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Wie du ein wunderbares Weihnachten mit deinen Katzen erlebst!

Weihnachten ist das Fest der Liebe! Eine besinnliche Zeit, die wir gerne mit unserer Familie verbringen. Gilt das auch für unsere Katzen? Unsere Samtpfoten sind Gewohnheitstiere. An den Festtagen und Silvester stellen wir ihre Gewohnheiten meist völlig auf den Kopf. Gefahren und Stressfaktoren lauern überall.

Wie kannst du also die Gefahren umgehen und ein entspanntes Fest mit deiner Katze erleben?

Am besten gefallen ihr wohl noch die lustigen bunten Kugeln am Weihnachtsbaum. Apropos Weihnachtsbaum… Aber beginnen wir vorne.

Welche Gefahren lauern an Weihnachten für unsere Katzen?

Plätzchen, Schokolade, Geschenkband, Schmuck am Weihnachtsbaum, Weihnachtssterne, Amaryllis….

Das sind alles Gefahren? Und ob! Und noch mehr.

  1. Weihnachtsbaum

Es beginnt bereits bei der Wahl der Tannenart, denn Tannennadeln sind giftig. Weiter geht es bei der Deko: Glaskugeln, Kerzen, Lametta, Schoki können Verletzungen und Magen-Darm Probleme verursachen. Und natürlich der Aufstellort ist wichtig. Unsere kleinen Kletterkünstler können den Baum zu Fall bringen.

Sicher geht’s du, wenn du die Tipps beherzigst:

  • Kaufe eine Nordmanntanne
  • Dekoriere mit Holz, Papier, Stroh (ich liebe es!), Nüsse
  • Lichterketten
  • Stabiler und schwerer Weihnachtsbaumständer
  • Stelle deinen Baum in eine Ecke, wenn möglich keine typische Kletterecke deines Stubentigers

ACHTE gut darauf, dass die Katze keinesfalls an das Wasser gelangen kann, das den Baum versorgt. Es kann bereits genug Giftstoffe enthalten.

Du trainierst mit deiner Katze? Wunderbar! Du kannst ihr viele andere Möglichkeiten zum Austoben und Beschäftigen zeigen, die sich mehr lohnen, als an den Baum zu gehen! Wenn du die Möglichkeit dazu hast, stell den Baum in einem abschließbaren Raum auf. Dann kannst du den Zugang versperren, wenn du außer Haus bist.

  1. Blumen, Naschereien und hübsche Geschenkbänder

Weihnachtsstern und Amaryllis sind ein hübsches Mitbringsel. Leider giftig für Stubentiger, die gerne an Pflanzen knabbern. Also hochstellen, rausstellen, wegstellen oder jemand anderem eine Freude damit machen.

Zart schmelzende Schokolade enthält Theobromin, besonders dunkle Schokolade. Also ab mit der leckeren Schoki in den Schrank oder außerhalb der Reichweite deines Kletterkünstlers aufbewahren.

Geschenkbänder! Wusstest du, dass Katzen NICHT ausspucken können? Wenn sie also freudig angefangen mit einem Geschenkband zu spielen und lustvoll daran zu nagen, MÜSSEN sie es schlucken. Oh! Die Schäden am Darm sind grauenvoll!

  1. Stressiger Besuch

Was freuen wir uns, wenn die Familie eintrudelt. Freuen sich unsere Stubentiger auch?

Mhm. Dein Besuch ist das i-Tüpfelchen bei all den neuen Gerüchen und Änderungen. Jeden Tag ändere Hände, die streicheln wollen und wieder fremde Gerüche mitbringen. Ganz schön viel für unsere Fellnasen.

Was also tun, um den Stress zu reduzieren?

  • Schaffe Rückzuggebiete und mache sie schmackhaft
  • Beschäftige dich genüg mit deinem Stubentiger, denn da fühlen sie sich besonders wohl
  • Leckerlis in einem Fummelbrett sind jetzt auch spannend
  • Versuche, die Lautstärke normal zu halten – Weihnachtslieder darfst du natürlich trällern 😉

KEINE Tiere unter den Weihnachtsbaum! Solltest du also deinen Freunden gegenüber mal erwähnt haben, dass du gerne noch eine 3. oder 4. Katze hättest, dann mache gleich klar: Ein Weihnachtsgeschenk ist eine Katze trotzdem nicht. Denn das willst du gut planen. Mehr zu dem Thema „Katzenzusammenführung“ kannst du hier lesen. (Katzenzusammenführung so klappt es)

Das Beste zum Schluss: Geschenke für die Katze.

Legst du Geschenke für deine Katzen mit unter den Weihnachtsbaum? Ich habe das eine Zeit lang gemacht! Und ich habe es geliebt, die Geschenke auszupacken.

Erwarte aber nicht zu viel Freude bei deinen Katzen 😉. Es ist vielmehr als Freude für uns Katzenliebhaber gedacht! Deine Stubentiger freuen sich über Leckerlis!

 

Heiße Tipps to go:

  • Achte auf die Tannenart, die du aussuchst – Nordmanntanne
  • Sicherung der Nordmanntanne – stabiler Ständer
  • Weihnachtsbaumschmuck katzensicher – Holz, Papier, Stroh
  • Katzen beschäftigen und ablenken – Leckerlis Vorrat auffüllen
  • Auf gefährliche Dinge für die Katzen achten wie:
    • Weihnachtsstern
    • Geschenkbänder
    • Schokolade
    • Alkohol

Wenn du all diese Dinge beachtest, wird es sicher ein wunderbares Fest zusammen mit deinen Katzen!

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Der Katzenclan könnte dann für dich genau das Richtige sein. Hier kannst du mehr darüber erfahren: Dein Katzenclan

Wie gebe ich meiner Katze Medikamente

Medikamente geben – Kampf mit der Katze oder ganz einfach?

Eines der häufigsten Probleme, von denen ich höre, ist neben dem Transportieren der Katze, dass diese nun plötzlich Medikamente benötigt. Als Inhaberin eines Katzenhotels kommt dann die Frage: Also unser Paul, der hat nun Diabetes. Nehmen Sie ihn trotzdem auf? Es ist ein wenig schwierig. Oder unsere Merle bekommt so Pillen wegen ihrer Schilddrüse. Daheim geht das meist mit Leckerli, funktioniert das dann auch in der Pension?

Meine Antwort wie immer: Kommt ganz darauf an.

Ich biete unter anderem Workshops zum Klickertraining an. Und warum? Weil es so vieles einfacher macht.

Klickern? Training?

Aber das ist doch eine Katze. Die trainiert man doch nicht.

Das Training ist eine Art der Beschäftigung für die Katze, welche sehr gerne angenommen wird. Ob man nun viele Tricks kann oder sich lieber körperlich betätigt dabei, spielt keine Rolle, so lange man das Training nicht in einer Verhaltensproblematik beginnt.

Wie aber startet man? Überlege dir zuerst was dir selbst besonders liegt und als nächstes was die Vorlieben deiner Katze sind. Starte zuerst mal mit einem Plan. Schreibe dir auf was du dir als Ziel setzt und wie du dahin kommen könntest. Meist ist es ratsam sich langsam dem Ziel zu nähern und mit kleinen Schritten vorwärts zu gehen, diese dann aber sicher. Ich vergleiche das ein bisschen mit Geige spielen. Training mit Katzen ist aber beileibe nicht so langwierig und schwierig zu Beginn 😉 Wenn du anfängst Geige zu lernen, musst du erstmal lernen die Geige zu halten und dann den Bogen und dieser muss dann gerade auf den Saiten gezogen werden, dann kommen wieder die Finger der linken Hand dazu, welche die Geige hält usw.. Du beginnst niemals damit Paganini zu spielen 😊

Wenn du einen Plan hast, dann übe erstmal trocken.

In welche Hand nehme ich den Klicker? Wie mache ich das mit den Leckerlis? Und worauf muss ich bei der Katze achten? Das sind erstmal viele Dinge auf einmal. So wie beim Geige spielen 😉 Wenn es ohne Katze gut funktioniert wird es spannend. Wie reagiert deine Katze? Beobachte sie gut. Am besten du lässt von Anfang an ein Video mitlaufen. Du wirst im Nachhinein am Besten beurteilen können, wenn du noch etwas ändern möchtest, an welcher Stelle nachgebessert werden kann.

Es gibt viele Möglichkeiten Medikamente zu verabreichen: In Leckerlis, im Futter, flüssig direkt, als Tablette oder Kapsel direkt oder deine Katze muss inhalieren oder bekommt Spritzen unter die Haut, vielleicht musst du daheim auch Infusionen geben.

Folgendes Vorgehen hat sich für mich am sinnvollsten gezeigt:

Etabliere einen Ort für die Medikamentengabe. Zuerst gib dort was Leckeres und verbinde es mit einem Wort: Da bist du ganz frei. Ich nutze „Medizin“. So weiß die Katze immer was als nächstes passiert. Dann überlege in welcher Form du die Medikamente geben möchtest oder musst. Wenn du inhalieren musst, gibt es weniger Ausweichmöglichkeiten als mit notwendigen Tabletten. Manche Tabletten kann man auflösen, andere gehen wiederum nicht mal geteilt. Erkundige dich bei deinem Tierarzt bitte.

Dann starte mit etwas Leckerem, sag aber vorher immer das Wort, welches du gewählt hast. Dann belohne. Auch hier ist ganz individuell wie immer, was deine Katze als Belohnung ansieht.

Musst du Blutzucker messen und Insulin spritzen, weil deine Katze Diabetes hat? Lass dir zeigen wie es geht. Das erfordert etwas mehr an Vorbereitung und Training. Das Prinzip ist aber auch hier dasselbe.

Wichtig! Die Belohnung kommt nach der vermeintlichen oder echten Medikamentengabe. So wird es dir deine Katze nicht krumm nehmen, wenn es mal nicht so gut schmeckt.

Katzen behalten sehr gerne die Kontrolle und wenn deine Katze weiß was auf sie zukommt, ist die Gabe der Medikamente kein Glücksspiel mehr.

Der Start

Wie beginnt man nun mit dem Training? Zuerst sollte deine Katze lernen dass der Klick oder ein bestimmtes Wort eine Bedeutung haben und es danach IMMER eine Belohnung gibt.

Wenn das gut klappt, dann geht es weiter mit dem Platz, an dem es Medizin gibt und am Ende kommt deine Katze angelaufen, wenn du „Medizin“ sagst und wartet auf seine Medikamente.

So läuft es im Idealfall.

Brauchst du Unterstützung?

Deine Katzenspezialistin

Christiane Schimmel