So hilfst du deiner Katze bei Hitze

Es ist warm und deine Katzen liegen nur noch rum? Sei ganz beruhigt, wenn deine Katze bei Hitze nicht sonderlich aktiv ist: Das ist normal. Vor allem, wenn es mehrere Tage am Stück sehr warm ist und sich die Luft auch über Nacht nicht mehr abkühlt, vermeiden Katzen unnötige Bewegung. Das tun wir Menschen ja auch: Denke zum Beispiel an die südlicheren Länder, in denen gerade über die Zeit der Mittagshitze nicht viel passiert – Siesta halt. Das ergibt schon Sinn, denn wenn der Körper viel Energie in die Kühlung investieren muss, sind wir halt nicht so leistungsfähig. Wenn wir könnten, würden wir doch auch gern herumliegen, anstatt zu arbeiten, einzukaufen oder andere schweißtreibende Dinge zu tun…

Apropos Schweiß: Können Katzen schwitzen?

Ja, tatsächlich schwitzen Katzen, aber nur an den Pfoten. Du hast vielleicht schon mal kleine, feuchte Pfoten-Tapsen bemerkt. Oft siehst du die beim Tierarzt, aber da ist meist Stress der Auslöser. Wie immer gibt es auch beim Thema Schwitzen sehr große Unterschiede: Manche Katzen können es Stunden über Stunden in der Hitze aushalten und machen ihrer Herkunft als ehemalige Wüstenbewohner alle Ehre. Andere zerfließen bereits bei moderaten Temperaturen. In der Regel wird es für Katzen erst ab 35 Grad Celsius zu warm.

Hilf deiner Katze bei Hitze: Abkühlung ist angesagt

Wenn wir Menschen zu sehr mit der Hitze kämpfen, dann suchen wir nach Abkühlung. Ein Besuch im Freibad, ein schattiges Plätzchen im Garten – und bloß nicht das Arbeitszimmer unter dem Dach. Auch deine Katzen brauchen Abkühlung. Es gibt verschiedene Tipps, wie du deine Katze bei Hitze unterstützen kannst.

1. Wohnung kühl halten

Nicht nur für deine Katzen, sondern auch für dich kannst du dafür sorgen, dass sich deine Räume nicht zu sehr aufheizen. An den sehr heißen Sommertagen solltest du eher nachts lüften und am frühen Morgen. Sobald die Wärme kommt, ist es besser, alles wieder zu schließen, um die Hitze draußen zu lassen. Wenn möglich, lass bei einem deiner Räume die Jalousien unten oder die Vorhänge geschlossen. So bleibt ein Raum kühler und die Katzen können in den anderen Zimmern trotzdem draußen beobachten.

2. Wasser Marsch: Luftfeuchtigkeit in der Wohnung

Sorge für eine gute Luftfeuchtigkeit, denn das hält ein wenig die Frische. Stell möglichst viele Wasserschalen an verschiedenen Stellen in der Wohnung auf. Das sorgt nicht nur für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit, sondern du bietest deinen Katzen auch ausreichend Möglichkeiten zum Trinken an. Hast du es schon mal mit einem Brunnen* versucht? Manche Katzen lieben es!

Was manch eine Katze bei Hitze auch sehr gerne mag, ist unter aufgehängter Wäsche zu liegen. Mach dir das zunutze und häng am besten kühlfeuchte, große Handtücher auf. Deine Katzen haben dann ein kühles Plätzchen darunter für sich. Wenn du mehrere Katzen hast, dann stell einfach ein paar mehr auf.

3. Erschaffe für deine Katze bei Hitze kühle Orte

Es gibt auch Kühlmatten für die Katzen*. Allerdings kühlen die meisten erst dann, wenn sich die Katze drauflegt. Das ist für manche eine Hürde; meine Katzen zum Beispiel legen sich eher ungern auf so eine Matte. Es gibt aber eine sehr einfache und besser angenommene Alternative: Feuchte, kühle Handtücher auf dem Boden.

Auch Fliesen sind schön kalt im Sommer. Solltest du keine Fliesen in der Wohnung haben, musst du nicht gleich renovieren. Es reichen auch schon einzelne große Fliesen, die du auf deinem Boden auslegst. Aber Achtung: Neigt deine Katze zu Blasenentzündungen? Dann besser nichts Kaltes zum Drauflegen.

Du kannst deiner Katze auch einen kleinen Kühlschrank bauen. Kauf dazu eine große Styroporbox und bring Kühl-Akkus an den Seiten an (nicht hineinlegen – das wäre zu kalt zum Drauflegen!). So kann deine Katze bei Hitze immer mal wieder in den „Abkühlraum“ gehen.

Wenn deine Katze krank ist

Lebt eine kranke Katze bei dir, dann achte bei Hitze besonders gut auf sie. Hitze kann durchaus auch Stress verursachen und dieser kann unter anderem den Blutzucker beeinflussen. Daher gilt: Besondere Sorgfalt bei Katzen mit Diabetes. Mein herzkranker Kater Sully hat, wenn es so heiß ist, besonders mit seiner Erkrankung zu kämpfen. Ich hole ihn immer mal wieder in den Schatten und beobachte ihn noch etwas genauer als sowieso schon.

Sully hat zusätzlich das Problem, dass er weiße und mittlerweile fast haarlose Ohren hat. Es ist wichtig, die hellen und daher ungeschützten Hautstellen der Katzen zu schützen, damit Hautkrebs keine Chance hat. Meinem Sully trage ich aktuell jeden Morgen diese Sonnencreme* auf.

Sollte eine deiner Katze anfangen zu hecheln und es ist nicht wegen Stress, dann nimm sie sofort aus der Sonne und kühle sie vorsichtig. Entweder befeuchtest du deine Hände mit kühlem Wasser und streichst damit über ihren Körper oder du nimmst dafür ein feuchtes Handtuch.

Ein weiteres Zeichen von Überhitzung ist eine unregelmäßige und zu schnelle Atmung. Spätestens, wenn Orientierungslosigkeit und Erbrechen dazu kommen, solltest du zum Tierarzt. Äußere am besten gleich den Verdacht auf Hitzschlag.

Wie du deine Katze bei Hitze zusätzlich unterstützen kannst

Manche Katzen können auch mal vertragen, wenn das Futter nicht magenwarm ist. Im Sommer gebe ich das Barf (Rohfleisch mit Zusätzen), das meine Katzen bekommen, wenn es nach dem Auftauen noch kühl ist. Sie lieben es. Aber Achtung: Sollte deine Katze unter Magenproblemen leiden, dann bitte nicht.

Auch Grasflächen sind schön kühlend. Wenn du keinen Garten hast, dann ist das auch in Wohnungen möglich. Hier als Beispiel eine Katzenwiese für daheim, die du aber auch selbst anpflanzen kannst.

Ich wünsche dir mit deinen Katzen eine coole Zeit!

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Christiane Schimmel