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Mit Katzen umziehen: Darauf solltest du achten

Du hast Katzen und ein Umzug steht an? Dann überlegst du vermutlich, wie du den Umzug mit Katze möglichst stressfrei gestalten kannst. Denn wenn so ein Wohnungswechsel schon für uns Menschen ungewohnt ist, ist er das auch für deine Katze. Denk mal darüber nach, wie unsicher du in den ersten Nächten in der neuen Wohnung den Weg zum Badezimmer suchst. Wenn Lichtschalter noch nicht da sind, wo man sie sofort findet, oder wenn Möbel anders stehen und Dinge anders aufbewahrt werden. Für deine Katzen kommen die stressige Umzugssituation und der Transport noch dazu. In diesem Artikel erfährst du, worauf du achten kannst, um den Umzug bestmöglich für alle Beteiligten zu gestalten.

Ich selbst habe bereits viele Umzüge mit Katze hinter mir und ich kann dir sagen: Jedes Mal war es anders. Nicht nur, dass ich mit verschiedenen Katzen umgezogen bin, sondern auch die Gegebenheiten waren jedes Mal anders. Während die umzugserfahrenen Katzen schon recht entspannt waren, brauchten andere länger, um sich an die neue Situation zu gewöhnen.

Was du bei deinem Umzug mit Katzen vermeiden solltest

Du renovierst die neue Wohnung und hast schon vor dem Umzug häufiger dort zu tun? Vielleicht ziehst du auch in eine möblierte Wohnung oder in den bestehenden Haushalt deines Partners? Dann könntest du auf die Idee kommen, deine Katzen schon immer mal wieder mit in das neue Zuhause zu nehmen, damit sie sich an die Umgebung gewöhnen können. Mach das nicht, vor allem dann, wenn deine Katze das Reisen nicht gewohnt ist. Die Situation wird sie mehr stressen als es nützt. Setz deine Katze nicht unnötigem Stress aus!

Der Umzugstag selbst ist immer stressig, da geht vieles durcheinander, egal wie gut wir geplant haben. Aber bitte achte auf deine Katzen: Stell die Transportkörbe nicht einfach mitten in die Möbel, sondern sorge für einen möglichst komfortablen und ruhigen Transport. Falls du ein Umzugsunternehmen beauftragt hast: Lass die Transportkörbe auf keinen Fall von dem Umzugsunternehmen mitnehmen, sondern kümmere dich um eine sichere Möglichkeit für den Transport deiner Katzen.

Umzug mit Katzen auf gepackten Kartons

Umzug mit Katze: Geht das denn wirklich stressfrei?

Ist ein stressfreier Umzug mit Katze überhaupt möglich? Klare Antwort: Nein. Jedenfalls nicht gänzlich. Je mehr dir deine Katze vertraut und je mehr Vorkehrungen du getroffen hast, desto einfacher wird es für deine Katze und damit für dich werden.

Klar ist es im Rahmen der Umzugssituation nicht ganz einfach, aber nimm dir gerade in dieser stressigen Situation wirklich Zeit für deine Katzen. Sei ganz für sie da und behalte sie im Blick, auch wenn gerade tausend andere Dinge zu tun sind.

Spiele und trainiere mit deinen Katzen und achte darauf, dass sie ihre Routinen möglichst lange im alten Zuhause beibehalten können. Das bedeutet: Fang nicht zu früh mit dem Packen an.

Außerdem kannst du deine Katzen beim Umzug mit diesen Tipps unterstützen:

  1. Bereite deine Katzen gut auf die Situation vor, damit sie möglichst entspannt sind.
  2. Mach einen detaillierten Plan für den Umzug, das gibt Sicherheit.
  3. Bereite Umzugsräume vor, damit die Umgewöhnung für deine Katzen leichter wird.
  4. Unterstütze deine Katzen beim Umzug, indem du die Gerüche der alten Wohnung in die neue Umgebung überträgst.

Wie genau das geht, erkläre ich dir natürlich noch ausführlich:

1. So bereitest du deine Katze auf den Umzug vor

Ein Umzug ist für alle Beteiligten ungewohnt und auch stressig. Daher solltest du ganz besonders darauf achten, deine Katzen auf die Situation vorzubereiten. Wann genau du damit beginnen solltest und was genau du alles vorbereiten musst, hängt dabei von der Ausgangslage ab.

Autofahrten sind für deine Katze kein Problem? Der Transportkorb ist kein Hindernis? Sehr gut! Dann ist zumindest dieses Problem schon mal keines mehr. Wenn deine Katze aber Bedenken hat, fang am besten gleich mit der Gewöhnung an die Transportsituation an.

Deine Katze gerät richtiggehend in Panik beim Autofahren? Dann mach es euch beiden leichter und lass dir von deinem Tierarzt etwas geben. Schließlich soll deine Katze ihr Leben in der neuen Umgebung nicht mit ganz schlimmen Gefühlen beginnen.

Apropos Tierarzt: Weißt du schon, wo am neuen Wohnort eine Tierklinik ist? Ich fühle mich immer wohler, wenn ich bei einem Notfall gleich weiß, wohin.

Balduin schläft im Transportkorb

2. Mach dir einen Plan für den Umzug mit Katzen

Schreib dir am besten genau auf, wann und in welcher Reihenfolge du deinen Hausstand umziehst. So gewinnst du Klarheit und Sicherheit, denn auch unvorhergesehene Dinge bringen dich nicht so leicht aus der Ruhe, wenn du einen guten Plan hast. Stell dir zum Beispiel folgende Fragen:

  • Wer ist für was verantwortlich?
  • Wann beginnst du mit dem Packen?
  • Wo kommen die leeren (und später die gepackten) Kisten hin?
  • Wo werden die Katzen am Umzugstag sein?
  • Oder ziehst du in Etappen um? Wann sollen die Katzen in die neue Wohnung transportiert werden?

Sobald du weißt, dass du umziehst, kannst du auch schon beginnen, deine Katzen darauf vorzubereiten. Lasse es sie wissen, überlege wie sehr die neue Umgebung von der alten Wohnung abweicht.

  • Wird es Freigang geben?
  • Werden die Katzen gesichert raus können? [Lies hier etwas über das Thema]
  • Wird die Wohnung kleiner oder größer?
  • Wird es Hunde geben, die sie bisher nicht gewohnt waren?

Je näher sich die beiden Wohnungen und die Lebensumstände an den Wohnorten sind, desto leichter wird es für deine Katzen. Denn du, als ihre wichtigste Bezugsperson, bist ja da.

3. Warum du einen Umzugsraum für deine Katzen brauchst

Sowohl im alten als auch im neuen Zuhause sollte es einen Raum geben, in dem deine Katzen sich rundum wohlfühlen. Ein Raum, in dem sie alles haben: das Katzenklo, das Wasser und auch das Fressen. Ausnahmsweise sollte alles in einem Zimmer sein, denn diesen Raum kannst du während des Umzugs abschließen. Den Schlüssel hast du!

Wenn du mehrere Katzen hast, überlege, wer mit wem in einen Raum kann. Im Zweifel solltest du je 2 Räume vorbereiten, damit es nicht zu eng wird. Denn auch wenn sich alle gut verstehen, werden sie bei einem Umzug etwas gestresster sein als sonst.

Ich habe meine 6 Kater beim letzten Umzug in 2 Dreier-Gruppen geteilt. In den vorbereiteten Räumen gab es

  • Katzenklo,
  • Wasser,
  • Futter,
  • viele Kratzmöglichkeiten und
  • Plätze zum Verstecken.

In den Räumen habe ich immer wieder mit meinen Katzen gespielt und trainiert. So konnten sie sich bestmöglich an die Umgebung gewöhnen. Es ist zwar etwas Aufwand, aber lohnt sich.

4. Wie du deiner Katze den Umzug mit Gerüchen erleichterst

Gerüche spielen bei Katzen eine unglaublich wichtige Rolle. Wenn du vorher schon Zugang zum neuen Zuhause hast, dann bring den Geruch der alten Wohnung dorthin. Versuch, den Geruch deiner Katzen in die neue Wohnung zu übertragen, damit sie nicht ganz so ungewohnt auf die Katzen wirkt.

Nimm beliebte Liegedecken mit in die neue Wohnung oder sammle vorher den Geruch deiner Katzen ein: Gehe mit einem Läppchen an den Seiten der Mundwinkel deiner Katzen entlang, also dort, wo sie sich immer reiben. Diese Tüchlein bewahrst du in einem geschlossenen Behälter auf.

Die Tücher, also Geruchsträger, verteilst du dann in dem Raum, in den deine Katzen einziehen werden. Denk auch daran, an der Wand auf Katzenhöhe mit den Tüchern entlangzustreichen.

Du kannst auch Gerüche aus dem neuen Zuhause in das alte Zuhause bringen, um deine Katzen auf die neue Wohnung vorzubereiten: Sollte sich dort nichts befinden, kaufe eine neue kleine Kratzgelegenheit und lege sie eine Zeitlang in die neue Wohnung. Diese bringst du dann deinen Katzen noch vor dem Umzug mit.

Raum für Katzen beim Umzug

Achte beim Umzug mit Katzen auf Warnzeichen

Während des Umzugs und auch, wenn der Umzug hinter euch liegt, achte ganz besonders auf deine Katzen. Spiele und trainiere viel mit ihnen.

Solltest du bemerken, dass der Stress doch zu viel wird, dann lass deine Katzen behandeln. Meist sind Nahrungsergänzungsmittel an der Stelle hilfreich: Bach-Blüten können bei einem Umzug bereits ab 2 Wochen vor dem eigentlichen Umzug eingesetzt werden. Sie sollten dann gegebenenfalls angepasst werden, je nachdem, wie stark deine Katze auf die Veränderung reagiert.

Besonders bedenklich wird es, wenn deine Katze sich zurückzieht und kaum noch frisst. Dann ist der erste Weg zum Tierarzt, um Schmerzen auszuschließen. Denn Stress zeigt bei unseren Katzen, die Schmerz ganz besonders gut verbergen können, oft erst, was eigentlich los ist.

Grundsätzlich ist ein Umzug natürlich eine ungewohnte und unübersichtliche Situation für alle Beteiligten. Sie erfordert, dass wir uns Gedanken machen, planen, ganz genau hinschauen. Aber mit den richtigen Tipps und Tricks ist so ein Umzug mit Katzen durchaus zu stemmen.

Wenn du gut planst, deine Katzen dich als festen Halt haben und du sie gut vorbereitet hast, steht einem (fast) stressfreien Umzug mit Katzen nichts im Weg.

Und wenn du Unterstützung bei der Planung brauchst oder dich mit anderen Katzenhaltern austauschen möchtest, die bereits Erfahrungen mit dem Umzug mit Katzen haben, dann ist der Katzenclan vielleicht eine gute Anlaufstelle für dich: Hier ist Platz für deine Fragen und Themen rund um deine Katzen.

Hör auch gerne zu diesem Thema in meine Podcast-Episode: Ein fast stressfreier Umzug mit Katzen

Umzug mit Katzen-Sully auf leeren Kartons

Wenn Kinder und Katzen zusammen aufwachsen – und wie du dich vorbereiten kannst

In meinem Blogartikel „Schwangerschaft und Katzen“ hast du alles über den Start in ein gemeinsames Mensch-Katze-Leben gelesen. Die ersten Schritte bist du schon gegangen. Dann findest du im letzten Abschnitt noch Tipps zum Verstehen.

Oder hast du schon Kinder und möchtest euer Leben würzige Stubentiger-Liebe verpassen?

Familienrat – setzt euch zusammen

1. Was müssen wir vorher bedenken?

Macht euch eine Liste und schreibt auf:

  • Wie soll die Katze sein? Kuschelig? Kurzhaar oder Langhaar? Katze oder Kater?
  • Was erwartest du von der Katze? Was ist, wenn sie ängstlich ist?
  • Welche und wie viele Kosten kommen auf euch zu? Katzenkorb, Katzenbox, Katzenklo, Fressnäpfe und Fressen, Tierarzt für Impfungen, Kastration evtl. Krankheiten
  • Habt ihr ausreichend Zeit? Seid ihr Vielreiser? Wer kümmert sich um die Katze?

2. Wer möchte die Katze?

Warum soll ich darüber nachdenken, wer eine Katze möchte? Die Verantwortung liegt immer bei dir! Also hole dir Katzen nicht ausschließlich FÜR deine Kinder, sondern mit ihnen zusammen. Mein Tipp: Warte, bis deine Kinder 6 Jahre alt sind. Dann verstehen sie die Bedürfnisse des Tieres und nehmen Rücksicht.

3. Wo hole ich am besten eine Katze?

Habt ihr das alles bedacht und seid euch sicher? Dann kann die Suche beginnen.

  • Mein erster Weg ist immer ein Tierschutzverein.
  • Auch im Tierheim gibt es gesunde Tiere, die bestens sozialisiert sind. Geschichte am Rande: Mein Jerome war zwar sehr schwer herzkrank, aber er war eine Seele von Kater und in meiner Gruppe ein so genannter Peacemaker.

Entschieden? Na, da ran an die Vorbereitung!

Starte erst mal mit:

  • Tierarzt,
  • Futter,
  • Futterteller,
  • Wasserschalen (alles möglichst groß damit die Schnurrhaare nicht anecken-das mögen Katzen nicht so gerne)
  • Kratzgelegenheiten
  • Wohnkennel/Transportkorb),
  • Plätzchen: einfach Regalböden weiter oben angebracht mit Sitzgelegenheiten, auf denen sie möglichst nicht wegrutschen,
  • Hängematten oder Liegeflächen speziell für Katzen zum Anbringen an die Wand

Tipp: Wenn du handwerklich begabt bist, dann kannst du auch einen ganzen Parcours bauen. Beachte, dass die Katzen rundumlaufen. Dabei sollte es keine Ecke geben, wo sich mehrere Katzen gegenseitig bedrängen können.

Lass deine Kinder mit aussuchen, bauen und aufstellen. Es muss nicht bunt und laut sein zum Start 😉

Später können die abenteuerlichsten Sachen gebaut und mit Leckerlis bestückt werden. Meine Tochter baut gerne eine Murmelbahn aus Lego, dann sitzen unser Kater Darwin und sie da und spielen beide damit. Da geht mir immer das Herz auf!

Meine Tochter mit Darwin beim Spiel

Und dann ist die Katze da

Ein paar wichtige Tipps zum gemeinsamen Start und zum gemeinsamen Verstehen, besonders wenn dein Kind noch jünger ist. Denn Kinder machen gerne nach, was wir Erwachsene tun. Sind aber häufig noch nicht behände genug.

  • Streichele deine Katze nur mit einer Hand
  • Nimm sie nicht auf den Arm, wenn dein Kind dabei ist
  • Katzen nicht hinterherrennen
  • In Ruhe fressen lassen
  • Katzen auf ihren Ruheplätzen auch in Ruhe lassen
  • Katzen niemals ärgern

Katzen und Kinder sind natürlich individuell. Also erkläre deinem Kind, was eine Katze mag und was nicht.

Die Beziehung der Kinder zu Katzen und umgekehrt wird sich immer wieder ändern. Am Anfang lag Sherlock eng bei meiner Tochter, später wurde Gismo „ihre“ Lieblingskatze und aktuell bauen Azrael und sie eine Bindung auf. Es ist so schön, das zu beobachten! Mittlerweile spielt sie sehr schön mit den Katzen.

Ab einem Alter von 8-10 Jahren, lieben es Kinder und Katzen gemeinsam ein Training zu machen. Ich freu mich, wenn meine Tochter mitmacht.

Du möchtest mehr erfahren über das Zusammenleben mit Katzen? In meinem Kurs „Was du schon immer über Katzen wissen wolltest“ gehe ich durch alle wichtigen Bereiche. Hier kannst du dich weiter darüber informieren (LINK)

Leichtes Leben für meine alten Stubentiger

Dein Stubentiger ist in die Jahre gekommen. Morgenruhe, Mittagsschlaf, Verdauungspause, Sonnentraum… Eine Fliege ist kein Grund mehr, sich zu recken.

Langsam machst du dir Gedanken? Dein Fellfreund soll es bis zum Schluss richtig guthaben.

Aber Alter ist nicht gleich Alter. Kennen wir doch von uns Menschen. Also beobachte deine Katze gut und sei da.

Alt an Jahren, aber…

Wann ist eine Katze denn nun alt? Puh, die Frage ist schwer zu beantworten. Denn es geht viel mehr um die Alterserscheinungen, die unsere Tiger haben. Auch Krankheiten bemessen ein Katzenalter. Das Alter an sich ist keine Krankheit, auch wenn man das schon mal meint!

So ein Katzenleben sieht meist so aus: Mit 2 Jahren kommen die Katzen aus der Pubertät heraus. Erwachsen! Wir Menschen sind dann ca. 24 Jahre alt. Und während wir viele Jahre bis zur vierzig zurücklegen, braucht unsere Katze nur 6 Jahre.

Und ebenso wie bei uns beginnt mit vierzig Menschen- und 6 Katzenjahren die Vorsorge. Ab 10 Katzenjahren regelmäßige Kontrollen. So ist das mit Mitte-Ende fünfzig halt. Ab einem Alter von 15 Tierjahren entscheidet sich häufig, ob deine Katze zwanzig und älter werden kann. Oder ob der kleine Körper schneller altert. Mit zwanzig Katzenjahren haben sie ein Menschenalter eines Greises mit 96 erreicht.

Meine Gismo starb mit 21. 100 Menschenjahre. Wow! Aber auch kein Wunder, dass sie dann bereits nicht mehr gut gehört, gesehen und geschmeckt hat. Stell dir vor, wie es dir mit über 100 geht.

Im Alter ändern sich Bedürfnisse

Was will eine Seniorenkatzen denn nun? Und was braucht sie?

Und das ist auch wie bei uns Menschen. Bedürfnisse sind von Katze zu Katze verschieden, eben individuell. Habe Verständnis, wenn sie Ruhe will oder Zeit braucht, um sich auf Veränderungen einzustellen. Sie versuchen ganz von allein ihren Bedürfnissen nachzukommen.

Also kann es ein, dass der 17-jährige Stubentiger voll Gas gibt und ein 6-jähriger Fellfreund schon alt und Ruhe bedürftig wirkt.

Hast du mehrere Katzen? Dann achte besonders gut auf das Verhältnis der Katzen. Es ändert sich ohnehin ständig, aber wenn eine Katze Schwäche zeigt, gibt es einschneidende Veränderungen in der Beziehung. Es liegt nun mal nicht in der Natur von Katzen, sich fürsorglich im Alter umeinander zu kümmern. Selbstverständlich ist auch das sehr individuell.

Manche Katzen werden im Alter anhänglicher und sind weitaus stärker noch auf den Menschen angewiesen. Andere ziehen sich zurück und brauchen mehr Zeit für sich allein. Ersteres überwiegt häufig.

Und als wenn wir es nicht von unserem Stubentiger bereits kennen, werden sie mäkeliger beim Futter. Da kannst du gleich einen ganzen Wandschrank voll unterschiedlichster Leckereien füllen. Im Alter steigt der Energiebedarf, während die Verwertung schlechter wird.

Ungute Kombi, stell dich darauf ein.

Gute Hilfen sind da:

  • Nahrungsergänzungsmittel
  • Angewärmtes Futter
  • Erhöhte Fressnäpfe
  • Kleine Mahlzeiten
  • Futterautomaten bei mehreren Katzen

Gesundheit und Vorsorge

Wie gesagt, mit 6 Katzenjahre wird es Zeit für regelmäßige Gesundheitschecks. Kontrollieren lassen beim Tierarzt solltest du:

  • Urin
  • Blutwerte
  • Blutdruck
  • Temperatur
  • Zähne

Du selbst kannst auch auf einiges achten:

  • Schmerzen, Katzen zeigen Schmerzen nicht, achte auf Veränderungen beim Laufen z. B.
  • Staksiger Gang, Treppensteigen fällt schwer
  • Viel miauen
  • Verdauung
  • Krallenpflege
  • Fellpflege, besonders am Rücken

Erkennt man Krankheiten frühzeitig, kann man eben besonders gut darauf einwirken.

Wie du siehst, gleichen manche Alterserscheinungen den unsrigen. Und brauchen unsere Stubentiger ebenso Unterstützung und Fürsorge.

Veränderungen mit Vorsicht, bitte

Wenn es nicht sein muss, dann ändere nicht mehr die Lebensumstände deiner Seniorenkatze. Im Alter sind Katzen an dir und bestimmten Abläufen orientiert. Da kann sie mit Veränderungen nicht mehr gut umgehen. Frei nach dem Motto „einen alten Baum verpflanzt man nicht mehr“. Selbstredend ist auch das individuell.

Einige Änderungen in der Wohnung sind unvermeidbar. Gefahren sucht man zu vermeiden und sichert Stellen ab. Auch hohe Sprünge an geliebte Plätze vereinfacht man. Ein Beispiel: Gismo sprang immer gerne vom Fenstersims auf den Rand des Waschbeckens. Zu Beginn der sich zeigenden Alterserscheinungen haben wir ein Brett angebracht, dass sie rüber laufen kann und unten weiche Matten ausgelegt, später kam das Brett weg und eine Barriere vor das Waschbecken. Sie konnte nicht mehr sicher auf dem Brett laufen.

Auch das Katzenklo haben wir mehrfach verändert. Zuerst ein großes flaches. Als sie nicht mehr merkte, wenn sie nur mit den Vorderpfoten in der Streu stand, kamen ein hohes Klo und mehrere Aufbauten damit sie leicht ein- und aussteigen kann.

Deine Katze braucht dich jetzt mehr!

Am wichtigsten aber: Sei für deine Katze da.

Alternde Katzen lieben die Wärme. Wenn du magst, gibt es Kachelöfen für Katzen, Wärmedecken speziell für Tiere und natürlich sehr viele weitere Möglichkeiten.

Sehr wichtig ist ein gutes Schmerzmanagement!

Deine Katze darf sich im Alter rundum wohlfühlen.

 

Du möchtest dich rundum gut um deine Katze kümmern? Das Online-Seminar „Alte Katzen und wie erleichtere ich ihnen ihr Leben“ findest du im Katzenclan in der Plus-Variante. (HIER FINDEST DU MEHR DARÜBER)

Wie du ein wunderbares Weihnachten mit deinen Katzen erlebst!

Weihnachten ist das Fest der Liebe! Eine besinnliche Zeit, die wir gerne mit unserer Familie verbringen. Gilt das auch für unsere Katzen? Unsere Samtpfoten sind Gewohnheitstiere. An den Festtagen und Silvester stellen wir ihre Gewohnheiten meist völlig auf den Kopf. Gefahren und Stressfaktoren lauern überall.

Wie kannst du also die Gefahren umgehen und ein entspanntes Fest mit deiner Katze erleben?

Am besten gefallen ihr wohl noch die lustigen bunten Kugeln am Weihnachtsbaum. Apropos Weihnachtsbaum… Aber beginnen wir vorne.

Welche Gefahren lauern an Weihnachten für unsere Katzen?

Plätzchen, Schokolade, Geschenkband, Schmuck am Weihnachtsbaum, Weihnachtssterne, Amaryllis….

Das sind alles Gefahren? Und ob! Und noch mehr.

  1. Weihnachtsbaum

Es beginnt bereits bei der Wahl der Tannenart, denn Tannennadeln sind giftig. Weiter geht es bei der Deko: Glaskugeln, Kerzen, Lametta, Schoki können Verletzungen und Magen-Darm Probleme verursachen. Und natürlich der Aufstellort ist wichtig. Unsere kleinen Kletterkünstler können den Baum zu Fall bringen.

Sicher geht’s du, wenn du die Tipps beherzigst:

  • Kaufe eine Nordmanntanne
  • Dekoriere mit Holz, Papier, Stroh (ich liebe es!), Nüsse
  • Lichterketten
  • Stabiler und schwerer Weihnachtsbaumständer
  • Stelle deinen Baum in eine Ecke, wenn möglich keine typische Kletterecke deines Stubentigers

ACHTE gut darauf, dass die Katze keinesfalls an das Wasser gelangen kann, das den Baum versorgt. Es kann bereits genug Giftstoffe enthalten.

Du trainierst mit deiner Katze? Wunderbar! Du kannst ihr viele andere Möglichkeiten zum Austoben und Beschäftigen zeigen, die sich mehr lohnen, als an den Baum zu gehen! Wenn du die Möglichkeit dazu hast, stell den Baum in einem abschließbaren Raum auf. Dann kannst du den Zugang versperren, wenn du außer Haus bist.

  1. Blumen, Naschereien und hübsche Geschenkbänder

Weihnachtsstern und Amaryllis sind ein hübsches Mitbringsel. Leider giftig für Stubentiger, die gerne an Pflanzen knabbern. Also hochstellen, rausstellen, wegstellen oder jemand anderem eine Freude damit machen.

Zart schmelzende Schokolade enthält Theobromin, besonders dunkle Schokolade. Also ab mit der leckeren Schoki in den Schrank oder außerhalb der Reichweite deines Kletterkünstlers aufbewahren.

Geschenkbänder! Wusstest du, dass Katzen NICHT ausspucken können? Wenn sie also freudig angefangen mit einem Geschenkband zu spielen und lustvoll daran zu nagen, MÜSSEN sie es schlucken. Oh! Die Schäden am Darm sind grauenvoll!

  1. Stressiger Besuch

Was freuen wir uns, wenn die Familie eintrudelt. Freuen sich unsere Stubentiger auch?

Mhm. Dein Besuch ist das i-Tüpfelchen bei all den neuen Gerüchen und Änderungen. Jeden Tag ändere Hände, die streicheln wollen und wieder fremde Gerüche mitbringen. Ganz schön viel für unsere Fellnasen.

Was also tun, um den Stress zu reduzieren?

  • Schaffe Rückzuggebiete und mache sie schmackhaft
  • Beschäftige dich genüg mit deinem Stubentiger, denn da fühlen sie sich besonders wohl
  • Leckerlis in einem Fummelbrett sind jetzt auch spannend
  • Versuche, die Lautstärke normal zu halten – Weihnachtslieder darfst du natürlich trällern 😉

KEINE Tiere unter den Weihnachtsbaum! Solltest du also deinen Freunden gegenüber mal erwähnt haben, dass du gerne noch eine 3. oder 4. Katze hättest, dann mache gleich klar: Ein Weihnachtsgeschenk ist eine Katze trotzdem nicht. Denn das willst du gut planen. Mehr zu dem Thema „Katzenzusammenführung“ kannst du hier lesen. (Katzenzusammenführung so klappt es)

Das Beste zum Schluss: Geschenke für die Katze.

Legst du Geschenke für deine Katzen mit unter den Weihnachtsbaum? Ich habe das eine Zeit lang gemacht! Und ich habe es geliebt, die Geschenke auszupacken.

Erwarte aber nicht zu viel Freude bei deinen Katzen 😉. Es ist vielmehr als Freude für uns Katzenliebhaber gedacht! Deine Stubentiger freuen sich über Leckerlis!

 

Heiße Tipps to go:

  • Achte auf die Tannenart, die du aussuchst – Nordmanntanne
  • Sicherung der Nordmanntanne – stabiler Ständer
  • Weihnachtsbaumschmuck katzensicher – Holz, Papier, Stroh
  • Katzen beschäftigen und ablenken – Leckerlis Vorrat auffüllen
  • Auf gefährliche Dinge für die Katzen achten wie:
    • Weihnachtsstern
    • Geschenkbänder
    • Schokolade
    • Alkohol

Wenn du all diese Dinge beachtest, wird es sicher ein wunderbares Fest zusammen mit deinen Katzen!

Du möchtest regelmäßig einen Ansprechpartner für deine Katzensorgen und Fragen aller Art rund um deine Katze?

Der Katzenclan könnte dann für dich genau das Richtige sein. Hier kannst du mehr darüber erfahren: Dein Katzenclan