? So ging das ganz und gar nicht! Ich war vollkommen erschöpft, aber konnte kein Auge zubekommen. Die Katzen, dann das Baby, dann das Baby und wieder die Katzen… Also haben wir doch die Schlafzimmertür geschlossen gehalten. Heute würde ich das gleich machen! Und trainieren, dass das Schlafzimmer katzenfreie Zone ist.

Man braucht doch ein wenig mehr Ruhe…

Bleib dabei!

Bleib dabei, solange dein Baby deine Katze noch nicht allein wegschieben kann. Sicher ist sicher, wenn dein Baby da Hilfe braucht. Aber vermutlich lässt du dein Kind eh nicht aus den Augen 😊

Später ist es wieder ganz anders, aber dazu mehr im nächsten Blogartikel.

Du kannst noch mehr Tipps und Unterstützung gebrauchen? Hier findest du mein Online-Seminar „Katze und Kind“: Hier geht es zur Aufzeichnung

Sherlock im Babybett

Christiane Schimmel