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Warum ich die Katze ganzheitlich betrachten kann

Klein-Elli ist ein winziges Kätzchen, allein gelassen am Straßenrand. Ohne Mutter, ohne Geschwister – keiner weiß, warum oder wie sie dort hinkam. Jemand findet sie, bringt sie zum Tierarzt. Und landet bei einer lieben Freundin von mir, die sie mit nach Hause nimmt zum aufpäppeln. Klein-Elli aber ist schwach, sehr schwach. Meine Freundin weiß nicht, ob sie es schaffen wird. In ihrer Not meldet sie sich bei mir und bittet mich, Klein-Elli zu fragen.

Ich verbinde mich also mit ihr und spüre nur noch ein dünnes Fädchen. Sie ist schwach, aber ich spüre den Wunsch Mozart zu hören. Und sie bekommt Mozart, während ich sie ströme. Das mache ich im Laufe der Tage immer wieder. Und dann passiert es: Klein-Elli nimmt zu, wird munter. Sie will leben! An diesem Punkt war ich mir sicher: Sie gehört zu mir. Heute lebt Klein-Elli mit uns.

Immer wieder bekam ich Nachrichten meiner Freundin: Du hast sie gerettet. Ich danke dir! Durch die Erfahrung mit Klein-Elli wurde mir klar: Jin Shin Jyutsu wird ein fester Bestandteil meiner Arbeit mit Katzen werden. Ich war ehrlich selbst überwältigt. Hätte ich mich in diesem Fall rein auf den medizinischen Gesichtspunkt gestützt, hätte ich auf so viel Wertvolles verzichtet. Klein-Elli aber hat all mein Wissen und meine verschiedenen Bereiche, auf die ich zugreifen kann, eingefordert. Es hätte keiner fehlen dürfen. Und die Arbeit mit Klein-Elli hat mir gezeigt, wie wichtig all diese Bereiche im Zusammenspiel sind. Meine Idee: Wir müssen jede Katze ganzheitlich betrachten.

Katzen ganzheitlich betrachten: Meine persönliche Verbindung

Bereits als Kind hatte ich Tiere um mich. Katzen gehörten auf einem kleinen Dorf einfach dazu. Damals wusste ich noch nicht viel über Katzen, aber sie faszinierten mich bereits im Kindergartenalter. Eine dreibeinige Katze begleitete mich damals in die 1. Klasse und holte mich nach dem Unterricht wieder ab. Ein Zufall? Oder hatte ich damals bereits Kontakt mit ihnen über die Tierkommunikation? Ich würde gerne sagen: Ja sicher, natürlich. Aber ich weiß es im Grunde nicht.

Erst als ich in meine eigene Wohnung zog, kamen Katzen dann auch wirklich und ganz und gar zu mir und gingen nie wieder. Im Laufe der Jahre durfte ich diese wunderbaren Wesen immer näher und besser kennenlernen. Es war fast unumgänglich, dass ich irgendwann beruflich ebenfalls in diesem Bereich landen würde und da begann es auch, dass ich meine Sicht auf Katzen nochmal von Grund auf änderte. Wenn wir Katzen ganzheitlich betrachten, dann ist es etwas ganz anderes, als Katzen „nur“ zu halten oder mit ihnen zu arbeiten.

Darum kann ich jede Katze ganzheitlich betrachten

Meine Ausbildung begann ich ganz klassisch als Tierheilpraktikerin und absolvierte alles, was ich finden konnte, im Bereich der Traditionellen Chinesischen Veterinärmedizin (TCVM). Zeitgleich wurde mein Interesse in der Tierkommunikation geweckt. Die Tierkommunikation ist inzwischen auch ein sehr wichtiger Teil meiner Arbeit. Am wichtigsten aber war und blieb die Katzenpsychologie.

Mir wurde immer wieder gesagt: Spezialisiere dich, mach nur eins, sag nicht jedem, dass du auch die Tierkommunikation mit einbeziehst. Ich konnte mich aber nicht entscheiden. TCVM oder Homöopathie, was ja mit Katzen viel besser geht? Oder was ganz anderes? Es gab und gibt so vieles. Ich habe gelernt, dass sich erst im Laufe der Jahre herausstellt, was einem persönlich liegt, wo man den besten Zugang hat und die besten Erkenntnisse. Für mich wurde erst nach Jahren klar: Die Tierkommunikation gehört dazu.

Ich mag den medizinischen Blick, meine Intuition, die Arbeit mit Jin Shin Jyutsu, den Bach-Blüten und anderen Mitteln. Warum nicht aus allem schöpfen, was einem gegeben ist? Warum auf eine Ausrichtung beschränken?

Was mir von allem am wichtigsten ist? Das kann ich so gar nicht sagen. Wenn ich eine Katze kennenlernen darf, richte ich mich immer ein wenig am Menschen aus. Wie viel kann er selbst übernehmen? Spricht er selbst mit seinen Katzen oder übernehme ich das? Wie viel Gespür ist da?

Was alle meist gut annehmen können, ist das Medizinische. Der analytische Blick auf ein Problem. Meine Intuition bleibt hier natürlich nicht außen vor.

Was nie fehlt, ist das Training mit den Katzen. Denn dadurch wird nicht nur die Bindung zu den Katzen stärker, nein, das Training beugt auch gleich einigen Problemen vor: Krallenstutzen, Medikamente, Tierarztbesuche… Das alles ist mit Training kein Problem!

Besonders zu schätzen gelernt habe ich Jin Shin Jyutsu, eine alte Lebenskunst im Rahmen der Tierkommunikation. Dazu gibt es eine Geschichte. Diese kannst du hier nachlesen: Wie du deiner Katze helfen kannst mit Jin Shin Jyutsu

Spiritualität (Herz), Katzentraining (Hand), Wissen (Kopf) – all das hat seinen Platz bei mir und nur weil ich auf alles zugreife, kann ich die Katze ganzheitlich betrachten und ihr helfen.

Katzen sind komplexe Tiere, das sollte uns klar sein

Viele Menschen unterschätzen Katzen. Sie sehen sie als pflegeleichte Tiere, die man sich hält, wenn man

  • keine Zeit für einen Hund hat,
  • sich nicht kümmern mag,
  • den Kindern was zum Streicheln geben möchte oder
  • ein ganz pflegeleichtes Tier haben möchte.

Eine solche Sicht wird der Katze einfach nicht gerecht. Katzen sind anspruchsvoll in ihrem Wesen, ihrer Würde, ihren Ansprüchen. Sie sind komplex und haben ihre Bedürfnisse, die erfüllt werden müssen, damit es ihnen gut geht. Jeder, der sich eine Katze nach hause holt, sollte sich bewusst sein darüber, WEN genau er sich da holt.

Bevor man eine Entscheidung für eine Katze trifft, sollten umfassende Überlegungen angestellt werden.

Die wichtigste Frage ist die nach dem WARUM!

Und dabei solltest du ehrlich sein.

  • Vielleicht hast du bereits eine Katze und möchtest eine weitere dazu, damit sie sich nicht so langweilt?
  • Deine Kinder wünschen sich so sehr eine Katze?
  • Wie viel Zeit hast du?
  • Wie viel Geld kannst du für die Katzen einplanen?
  • Bist du bereit deine Wohnung umzustellen und sie so zu gestalten, dass die Katzen sich rundum wohl fühlen?
  • Stören dich Katzenstreukrümel und Haare überall? Dann besser nicht!
  • Hast du im Grunde jetzt schon keine Zeit? Dann besser auch nicht! Das ist zumindest mein Anspruch.

Natürlich muss nicht jeder Katzenhalter und jede Katzenhalterin so tief in die Materie einsteigen wie ich. Aber wenn man sich eine Katze ins Haus holt, dann aus den richtigen Gründen und eben nicht, weil man mit ihr schmusen kann und sie sonst genügsam ist. Katzen sind kein Spielzeug, sie sind komplexe Wesen mit ganz individuellem Charakter.

Ich kann eine Katze ganzheitlich betrachten und damit Probleme aufdecken, die andere nicht sehen. Denn eine Fachrichtung ist eben nur ein Blickwinkel. Weite auch du deinen Blick, wenn es um Katzen geht. Es lohnt sich!

Mein Weg zur gesunden Selbstständigkeit

Ich sitze völlig erschöpft inmitten von fremden Katzen und möchte mich einfach nur mal kurz hinlegen. Das kann ich aber nicht. Zu diesem Zeitpunkt habe ich ein Katzenhotel und Menschen bringen mir ihre Katzen, damit ich sie umsorge während sie im Urlaub oder auf Geschäftsreise sind.

Ich bin schwanger, muss eigentlich ruhen und doch versuche ich den roten Kundenkater zu überreden sich Blutzucker messen zu lassen und dann entsprechend das Insulin spritzen.

Nein, so wird das nichts.

Mit dem Kater wurde das offenbar nicht geübt und trainiert und ich bin nun mal fremd für ihn. Um ihm Stress zu ersparen, fahre ich mit ihm zum Tierarzt, messen, spritzen, wieder heim.

Wenn ich nichts von ihm will, ist er der liebste Kater und möchte etwas spielen. Schön! Ich bin froh, dass es ihm gut geht.

Puh, ich atme auf und merke, wie hungrig ich bin. Habe ich genug getrunken? Vermutlich nicht.


Gut nun endlich hinsetzen, aber da klingelt das Telefon nochmal. Ob ich für Weihnachten schon Reservierungen annehme? Ja klar. Ob er noch am Abend kommen kann, um sich alles anzusehen. Er hat sonst keine Zeit mehr.

Hm, ja ok, wenn es nicht anders geht.


Meine Katzen schauen mich vorwurfsvoll an. „Wolltest du nicht mit uns noch spielen?“ Ja stimmt, nachher gleich…nur kurz sitzen.

Solche Szenen gab es immer wieder in meiner Selbstständigkeit. Das hatte ich mir doch anders vorgestellt. Manchmal habe ich gar nicht gemerkt wie es mir geht. Das war kein guter Weg.


Jahre später schau ich auf diese Situation und merke: das ist mir auch danach noch häufiger passiert.

Termine am Abend oder am Wochenende waren zu der Zeit normal. An sich wäre das nicht schlimm, aber ich hatte vergessen mir den Ausgleich an anderen Tagen zu holen.

Wenn das Wetter schön war, ist mein Mann oft mit unserer Tochter alleine unterwegs gewesen, da ich noch auf Kunden gewartet habe. Dienstleistung auf die ungesunde Art und viel zu günstig war ich auch noch.

Die Arbeit von damals und jetzt macht mir Freude, aber es muss mir gut gehen, sonst mache ich keinen guten Job. Und dafür brauche ich klare Grenzen.

Wenn Kunden übernehmen

Das Katzenhotel war in unser Haus integriert. So war ich immer nah bei allen Katzen. Natürlich hatte jede Katze ihr eigenes Zimmer oder gleich mehrere und ich konnte sie rufen hören und war rasch bei ihnen.

Daraus ergaben sich folgende Situationen:

Meine Tochter war erst wenige Monate alt und wenn sie gerufen hat, bin ich zu ihr. Das habe ich auch getan, wenn eine Besichtigung stattgefunden hat. Ich bat die Personen kurz zu warten. Manche Menschen sind mit ins Kinderzimmer gefolgt, trotz meiner Wegweiser und „Zutritt-Verboten“ Schilder. War ich nicht deutlich genug?

Andere standen plötzlich in meinem Bad und haben die Badewanne bestaunt. Im Nachhinein lustig, aber in dem Moment war meine Privatsphäre stark gestört.

Beratungen am Telefon und online brachten eine andere Herausforderung.


Ich bin am Telefon: die Beratung geht 30 Minuten. Ich schau auf die Uhr, bereits 20 Minuten drüber. Ich hätte schon zum nächsten Termin sollen…ich versuche höflich das Gespräch zu beenden. Es geht noch weitere 10 Minuten: „Nein schon ok es geht mir ja um die Katzen.“ Und schließlich möchte ich, dass die Kunden glücklich sind. War das aber der richtige Weg?

Beratung anstatt Termin


Ich gehe ans Telefon: „Ja hallo als ich habe folgendes Problem: „…ich unterbreche freundlich und sage, dass ich das gerne in drei Sätzen umschrieben haben mag, damit ich empfehlen kann, welche Begleitung sich am besten dafür eignet und wir einen Termin finden. „Ja aber wieso wir können doch gleich sprechen. Es geht ganz schnell…“

Am Ende hatte ich dann oft bereits kostenlos beraten und ein Termin war nicht mehr notwendig. Kein guter Weg, weder für die Kunden, noch für mich. Hätte ich so weiter gemacht, wäre mein Weg in der Selbstständigkeit bald vorbei gewesen.


Für mich ist das meine Arbeit. Ich habe viele Jahre gebraucht, um zu erkennen, dass es wichtig ist klar zu sagen was wann und wie. Für mich habe ich erkannt, dass ich meinen Gedanken loslassen darf, dass das unhöflich ist. Meine Erkenntnis: Es ist unbedingt notwendig Grenzen zu ziehen für eine gesunde Beziehung zu meinem Business.


Als gelernte Krankenschwester helfe ich sehr gerne Menschen. Nur noch das Helfen im Vordergrund stehen zu haben, ist aber nicht gesund. Es ist nicht gesund für einen selbst und auch nicht für die Menschen die Hilfe bekommen. Wer bin ich, dass ich anderen Menschen nicht zutraue selbst die Situation nach einer Anleitung, einem Plan lösen zu können. Wie viel besser ist das Gefühl danach auf beiden Seiten?

Ich habe zugelassen, dass ich als letzte Lösung angesehen werde und nicht klar gesagt habe, das die Verantwortung bei den jeweiligen Menschen liegt. Ich bin in der Helferrolle geblieben und habe damit meinen Kunden die Möglichkeit genommen mit den Informationen von mir, selbst den Weg gehen zu können.

Tieren zu helfen, ist Lohn genug?

Besonders die Arbeit mit Tieren wird oft unter: „das muss sie doch zum Wohle des Tieres machen“ als ausreichend belohnt abgestempelt.


Ja sicher liebe ich Tiere, insbesondere Katzen.

Trotzdem möchte ich für meine Beratung angemessen bezahlt werden. Ich habe viele Jahre in Ausbildungen und Fortbildungen gesteckt und erweitere ständig mein Wissen, damit ich immer auf dem neuesten Stand bin.


Tatsächlich war ich immer mal wieder an dem Punkt mir ein anderes Gebiet zu suchen, dabei wissen viele noch nicht mal, dass es Katzentherapeuten gibt. Letztendlich bin ich dabei geblieben, weil ich Menschen mit Katzen so gut unterstützen und anleiten kann. Meine Arbeit ist wichtig.

Ist Selbstständigkeit ungesund?

Zu Beginn meiner Selbstständigkeit habe ich nicht den Wert meiner Dienstleistung gesehen. Ich hatte falsche Vorstellungen, war nicht klar genug, habe meine Grenzen nicht ausreichend kommuniziert und dann kam noch meine Helferlinie durch.

Ich dachte auch ich müsste zu Beginn besonders günstig sein. Jetzt weiß ich, das war falsch.

Ich dachte es wäre höflich immer alles für meine Kunden zu machen. Ich dachte es wäre nicht höflich zu sagen, wenn ich gemerkt habe: Das geht jetzt in die falsche Richtung.

Ich habe inzwischen erkannt: Das war Unsinn.

Selbstständigkeit ist dann also ungesund, wenn ich all diese Punkte nicht beachte und mich aufopfere. Davon hat am Ende weder mein Kunde noch ich etwas.

Es ist an mir als Unternehmerin den Rahmen vorzugeben, damit sich alle sicher fühlen können.

Es ist an mir als Unternehmerin aufzuzeigen, was es bereits alles kostenlos gibt in Form von Podcasts, Blogartikeln, Social Media Inhalten etc., damit meine Beratung, meine Wissensvermittlung, mein Mentoring von Menschen mit Katzen den korrekten Stellenwert nach außen zeigt.

Selbstständigkeit kann also ungesund sein, aber es zu ändern liegt in meiner eigenen Hand.

Christiane Schimmel im Wald

Wie kann ich ein gesundes Verhältnis zu meinem Business haben?

Ich wollte nie wieder so erschöpft sein und mich einfach nur nach einer Pause sehnen.

Wie ich das gemacht habe: Eigenverantwortung

Ich habe überlegt wo ich etwas ändern kann. Die anderen kann ich nicht ändern, aber ich kann mir ansehen, was ich selbst anders machen kann.

In welche Rolle hatte ich mich begeben und was hatte ich davon in dieser Rolle zu bleiben. Die immer Helfende bekommt Anerkennung. Schon als Krankenschwester war der häufigste Satz der mir gesagt wurde: „Also das was Sie da machen könnte ich nicht.“ und es schwang immer etwas Mitleid mit. Anstatt: Ich bewundere Ihr Können und Ihre Fähigkeiten.

Ich schrieb mir all meine Rollen in den verschiedenen Situationen auf und schaute mir jeweils an: was habe ich davon, will ich das wirklich und wenn nein: wie ändere ich es. Das mache ich auch immer noch so.


Eine meiner wichtigsten Erkenntnisse: Bleib bei dir. Super einfach gesagt, aber eines der Schwierigsten.

Ich habe das so für mich gelöst:

  • Ich habe mir Ruhepausen gegönnt. Momentan finde ich es entspannend bei unseren Hühner zu sitzen und sie einfach zu beobachten.
  • Ich habe meinen Kalender nicht mehr so voll gepackt, damit nicht dieses Gefühl aufkommt: „wieder nicht alles geschafft“
  • Ich habe -Achtung ja das darf man- mein Telefon ausgestellt. Du kannst mich erreichen, aber meine Stimme nennt dir freundlich meine E-Mail Adresse. Schriftlich kann ich dann meine Antworten gesammelt geben und muss mich nicht vor die Entscheidung stellen: „Gehe ich jetzt ran oder lasse ich es sein.“
  • Ich mache regelmäßig etwas für MICH!
  • Ich gehe nach jedem Mittagessen mindestens eine halbe Stunde spazieren.

Es hat fast 10 Jahre gedauert, bis ich erkannt habe, dass das keine verschwendete Zeit ist.


Und wann immer möglich, verbinde ich das was ich unterrichte und weitergebe, mit dem was für mich ebenfalls wichtig und herzerfüllend ist. In meinem Fall ist es, neben den Katzen, die immer meine erste Mission bleiben werden, das Strömen (Jin Shin Jyutsu).


Selbstständig zu sein bedeutet zum großen Teil: Wachsen und Persönlichkeitsentwicklung.


Eines kann ich dir versprechen: Du bist nach einigen Jahren nicht mehr dieselbe Person. Und das meine ich im positiven Sinn.

Mein Weg zur gesunden Selbstständigkeit


Hab Mut und vertraue dir!

Begleite deine sterbende Katze

Fast mein ganzes Leben begleiten mich Katzen. Das Thema Tod gehört zum Leben dazu, wie die Geburt. Anders aber als über die Geburt, sprechen viele nicht so gerne über den letzten Lebensabschnitt.

Ich möchte dir in diesem Artikel „Begleite deine sterbende Katze“ vorstellen, wie sich meine Sicht auf den Tod verändert hat. Indem ich dir erzähle, was ich erlebt habe und was sich bei mir verändert hat, findest du vielleicht auch für dich einen guten Weg, der für dich das Thema leichter macht. Ein Weg, der für dich mit einer positiven Emotion verknüpft ist.

Wenn du lieber hören, anstatt lesen möchtest: Hier findest du meine Podcast-Episode zu diesem Thema: Vom Leben und vom Sterben

Meine Mission in der Kindheit: Katzen-Retterin

Meine ersten Begegnungen mit Katzen hatte ich schon, als ich noch sehr klein war. Wir hatten mal eine kleine verängstigte schwarze Katze. Sie blieb nicht lang. An sie habe ich nur eine verschwommene Erinnerung.

In meiner Kindheit zogen wir dann in ein kleines Dorf, in die Mühle. Dort hatte ich engen Kontakt zu vielen Tieren. Ich lebte mit Kühen, Schweinen und Katzen.

Es gab dort aber auch einen Bauer, der seine Katzen leider nicht kastrierte und so gab es immer wieder kleine Kätzchen mit denen er aber nichts anzufangen wusste. Ich half der Mutterkatze, indem ich immer gut beobachtete, wo sie ihr Versteck hatte und dann bat ich meinen Vater mit mir in die Stadt zu fahren. Sobald es möglich war, sammelte ich die Kätzchen ein, packte sie in einen Karton und los zogen mein Vater und ich Hand in Hand. Er klingelte für mich an der Tür und mir als kleines Mädchen konnte damals keiner widerstehen. Ich schaffte es immer wieder, die Kätzchen gut unterzubringen. Ich kam ohne kleine Kätzchen nach Hause und war überglücklich.

Ich wurde älter und nahm selbst Katzen auf. Es waren Geschwister-Katzen vom Bauernhof. Als ich einmal im Urlaub war, hatte ich eine Bekannte gebeten, für die Katzen zu sorgen. Leider hat sie aus Unachtsamkeit die Balkontür gekippt gelassen und das kleine Kätzchen verletzte sich schwer dadurch. Sie überlebte den Unfall nicht und der Verlust war sehr schwer für ihren Bruder.

Eines Tages war er verschwunden. Viele Jahr später habe ich erfahren, dass er lange allein herumirrte, bevor auch er Ruhe fand.

Sissy

Mit Sissy änderte sich mein Leben

Sissy kam als kleines Kätzchen zu mir, auch sie kam von einem Bauernhof. Sie hat die wilden Zeiten meines Lebens mitgemacht. Ich habe sie sehr geliebt!

Sissy akzeptierte niemanden neben sich, im wahrsten Sinne des Wortes. Es gab eine missglückte Zusammenführung, die mich in Krankenhaus brachte. Mir wurde eine junge schwarze Katze ans Herz gelegt. Ich gab mein Bestes, aber damals hatte ich noch nicht das Wissen von heute und nicht immer liegt es in unseren Händen. Beide Katzen hatte ich von Anfang an getrennt, aber meine Wohnung gab nicht viel Platz her, so dass sie lediglich durch eine Tür getrennt waren. Sissy benutzte ihr Katzenklo nicht mehr und das Markieren beider Katzen mit Urin wurde sehr massiv. Sie mochten sich absolut nicht. Eine zufällige Begegnung endete in lautem Kreischen beider Katzen. Sie waren ineinander verbissen. Damals noch unbedarft ging ich dazwischen und die schwarze Katze biss herzhaft zu, gleich mehrfach. Am nächsten Tag sah meine Hand gar nicht mehr gut aus und ich wurde von meinem Hausarzt umgehend in die Notaufnahme geschickt. Nachdem ich nicht dort bleiben wollte nach meiner Behandlung, stand ich mit 2 dick eingebundenen Händen vor meinem Auto. Ein Bus brachte mich schließlich heim. Zum Glück blieben mir nur Narben. Für die kleine schwarze Katze fand ich einen guten Platz.

Sissy verschwand sogar mal für eine ganze Zeit. Sie hatte es geschafft ein gesichertes Dachfenster zu öffnen und verschwand über das Dach. Wir sahen noch ihre Kratzspuren auf den Dachziegeln, als sie versuchte sich festzuhalten, was ihr aber nicht gelang. Wir suchten verzweifelt und klopften überall, machten Aushänge. Ich erhielt sogar einen Anruf eines kleinen Mädchens: Sie hätte meine Sissy gefunden. Als ich die Eltern anrief, stritten sie alles ab. Plötzlich stand Sissy sehr abgemagert, nach einigen Wochen plötzlich wieder vor unserer Tür. Meine Theorie: sie wurde einfach mitgenommen, hat dort aber nicht gefressen hat, was letztendlich mein großes Glück war.

Als Sissy dann sehr krank wurde, begann mein zweites Leben. Ich arbeitete mich tief in die Traditionelle Chinesische Veterinär Medizin (TCVM) ein und absolvierte die Abschlüsse als Tierheilpraktikerin, Katzenpsychologin und Tierkommunikatorin. Ohne Sissy wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin. Dafür bin ich ihr sehr dankbar!

Letztendlich ging es ihr immer schlechter und ich stand vor einer Entscheidung, die ich damals dachte, treffen zu müssen. Ich rief die behandelnde Tierärztin an, die zu mir nach Hause kam und wir waren uns einig, Sissy hatte nicht mehr lang zu leben. Also entschieden wir, ihr Leben zu beenden. Die Tierärztin euthanisierte Sissy bei mir zu Hause. Sie starb in meinen Armen. Ich war untröstlich und quälte mich mit dem Gedanken, ob es wirklich die richtige Entscheidung gewesen war.

Ihr Tod zeigte mir etwas auf: Es musste einen anderen Weg geben, als den Tierarzt zu holen. Es war zu schmerzhaft, zu sehr von mir festgelegt und es hat mich lange begleitet. Jeder kennt diese Gedanken: War es der richtige Zeitpunkt? Und ich muss im Nachhinein sagen: Nein war es nicht. Ja sicher, die Tierärztin hat mir damals zugestimmt. Nur nachdem ich mich mit den Sterbephasen auseinandergesetzt hatte, merkte ich, ein Leben abrupt zu beenden ist kein Akt der Gnade oder geschieht dem Tier zuliebe. Es geschieht, weil wir Menschen es nicht aushalten. Diese Erkenntnis hat meinen Blick auf das Thema Sterben für immer verändert.

Jerome war mein Lehrer

Jerome war der lebenslustigste, unkomplizierteste Kater, den ich je kennenlernen durfte. Bis zu seinem Tod war er immer etwas unnahbar was Körperkontakt anging, aber er verstand sich mit den anderen Katzen sehr gut und verband sie alle. Er konnte diese verrückte Bewegung: Er drehte sich in der Luft, wenn er mitten im Sprung bemerkte, dass da doch ein Hindernis war. Er sah aus wie ein Reh beim Sprung. Ich konnte ihm stundenlang zusehen. Manchmal stellte er sich in den Treppenaufgang und brüllte einfach drauflos, als wenn er überprüfen wollte, ob er noch hören konnte und wie der Schall sich heute verbreitet.

Ich hatte ihn, zusammen mit Sully aus dem Münchner Tierheim geholt. Beide mit schweren Herzfehlern, beide quasi unvermittelbar, beide für mich bestimmt. Die Zeit mit Jerome verflog viel zu schnell.

Ich wusste er wird nicht lange bleiben, aber diesmal hatte ich einen anderen Weg vor Augen. Ich werde mit ihm zusammen bis ans Ende gehen. Ich werde für ihn da sein und nur er alleine wird bestimmen, wann dieser Zeitpunkt ist.

Wie ich Jerome beim Sterben begleitet habe

Es war nicht sein Herzfehler, sondern ein Lymphom, das seinen Körper so schwächte, dass er sich auf den Weg machte. Ich las also nochmal das Buch: *)Das tibetische Buch vom Leben und Sterben und beschäftigte mich mit den Sterbephasen. Er war mein erster Kater, den ich so begleitete und er zeigte mir jede Phase deutlich an, damit ich auch gut folgen konnte.

Mal mochte er es kalt, mal warm. Mal wollte er bei uns sein, mal zog er sich zurück. Er schaffte es in seinen letzten Tagen nicht mehr auf die Toilette, hörte auf zu fressen und bewegte sich kaum noch. Ich war für ihn da.

Jerome Begleite deine sterbende Katze.

Der Tag des Abschieds

Ich folgte der Morgenroutine mit meiner Tochter. Wir standen auf, frühstückten und -anders als sonst- gingen wir noch zu Jerome und meine Tochter, damals keine 3 Jahre alt sagte zu ihm: „Du kannst jetzt nach Hause gehen.“

Und das tat er.

Ich habe den Vormittag mit ihm verbracht, bot ihm Trinken an, brachte ihm gekochtes Hühnchen in seine Kratzbaumhöhle, in die er sich zurückgezogen hatte. Er aber mochte nicht mehr. Es war mehr für mich zur Beruhigung, um zu wissen alles getan zu haben. Bis zum letzten Tag habe ich ihn unter anderem homöopathisch begleitet. Sehr geholfen hat uns allen die Tierkommunikation.

Noch einmal versuchte er auf Toilette zu kommen, schaffte es nicht und legte sich schließlich auf seinen Lieblingsplatz, die Babywippe meiner Tochter. Dort lag er in der Sonne, während ich bereits mehr als nur einmal mit meinen Tränen kämpfte.

Er ging am 15. Februar 2017 kurz nach Mittag. Ich war bei ihm als er begann zu krampfen und so sein Leben auf Erden gehen zu lassen. Mein Herz tat sehr weh, aber andererseits war es eines meiner schönsten Erlebnisse.

Nur Gismo ging noch leichter und hinterließ ein fast noch größeres Loch in unseren Herzen.

Gismos letzter Weg

Gismo war ein quirliges drahtiges Kätzchen mit eigenem Kopf. Besonders als die Demenz einsetzte und sie betagter wurde, kam noch der „Altersstarrsinn“ dazu. Langweilig war es nie mit ihr. Rief sie doch mit ihrer ewig kratzigen Stimme alle zusammen, wenn es etwas Leckeres gab. Da sie schon nicht mehr gut hörte und auch das Sehvermögen nachließ, störte sie sich nicht an den anderen Katzen.

Gismo hatte ich mit 15 Jahren ebenfalls aus dem Münchner Tierheim geholt.

In ihren letzten Wochen benötigte Gismo viel Pflege. Als sie 21 wurde, brauchte sie Windeln und auch sonst viel Zuwendung. Aber natürlich kümmerten wir uns gern um sie. Wir lagerten sie um, nahmen sie so oft wie möglich mit in den Garten und sie freute sich über jede Streicheleinheit. Auch wenn sie am Ende fast taub war, tat es gut, wenn wir alle zusammen um sie herum saßen und ich las meiner Tochter das Buch: *)Der klitzekleine Engel hilft beim Abschied vor.

Gismo an ihren letzten Tagen. Begleite deine sterbende Katze.

So ging Gismo

In der Nacht vom 31. August auf den 1. September 2019 wusste ich, dass ich Gismo diesmal mit ins Bett nehmen würde. Ich spürte ihren unruhigen Atem, machte meinen Mann wach und wir hielten sie, als sie leise zitternd ihren letzten Atemzug tat.

Wir waren furchtbar traurig. Sie ging, als es Zeit war für sie, ohne ein unnötiges Einschreiten von außen.

Sie bekam alles damit es ihr gut ging, bis sie gehen konnte. Jerome holte sie ab.

Meine Tochter hatte diesmal deutlich mehr zu knabbern. Ich weckte sie auf, damit auch sie sich noch direkt verabschieden konnte.

Plötzlich war es so still im Haus, trotz all der anderen Katzen. Es hat eine ganze Zeit gedauert, bis sich die Kater neu geordnet hatten. Meine Tochter malt noch heute Bilder von „ihrer Mismo“ und spricht über sie.

Finde deinen Weg um deine Katze zu begleiten

Ich habe sehr viele Jahre als Krankenschwester gearbeitet. Was brauchen die Menschen am Ende ihres Lebens am Ehesten? Ja sicher Medikation, um keine Schmerzen zu haben, nicht zu leiden, aber immer und vor allem Fürsorge und Dasein.

Ich habe mit meinen drei Katern Balduin, Azrael und Darwin in der tiergestützten Therapie eine ältere Dame daheim begleitet. Genauso wünsche ich es mir auch, wenn mein Erdenleben endet. Liebevolle Menschen um mich und Katzen!

Du brauchst keine Angst vor dem Sterben deiner Katze zu haben. Ja, es ist traurig und es kostet auch viel Kraft am Ende, aber es lohnt sich! Ich kenne den Unterschied wie es sich anfühlt, wenn ich entscheide, dass eine Seele geht. Und was für positive Gefühle mich begleiten, wenn sie selbst wählen darf.

Palliativmedizin ist in der Humanmedizin selbstverständlich und sollte es auch in der Veterinärmedizin sein.

Der Tod kann uns Angst machen. Wenn du dich aber damit auseinandersetzt, was wann im Körper passiert, dann wirst du ruhiger sein und dich ganz auf deine Katze konzentrieren können.

Für uns Zurückbleibende ist es schwierig und wir machen uns Gedanken, ob wir nun alles richtig machen. Werde ruhig, sei für deine Katze da und vertraue deiner Intuition!

Wenn es dir zu schwer erscheint: Hol dir Hilfe! Es gibt einige Tierheilpraktiker:Innen und auch Tierärzt:Innen, die dich und deine Katze auf diesem Weg begleiten.

Hast du auch eine Geschichte dazu? Erzähle mir davon.

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Neue Partnerkatze: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Eine deiner Katzen ist gestorben und du überlegst, ob und wann es an der Zeit ist, dass deine andere Katze wieder jemanden an ihrer Seite braucht. Den richtigen Zeitpunkt zu finden ist gar nicht so einfach, denn Katzen trauern – genau wie wir Menschen auch. Und wenn du ehrlich bist, ist die hinterbliebene Katze ja nicht die einzige, die trauert. Auch du selbst musst den Verlust verarbeiten. Dieses Thema ist also vielschichtiger, als du vielleicht glaubst. Hier erfährst du, was du bedenken solltest, bevor du auf die Suche nach einer neuen Partnerkatze gehst.

1. Ist eine neue Partnerkatze überhaupt eine gute Idee?

Stell dir am besten zuerst die Frage: Braucht meine Katze einen neuen Partner? Denn das ist nicht immer die beste Lösung. Frage dich:

  • Wie viel Zeit ist vergangen seit dem Tod?
  • Wie hat sich eventuell das Wesen der hinterbliebenen Katze verändert?
  • Möglicherweise ist sie sogar aufgeblüht?
  • Trauert sie vielleicht gar nicht sichtbar?
  • Schmust sie mehr und ist dabei entspannter?
  • Schläft sie plötzlich mit im Bett?

Dann denk darüber nach, ob deine Katze nicht alleine glücklicher wäre. Und bedenke auch ihr Verhalten: Hat sie vorher immer die andere Katze gejagt oder hatte unglaubliche Angst vor ihr, wird sich dieses Verhalten vermutlich auch bei einer neuen Partnerkatze wieder zeigen.

Sei bei dieser Entscheidung bitte unbedingt ehrlich zu dir! Möchtest du eine Katze für dich oder für deine Katze? Geh in dich und überlege gut, was hinter dem Wunsch steht.

2. Gib der Trauer Zeit, bevor du eine neue Partnerkatze auswählst

Wenn du nachgedacht, beobachtet und festgestellt hast, dass deine Katze wieder jemanden braucht, dann warte unbedingt die Trauerphase ab. Denk an deine eigenen Erfahrungen mit Verlust: Wenn ein dir geliebter Mensch gestorben ist, wärst du sicher auch nicht damit einverstanden, dass jemand anderes so rasch wie möglich diesen Platz einnimmt?

In der Trauer gibt es bestimmte Phasen, die man durchläuft. Wie schnell und wie heftig man diese Phasen durchlebt, das ist ganz unterschiedlich. Aber in jedem Fall braucht die Verarbeitung Zeit. Ich persönlich würde mindestens 2 Monate warten, um der Trauer Raum zu geben. Sowohl für deine Katze, als auch für dich. In dieser Zeit kannst du auch gut herausfinden, welchen Typ deine Katze als „Neue“ bevorzugen würde.

Katzenzusammenführung für ein glückliches Katzenleben

3. Wie wählst du eine neue Partnerkatze aus?

Deine Katze hat sich immer gut verstanden mit der anderen Katze? Nach der Trauerphase hast du immer noch den Eindruck, dass da eine Partnerkatze an ihre Seite gehört? Dann mach dich auf die Suche. Geh dabei aber nicht nach der Fellfarbe, sondern dem Charakter und danach wie gut diese Katze sozialisiert ist.

  • Welche Charaktereigenschaften findest du bei deiner Katze?
  • Ist sie ruhig oder verspielt?
  • Wie hat sie bisher auf andere Katzen reagiert?
  • Gab es da Abneigungen oder Vorlieben?
  • Ist sie stark an dich als Mensch gebunden oder mag lieber den Freiraum?

All das solltest du beachten. Vielleicht schreibst du diese Charaktereigenschaften deiner Katze sogar auf, um noch mehr Klarheit zu gewinnen. Denn Gedanken sind flüchtig, eine schriftliche Liste kannst du immer weiter ergänzen. Bei der Auswahl der neuen Partnerkatze ist das Geschlecht weniger wichtig; der Charakter und das Wesen sollten passen.

Ist es leichter, ein Kitten dazuzunehmen? Möglicherweise. Ich würde es aber nicht unbedingt empfehlen. Das Jungtier könnte den etwas älteren Kater nerven. Tendenziell würde ich eher ein ähnliches Alter und einen ähnlichen Charakter suchen, mit einem ähnlichen Spielverhalten. Das wäre dann auch ein Grund gleichgeschlechtlich zu bleiben: Weibliche und männliche Katzen spielen in der Regel anders. Ausnahmen gibt es natürlich immer, aber meist ähnelt sich das Spielverhalten bei gleichgeschlechtlichen Katzen mehr.

4. Zusammenführung mit der neuen Partnerkatze

Wenn du eine Katze gefunden hast, die gut zu deiner passen würde, dann kannst du testen, wie „kompatibel“ die Katzen sind. Mit kleinen Tüchern nimmst du den Geruch der jeweiligen anderen Katze auf. Diese Tücher verschließt du luftdicht und präsentierst sie dann deiner Katze.

Gibt es Fauchen und andere starken Reaktionen? Dann wäre ich vorsichtig mit dem Zusammenführungsversuch. Wenn es aber keine starke Abwehrreaktion gibt: Nur zu! Hier findest du Wege, wie du die weiteren Schritte bei der Zusammenführung planen kannst: Katzenzusammenführung, so klappt es.

Du möchtest dieses Thema lieber auf die Ohren? Dann kannst du dir hier meinen Podcast dazu anhören: Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine neue Partnerkatze?

Katze als Haustier? Diese Fragen solltest du dir vorher stellen

Haustier: ja oder nein? Ein Hund? Eine Katze? Oder etwas ganz anderes? Bei der Entscheidung für oder gegen ein Haustier gibt es viele Aspekte, die zu bedenken sind. Wir sollten genau überlegen, ob ein Tier in unseren Haushalt und zu unserem Lebensstil passt. Und wenn ja: welches Tier?

Neulich erst wurde ich mit den entsprechenden Überlegungen einer Freundin konfrontiert. Normalerweise bekomme ich solche Überlegungen leider erst gar nicht mit oder lese sie zufällig hier und da. Aber meist werde ich erst hinzugezogen, wenn es Probleme gibt.

Bei meiner Freundin überlegt die ganze Familie gemeinsam. Das finde ich schon mal super! Denn es sind immer alle Familienmitglieder beteiligt, wenn man ein Tier bei sich aufnehmen will.

In diesem Artikel nehme ich dich mit und kläre die gängigsten Fragen für alle, die sich gern ein Haustier in die Familie holen möchten.

Die falschen Gründe für ein Tier

Kann man denn Haustiere aus den falschen Gründen holen? O ja! Da gibt es viele! Häufig schaffen sich Menschen Haustiere aus den falschen Motiven heraus an.

Sehr oft holen sich Familien ein Haustier, weil das Kind sich ein Tier wünscht. Klar, die Kids kennen Haustiere aus Büchern und Geschichten oder aber sie haben Freunde, die ein Tier haben. Und schwupps wünschen sie sich auch eins. Das ist aber nicht automatisch gut. Denn Kinder können nicht abschätzen, wie viel Arbeit und Verantwortung so ein Haustier mit sich bringt.

Das bedeutet: Ein Haustier für das Kind ist nur dann eine gute Idee, wenn die Eltern das auch selbst wollen, denn die Verantwortung liegt dabei ganz bei den Erwachsenen. Es reicht einfach nicht, wenn das Kind das Tier liebhat, sondern das sollte für alle Familienmitglieder so sein. Wenn das der Fall ist, ist es super, wenn Kinder mit Tieren aufwachsen.

Ein anderer Grund, sich ein Haustier zu holen, ist Mitleid mit dem Tier. Man möchte das arme Wesen aus einer misslichen Lage befreien, es „retten“. Natürlich ist es gut, wenn man sich um Tiere kümmern möchte, aber oftmals werden dadurch Menschen unterstützt, die keine guten Absichten haben. Zum Beispiel, wenn man sich Tiere von Vermehrern holt. Oder aber, wenn man sich ein Tier ins Haus holt, das eigentlich gar nicht gewollt ist.

Es kann auch sein, dass der Mitleids-Gedanke so stark ist, dass man nicht auf andere Umstände achtet. So passiert es oft, dass das „gerettete“ Tier ganz und gar nicht zu den anderen Tieren passt, die bereits im Haushalt leben. Hinterfrage daher deine Gründe und Motive für ein Tier. Niemandem ist geholfen, wenn am Ende jemand unglücklich ist mit der Situation.

Möchtest du eine Katze? Das solltest du bedenken

Balduin und Christiane

Bei den Überlegungen meiner Freundin wurden auch Gründe für oder gegen eine Katze in die Diskussion eingebracht. Ich war erstaunt, wie viele Fragen kamen, die es für die Familie zu klären gab.


1. Katzenhaare – okay oder nicht?

Ja, Katzen haaren. Damit musst du rechnen, wenn du dir eine Katze anschaffst. Wenn eines der Familienmitglieder das nicht mag, dann lieber kein Haustier mit Fell, also auch keinen Hund. Das ist okay, wenn man mit Tierhaaren ein Problem hat. Nur sollten alle ehrlich sein in diesem Punkt, bevor sich am Ende jemand ständig über die Katzenhaare ärgert.

2. Wie viel Zeit braucht eine Katze an Betreuung?

„Ich möchte lieber eine Katze als einen Hund, weil mich eine Katze weniger Zeit kostet. Ich muss nicht Gassi gehen, die Katze beschäftigt sich gern allein, die Katze schläft eh viel…“

Nun ja. Wenn du dir wirklich eine Katze holen willst, dann solltest du bereit sein, auch Zeit mit ihr zu verbringen. Ich denke, als Halter solltest du dich deiner Katze mindestens 2 Stunden pro Tag widmen. Das ist das absolute Minimum! Spielen, Füttern, Katzenkloreinigung, Trainieren… und da ist das Kuscheln noch nicht mal eingerechnet 😊

3. Sind Katzen günstiger als Hunde?

Ich bin mir nicht sicher, ob Katzen wirklich günstiger sind als Hunde – du musst grundsätzlich mit Kosten rechnen, wenn du dir ein Haustier holst. Ich rechne pro Monat für eine Katze 100 €, dabei ist Geld für den Tierarzt schon mit beiseitegelegt.

Wenn also Geld ein Thema ist, dann prüfe lieber noch einmal ganz genau, ob du dir dein Haustier wirklich leisten kannst. Denn allein von Luft und Liebe können auch Katzen nicht leben.

4. Kann man Katzen beibringen, nicht überall hinzugehen?

„Katzen kann man ja nicht einschränken. Sie müssen immer überall hin. Dagegen kann man nichts machen.“

Ehm… jein. Ja sicher, man sollte seinen Katzen so viel Raum wie möglich geben. Aber man kann Bereiche haben, die für Katzen unzugänglich sind.

Wir zum Beispiel hatten das Kinderzimmer die ersten 2 Jahre unzugänglich für unsere Katzen gemacht. Damit hatten wir begonnen, noch bevor ich schwanger wurde. Hier findest du einen ausführlichen Artikel zum Thema Kind und Katze.

5. Gibt es Allergiker in der Familie?

Katzen können Allergien auslösen, Hunde ebenso – es kommt auf das Tier und auch auf die Beschaffenheit des Fells an. Sollte also jemand in der Familie allergisch reagieren, dann nützt es nichts, nur einen unzugänglichen Bereich zu haben. In solch einem Fall solltest du dir erst gar kein Haustier holen, das die Allergie hervorrufen kann.

6. Katzen im Bett – ist das okay?

Katzen schlafen einfach zu gerne mit im Bett. Selbst wenn sie ihren eigenen Platz haben, kommen sie gern vorbei und schlafen auf oder im Bett. Bei uns sieht das dann manchmal schon lustig aus…6 Katzen, Kind und wir zwei Erwachsenen… meist ziemlich am Rand vom Bett und oft ohne Bettdecke. Muss man mögen 😉

7. Bringen Katzen Mäuse nach Hause?

Katzen bringen Mäuse… ja, das stimmt. Wenn deine Katze in den Garten kann, wird sie Mäuse jagen und diese eventuell auch mal ins Haus bringen. Wenn du das für unzumutbar hältst, dann ist eine Katze vielleicht nicht das richtige für dich. Aber im Grunde ist es einfach das natürliche, ganz normale Verhalten der Katze. Man gewöhnt sich an die kleinen „Gaben“.

8. Kann man Katzen erziehen?

Natürlich kann man das! Und es wird deine Katze sogar freuen. Katzen lieben es zu lernen – mit uns, von uns und miteinander. Wenn Katzen allerdings über Jahre keinen Input von Menschen bekommen, geben sie irgendwann auf. Dann schlafen und fressen sie eben.

Dabei lieben Katzen das Training mit dem Clicker und können dabei zeigen, was sie alles können. Und: Erziehung ist nicht nur das klassische Clickertraining, sondern auch alles andere, was Katzen von uns lernen. Sie finden schnell heraus, was wir Menschen mögen und was nicht.

Aber Achtung! Katzen machen Dinge nicht aus Protest! Ich finde diese Vorstellung immer wieder lustig, dass die Katze dasitzt, grübelt und überlegt, wie sie uns wohl am besten ärgern kann… Sie verhält sich nur, wie sich eine Katze eben verhält. Und wenn wir etwas nicht wollen, dann müssen wir es unserer Katze eben beibringen. Erfahre hier mehr zum Thema Training für Katzen.

9. Wir sind viel unterwegs – geht das mit Katze?

Wenn du viel unterwegs bist und deine Katzen das Reisen nicht gewohnt sind, dann ist ein Hund eventuell die bessere Wahl. Sicher gibt es Möglichkeiten, aber es ist eben nicht immer jemand da, der die Katze nehmen kann, wenn man verreist ist. Die beste Freundin, die zu einem zieht, während man weg ist und die Katzen gut versorgt, hat nicht jeder. Ich auch nicht 😉

Katze als Haustier? Wenn’s passt, passt’s.

Du siehst also: Es gibt viel zu bedenken, wenn du dir ein Haustier holen willst. Denn wir sprechen hier über ein Lebewesen, für das wir Verantwortung tragen. Daher solltest du die Entscheidung nicht leichtfertig treffen.

Wenn du aber alle Aspekte abgewogen hast und gern einen tierischen Begleiter bei dir aufnehmen möchtest, dann solltest du es auch tun. Denn die wunderbaren Momente, die du dann mit deinem Haustier erleben wirst, sind es ganz sicher wert.

Wenn du ernsthaft überlegst, zum ersten Mal eine Katze zu dir zu holen, ist der Rundum-alles-was-du-über-Katzen-wissen-solltest-Kurs das Richtige für dich! In 14 Modulen lernst du wirklich alles, was du brauchst, um mit deiner Katze glücklich zu werden.

Kind, Katze, Schwangerschaft

Katzenzusammenführung-so klappt es

Die besten Methoden zur Katzenzusammenführung –

Und wie du deine Katzen glücklich machst

Der Überraschungseffekt

Katzenzusammenführung muss sein. Denn Katzen brauchen Spielkameraden. Katzen hält man mindestens zu zweit. Katzen brauchen Artgenossen.

All das höre ich erstaunlich oft. Und dann berichtet mir jemand von „wir haben einen Katzenbesuch geplant“. Aus dem „netten Spielbesuch“ oder der „leichten Zusammenführung“ ist in Windeseile ein haltloses Desaster entstanden. Zum Entsetzen aller Beteiligten.

Lautes Schreien erklingt, ein durchdringendes Brummen ertönt, eine buckelige Katze faucht entsetzt auf, Krallen sind gezückt und bereit, sich zu verteidigen. Da lernt man seinen Schmusetiger einmal von einer anderen Seite kennen.

Manchmal ist es auch weniger offensichtlich. Der geliebte Schmusetiger verkriecht sich und leidet still. So viel zu Katzenzusammenführung.

Klar, manchmal geht es auch gut und passt gleich. Wow, ein echtes Glück. Aber Vorsicht, das ist die Ausnahme.

Es ist wie bei uns Menschen. Wollen wir einen Fremden bei uns einziehen lassen?

Wir suchen uns Menschen, die zu uns und unserem Leben passen.

Und damit ist der Anfang schon gemacht: Wir suchen Katzen, die zueinander passen. Und wir fragen uns nach dem GRUND: WARUM wollen wir noch eine Katze bei uns einziehen lassen?

Wie finde ich heraus, wer mit wem glücklich ist?

Antworten gibt es wie Sand am Meer, aber keine, die immer passt und pauschal anwendbar ist. Also auch ganz wie bei uns Menschen.

Kleine Katzen passen immer und Kater sind verträglicher. Katzenzusammenführung geht einfacher mit Katzenbabys. Ne. Das sind eben die Verallgemeinerungen, die ein Stubentigerleben auf den Kopf stellen.

Also überleg mal, aus welchem Grund du eine weitere Katze möchtest: Eine Empfehlung? Langweile? Vielleicht ist sie aggressiv? Suchst du einen Spielpartner? Warum möchtest du eine Katzenzusammenführung?

Gerade Katzen, die bereits lange allein leben, möchten oft auf artgenössische Gesellschaft verzichten. Da spielt es keine Rolle, ob sie lange allein sind und/oder von sich aus gern allein sind.

Denk nur an deinen Schmusetiger. Was wünscht er/sie sich?

Genaue Beobachtung hilft dir, um sich für oder gegen eine Katzenzusammenführung zu entscheiden:

Zum Beispiel – Eine Katze verstirbt und nun bleibt die andere allein zurück. Dann warte 6-8 Wochen und schaue genau, wie verhält sie sich denn? Blüht sie auf? Sucht sie deine Nähe? Dann schenk ihr deine ganze Liebe.

ODER ist sie unruhig und weint? Frisst wenig und zieht sich auch zurück? Nach einer Trauerzeit überlege dir, welche Katze jetzt ein guter Freund ist. Und wie du eine sichere Katzenzusammenführung machen kannst.

Zum Beobachten gehört auch:

  • Ist meine Katze ruhig?
  • Ist sie ein Herumtober?
  • Neugierig?
  • Ängstlich?

Denn Tiere mit ähnlichem Temperament finden meist leichter zusammen und ergänzen sich besser.

3 mögliche Katzenzusammenführungen

  1. Huhu, hier bin ich! Und wer bist du?
  2. Ok, hier wohnst also du. Dann schau ich mich mal vorsichtig um.
  3. Die sichere Version

 

1.Huhu, hier bin ich! Und wer bist du?

Das ist ein reines Glücksspiel. Kann gut gehen, muss aber nicht. Selbst wenn die Katzen prima ausgesucht sind, kann es dabei zu einer „doofen ersten Begegnung“ kommen. Und Katzen vergessen NICHT.

Wie sieht die Katzenzusammenführung da aus?

Der Transportkorb mit dem neuen Mitbewohner/in wird in den Raum zum alten Mitbewohner gestellt. Die Tür vom Korb geht auf und… Überraschung! Kann das gut gehen? Sicher kann es das, wie gesagt muss aber nicht.

Leider ist das im Tierheim oder in Pflegestellen meist nur so möglich.

Vorteil:

  • Es geht schnell.

Nachteil:

  • Es kann zu schweren Verletzungen führen.
  • Möglicherweise zu einer irreparablen Angst der Katzen voreinander
  • Oder auch einem sehr langen Weg hin zu einer Partnerschaft.

Würde ich so eine Katzenzusammenführung riskieren? Nein. Ich würde es mir nicht verzeihen, wenn durch meine Ungeduld die erste Begegnung ein Desaster wird.

2. Ok, hier wohnst also du. Dann schau ich mich mal vorsichtig um – der Mittelweg

Ein Weg, den viele Katzen mögen.

Und so kann der Mittelweg – Katzenzusammenführung aussehen (ein wenig vom neuen Zuhause abhängig):

  • Du bereitest ein Zimmer für den Neuankömmling vor und dort darf er erstmal ankommen.
  • Er bekommt Futter, Trinken und hat ein Katzenklo.
  • Du besuchst ihn immer wieder, um zu spielen und zu schmusen, falls er das mag.
  • Gegenstände oder Decken, auf denen der Neuankömmling gelegen hat, kannst du deiner alteingesessenen Katze zum Beschnuppern geben.
  • Nach 3 Tagen öffnest du einen Spalt die Tür, bleibst dabei und lenkst gegebenenfalls ab.
  • Die Wohnung hast du so präpariert, dass die Katzen sich gut aus dem Weg gehen können, es möglichst wenig freie Flächen gibt und dafür viele Versteckmöglichkeiten.

Es gibt sogenannte Peace Maker Katzen, die sich stressfrei begegnen können. Vorausgesetzt, beide Katzen sind gut sozialisiert.

Vorteil:

  • Gute Chancen auf eine friedliche Katzenzusammenführung.
  • Die Katzen können sich aus dem Weg gehen.
  • Und sie haben vor der ersten Begegnung bereits den Geruch des neuen Mitbewohners kennen gelernt.

Achtung! Faucht eine der Katzen schon allein bei dem Geruch der anderen, dann auf jeden Fall der „sicheren Variante“ folgen.

Nachteil:

  • Diese Zusammenführung kann ebenfalls wie die „Huhu hier bin ich“ – Methode schiefgehen und zu einem längeren Prozess der Gewöhnung führen.

3. Die sichere Version Katzenzusammenführung – auf Nummer sichergehen, lohnt sich immer

Eine super Variante, wenn bereits eine Katzenzusammenführung schiefgelaufen ist. Die Katzen NICHT optimal zusammenpassen oder Vorerkrankungen bekannt sind und kein stabiles Immunsystem gegeben ist.

Und so geht man vor:

  • Geruch des Neuankömmlings dem alten Mitbewohner zum Kennenlernen geben. Oder positiv verstärkend trainieren.
  • Erst wenn das klappt, dann kannst du weitermachen.
  • Jetzt den Geruch des Neuankömmlings im ganzen Haus/Wohnung verteilen. Und zwar möglichst auf Katzenhöhe an den Wänden. Das geht gut mit einem Handtuch.
  • Vorbereitung beider Katzen mit Nahrungsergänzungsmitteln, um eine positive Grundstimmung zu erzeugen.
  • Beide Katzen sollten KEINE akuten Schmerzen haben.
  • Tierkommunikation / Systemische Aufstellung
  • Der Neuankömmling kommt in ein separates Zimmer mit allem, was er benötigt. Also Fressen und Katzenklo und Schmusekissen nicht vergessen.
  • Du passt eine Gittertür deinem Türrahmen an, möglichst so dass ein Ein- und Aushängen leicht möglich ist.
  • Ein positiv verstärkendes Training beider Katzen unterstützt den Prozess hervorragend.
  • Dann beginnt die eigentliche Zusammenführung an der Gittertür. Du öffnest die Gittertüre erst dann, wenn beide völlig entspannt sind, wenn sie aufeinandertreffen.

Vorteil:

  • Du kannst jederzeit einen Schritt zurückgehen und dich damit perfekt deinen Katzen anpassen.

Nachteil:

  • Es ist zeitaufwendig.

Ich habe bereits viele Katzenzusammenführungen im eigenen Haus gehabt: Und es gibt NICHTS Schöneres als eine gelungene Schmusetiger Zusammenführung.

Merke: Jede Katze ist ein Individuum mit eigenem Charakter und braucht etwas anderes!

Deine ganzheitliche Katzentherapeutin

Christiane Schimmel

Deine Katzen haben sich schon mal gut verstanden, aber plötzlich ist es aus mit dem Katzenfrieden? Hier bekommst du kostenlose Informationen: Kostenlose Checkliste 10 Gründe warum deine Katzen sich gerade nicht riechen können.

Die 10 wichtigsten Unwörter, wenn du mit Katzen zusammenlebst und wie du sie vermeiden kannst

Du fragst dich vielleicht, warum deine Katzen sich dafür interessieren sollten was du sagst? Unsere Gedanken bestimmen unser und das Leben unserer Katzen.

Es geht weniger um die Wörter selbst, als viel mehr um das was dahintersteht.

Ein Beispiel: Nennst du deine Katze Chaos, wird wohl was passieren? Sie wird Chaos entweder verursachen oder du hast sie bereits so erlebt und jedes Mal, wenn du das Wort Chaos im Kopf formst, wird das Universum dir genau das geben: Chaos.

Unser Leben wird im Allgemeinen sehr von unserem Denken beeinflusst. Woher unsere Katzen wissen wann wir ein Leckerli in der Hand haben und wann eine Tablette? Weil wir es in unserem Kopf geformt haben…(und vermutlich aus einer anderen Schublade holen). Unsere Stimmung ändert sich mit unseren Gedanken und unsere Katzen sind feinfühlige Wesen, die darauf reagieren.

Wenn mir ein Katzenhaushalt beschrieben wird, höre ich oft folgende Wörter:

·         Chef

·         Boss

·         Opfer

·         Zicke

·         Dumm

·         Faul

·         Gemein

·         Hinterhältig

·         Problemkatze/Problemkater

·         Chaoskatze/Chaoskater

Wenn du dir jetzt die Wörter mal so durchliest…was empfindest du? Nicht sehr nett, oder?!

Und genau dieses Gefühl was dahintersteht, werden unsere Katzen aufnehmen.

  • Bist DU der Meinung, dass einer der Kater IMMER der Boss ist, dann wirst du bewusst und unbewusst dazu beitragen, dass es sich für dich so anfühlt.
  • Hast du starkes Mitleid mit der Katze, welche gerade gemobbt wurde, verstärkst du eventuell dieses unangenehme Gefühl bei ihr. Mitgefühl haben ja, Mitleid nein. Ich habe dazu diesen Beitrag geschrieben:  Warum Mitleid nicht gut ist
  • Wenn du eine deiner Katzen für dumm und faul hältst, wird sie womöglich nie schaffen ausreichend Selbstvertrauen aufzubauen.
  • Die nachgesagte Hinterhältigkeit lässt sich mit genauer Beobachtung oft erklären.

Wie also kann man diesen Wörtern entgehen?

Versuche nur und ausschließlich das Verhalten zu beobachten und die Körpersprache deiner Katze zu lesen.

Anstatt: Warum haut der gemeine Chefkater mal wieder die arme Susi…

–> Susi geht nah (ca. 10cm) am Kater vorbei. Kater dreht sich rasch um und haut zu.

Damit lässt du die Emotionen draußen und schaust dir die Situation an. Und wie könnte man diese eine Situation interpretieren? Susi hat möglicherweise den persönlichen Raum vom Kater unterschritten und wurde darauf hingewiesen. Damit dreht sich die Sichtweise komplett!

Unsere Gedanken bestimmen unser und das Leben unserer Katzen.

Es gibt natürlich sehr viel mehr zum Beobachten am Körper der Beiden. Solche Situationen mal zu filmen, hilft oft schon sehr.

Und was kannst du nun tun? Das kommt sehr auf die Situation an. Das Selbstbewusstsein einer ängstlichen scheuen Katze zu stärken ist immer ein guter Weg.

Hast du mehrere Katzen? Dann bau in deinen Alltag Spielzeiten mit deinen Katzen ein und besonders gut für das Selbstbewusstsein funktioniert Training.

Deine ganzheitliche Katzentherapeutin

Kind & Katze

Die Vorstellung

Wie romantisch wird es oft dargestellt. Kinder und Tiere. Sie leben in reiner Harmonie zusammen, einfach so, weil die Natur es so vorgesehen hat. Die Natur hat einiges vorgesehen, aber keinesfalls die Art und Weise in der wir heute leben und schon gar nicht unsere Tiere. Betrachten wir mal die verschiedenen Ansichten. Einige sind der Meinung es sei unumgänglich das Kinder mit Tieren aufwachsen, damit sie gesund und liebevoll heranwachsen. Andere wiederum halten ihre Kinder fern von allem Natürlichen. Du ahnst es schon. Beides sind Extreme und damit nicht meine Ansicht.

Auch beim Zusammenleben gibt es diese extremen Ansichten. Von „das findet sich schon von alleine“ bis hin zur Abgabe der Katzen. In einigen Büchern wird dann die Theorie beschrieben und was man was wie tun soll. Auch ich hatte mich als ich schwanger gewesen bin an diese Theorie gehalten. Da wir umgezogen sind, noch bevor ich schwanger war, wurde gleich eines der Zimmer als Kinderzimmer erkoren und die Katzen durften diesen Raum von Beginn an nicht betreten. Das war noch einfach. Dann versuchten wir ein Babybett mit einem Netz so zu bespannen, dass das Baby Luft bekommt und die Katzen aber nicht hineingelangen können. Dazu komme ich später nochmal. Und dann passierte das, was man eigentlich nicht machen sollte…durch starke Blutungen war ich gezwungen daheim zu liegen. Die Katzen bekamen also sehr viel mehr Zuwendung als je zuvor und die große Fallhöhe in die wenige Zeit mit Baby war vorprogrammiert.

Gesundheitliche Gefahren

Sonst sehr auf Bedacht, dass ich nicht erkranke während der Schwangerschaft, war mir aufgrund meiner Ausbildung als Tierheilpraktikerin und meinem Wissen in der Katzenpsychologie bewusst, dass die Gefahr der Toxoplasmose geringer war, als man oft zu hören bekommt. Mehr Sorge machte mir hantieren mit Fleisch und Erde. Mit Handschuhen war das aber leicht zu lösen. So reinigte ich auch die Katzentoiletten, kaum zu vermeiden, wenn man ein Katzenhotel führt 😊

Es sollte sogar noch eine taube Katze mit einziehen, aber das gelang leider nicht.

Schwangerschaft und Katze

Mein Rat: Bemuttere nicht Deine Katze, ganz besonders nicht bevor Dein Kind da ist. Deine Katze wird nicht verstehen, wenn es sich plötzlich nicht mehr um sie dreht. Da wären wir wieder bei der Vorstellung. Diese etwas verklärte Vorstellung von der mit dem Kind kuschelnden Katze. Keine Frage, das gibt es, aber nicht immer. Jeder der eine Katze hat weiß: Katzen sind Individualisten. Manche Katzen können schon nicht gut mit dem Geruch umgehen, den eine Schwangere ausströmt und andere ertragen das Gefühlschaos nicht. Wieder andere stört das alles gar nicht. Ich würde in jedem Fall vorsorgen. Umsonst ist es nie, sich mit dem Wohl der Katze auseinander zu setzen.

Vorbereitung

Was kann man nun also tun? Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen mit Bach-Blüten gemacht und der Tierkommunikation. Jeder hatte sein eigenes Fläschchen und bekam jeden Tag ein paar Tropfen davon. Ich habe die Mischung immer wieder angepasst. Wenn man ganz besonders vorbildlich ist, trainiert man mit den Katzen und zwar besteht dies in dem Fall darin, „Babydinge“ mit Positivem zu verknüpfen. Du wickelst eine Puppe und die Katze bekommt ein paar Leckerli, wenn sie in Entfernung sitzen bleiben. Du kannst auch trainieren, dass sie das Babygeschrei nicht als bedrohlich empfinden, aber dein Kind wird anders schreien als eine Stimme aus dem Lautsprecher und somit ist damit „nur“ die oberste Spitze genommen. Meine Empfehlung ist aber trotzdem immer, die Katzen so gut wie möglich auf alles vorzubereiten.

Baby

Nun ist das Baby da. In dieser Phase, versuche gute Freunde zu motivieren, um sich zwischendurch mit den Katzen zu beschäftigen. Wenn Du vorher Deine Katzen vorbereitet hast, werden sie es auch gut verkraften, wenn sie eine zeitlang nicht so viel Aufmerksamkeit wie vorher bekommen. Wenn Du Dein Baby hältst und auf der Couch sitzt und auch noch Kraft dafür hast, könntest Du ein wenig mit einer Katzenangel spielen. So kann sich das Baby auch gleich einiges abschauen. Kinder lernen weniger durch Worte und Erklärungen, als vielmehr durch das Zusehen.

Ich hatte zu Beginn noch die Vorstellung das ich alle Katzen selbstverständlich mit in mein Bett lasse wie bisher. Nach meinem Notfallkaiserschnitt war ich aber so froh, wenn ich mal die Augen schließen konnte, dass ich einfach keine Ruhe hatte, so lange Baby und Katzen zusammen lagen. Meine Katzen haben es sehr gut hingenommen, aber ich hätte es im Nachhinein früher begonnen zu trainieren, das das Schlafzimmer eine zeitlang katzenfrei bleibt. Das Netz über dem Babybett erwies sich als vollkommen unsinnig, da die Katzen Wege hineinfanden, aber meine Tochter etwas eingesperrt darunter lag. Das entfernten wir recht rasch wieder 😉

Kinder

Je älter die Kinder werden, desto wichtiger wird das Miteinander von Katze und Kind. Ich habe niemals meine Katzen alleine mit dem Baby gelassen, vor allem als es angefangen hat zu krabbeln und zu greifen. Machen die Katzen schlechte Erfahrungen mit dem Baby, werden sie das nicht vergessen und umgekehrt ebenso. Besonders wichtig sind an dieser Stelle die Ausweichmöglichkeiten der Katzen. Alles was sonst auch wichtig ist, wird hier nochmal mehr in den Vordergrund gerückt.

Inzwischen hat meine Tochter ihr Zimmer den Katzen geöffnet, was mich sehr gefreut hat. Diese Entscheidung hatte ich ganz ihr überlassen und nun nutzen die Katzen es gerne als Rückzugsgebiet tagsüber.

Mit einiger Vorbereitung und trotz nicht ganz idealen Bedingungen lebe ich mit meiner Tochter und 7 Katzen in einem Haus glücklich zusammen und zuerst wird nach dem Kindergarten die geliebte Gismo begrüßt 😊

 

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