Tierkommunikation: So hilft sie dir und deinem Tier

Du kennst dein Tier und doch wunderst du dich sicher manchmal über sein Verhalten. Da hat dein Tier vielleicht „einen schlechten Tag“, es benimmt sich anders als üblich? Oder es lässt auf einmal das Futter stehen, das doch seit Jahren so gut angenommen wurde? Vielleicht hast du auch mehrere Tiere, die sich immer gut verstanden haben und ganz plötzlich können sie sich nicht mehr ausstehen? In solchen Momenten wünschst du dir manchmal, du könntest mit Tieren sprechen? Einfach mal hören, was los ist. Und welche Probleme es gerade gibt. Bei Menschen würden wir ja auch ein Gespräch führen, oder? Tierkommunikation hilft dir dabei, dein Tier besser zu verstehen und solche Situationen gelassen zu meistern.

Mit Tieren reden? Auch ich war skeptisch

Als ich das erste Mal mit Tierkommunikation in Berührung kam, war ich überaus skeptisch. Mit Tieren reden? Wie soll das gehen? Die sprechen eine andere Sprache! Solche oder ähnliche Gedanken kennst du sicher. Und erst einmal sollte sich mein Unbehagen gegenüber der Tierkommunikation auch bestätigen.

Ich war damals in einer Ausbildung zur Tierheilpraktikerin und es bot sich die Gelegenheit, bei einem Schnupperkurs zur Tierkommunikation teilzunehmen. Die Mehrzahl der Teilnehmerinnen war mir suspekt: Was sie erzählten, schien mir zu unwirklich. Aber neugierig wie ich bin, ließ ich mich darauf ein.

Wie spirituell ich eigentlich selbst bin, ohne es zu wollen, war mir damals gar nicht bewusst. Ich war hochschwanger und fragte die Kursleiterin, Beate Seebauer, ob sie mir sagen könnte, ob ich ein Mädchen oder einen Jungen bekommen würde. Sie sagte ganz klar, die Energie eines Mädchens sei in mir. Und so war es dann auch. Ich bekam eine Tochter. Mit dieser Erkenntnis war der erste Samen bei mir gesät. Das Spüren und Wissen um Verborgenes war also doch möglich.

Aber konnte das jeder? Damals dachte ich noch es wären nur wenigen Menschen möglich. Inzwischen weiß ich: Jeder kann es.

Meine erste Tierkommunikation

Sobald es mir nach der Geburt meiner Tochter wieder möglich war, begann ich die Ausbildung zur Tierkommunikatorin, selbstverständlich bei Beate Seebauer. Sie hatte mir gezeigt, dass man durchaus geerdet und im Hier und Jetzt sein, aber gleichzeitig auch mit Tieren sprechen kann. Heute sind Gespräche mit Tieren für mich genauso normal wie das morgendliche Zähneputzen.

Ich hatte zwar in den Schnupperkursen bereits Kontakt mit Tieren aufgenommen, aber so „richtige“ Gespräche kamen dann erst während der Ausbildung zur Tierkommunikatorin zustande. Es war überwältigend.

Wie erstaunt war ich aber, was alles während der Ausbildungszeit mit mir geschah. Durch Meditationen, geführte Seelenreisen und vor allem die Aufstellungen kam jeder an seine ganz eigenen Weggabelungen und Labyrinthe. Am Ende des Weges war ich nicht mehr dieselbe.

Und da Übung ja bekanntlich den Meister macht, nutzte ich jede sich bietende Gelegenheit, mit Tieren zu sprechen, zuallererst natürlich mit meinen eigenen.

Wann nutze ich die Tierkommunikation

Mittlerweile geht das Kommunizieren mit meinen Tieren weit über Fragen hinaus, die nur ihr Wohlbefinden betreffen. Es geht auch um Entscheidungen, die ich treffe und Wege, die ich gehe. Wer könnte mir besser einen Rat geben als meine weisen Tiere?

Wenn du aber startest und dich fragst, welche Themen und Fragen die richtigen sind, dann findest du hier ein paar Beispiele:

  • Wie geht es dir?
  • Was kann ich dir Gutes tun?
  • Kann ich dir bei einem bestimmten Problem helfen und wenn ja, wie?
  • Magst du dein Futter?
  • Welches Spielzeug bevorzugst du?
  • Was wünschst du dir?

Das sind nur ein paar wenige Vorschläge und am häufigsten gestellte Fragen. Im Grunde kannst du einfach alles fragen. Ganz so, wie du auch mit einem Menschen reden würdest.

Wie funktioniert die Tierkommunikation?

Stell dir vor du telefonierst, aber am anderen Ende der Leitung ist dein Hund oder deine Katze oder dein Pferd oder eben das Tier, mit dem du sprechen möchtest. Ich persönlich überlege nie vor dem Telefonat, wie das eigentlich geht und warum Menschen, die sich hunderte Kilometer entfernt befinden, mich hören können, obwohl ich nicht schreie 😉

Es gibt energetische Wege und Ebenen, die wir nicht gänzlich erklären können. Aber sie sind da. Wir alle haben diese telepathischen Fähigkeiten, die meisten von uns verlernen sie allerdings, wenn sie erwachsen werden. Du kannst diese Fähigkeiten aber wieder aktivieren. Und je mehr du übst, desto sensibler stellst du deine Antennen wieder ein.

Welche Sinne du brauchst, ist gar nicht so eindeutig zu sagen: Manche sehen etwas, andere hören oder wieder andere bekommen eher Farben und Gefühle als Antwort. Alles ist trainierbar, wie ein Muskel. Entscheidend ist das Vertrauen.

Je häufiger und je länger du mit Tieren sprichst, desto mehr Vertrauen wirst auch du gewinnen.

Du möchtest starten? Dann sei beim Einführungswochenende in die Tierkommunikation, die systemische Aufstellung und Jin Shin Jyutsu (Strömen) dabei. und du bekommst von mir die drei wichtigsten Instrumente an die Hand, um nicht nur mit deinen Tieren zu sprechen, sondern auch etwas tun zu können. Nach dem Wochenende wirst du auf jeden Fall mit einem Tier Kontakt aufgenommen haben. Das zu erleben, ist immer wieder magisch.

Wie steht es um deine Beziehungen? Systemische Aufstellungen zeigen es

Vielleicht hast du mal eine Situation erlebt, in der etwas nicht stimmte. Du hast gespürt: „Da ist irgendetwas.“ Aber du konntest es nicht genau fassen? Du konntest nicht herausfinden, wie das gerade mit dir und deinem Leben zusammenhängt? In einer solchen Situation kann es helfen, eine systemische Aufstellung zu machen. Denn du bewegst dich nicht im luftleeren Raum, sondern in verschiedenen Rollen und Systemen. Doch diese sind dir vielleicht manchmal gar nicht so bewusst. Systemische Aufstellungen können Beziehungsstrukturen sichtbar machen. Durch sie kannst du ein Bewusstsein dafür entwickeln, was du und andere Beteiligte in einer Situation wirklich brauchen.

Wir alle leben in Systemen zusammen. Dabei meine ich nicht nur die Familie oder so etwas wie Schulsysteme, sondern auch abstrahierte Systeme abseits von Organisationen oder Beziehungsstrukturen. Wirklich alles kann in Zusammenhang stehen – du allein bist auch ein System. Denn in dir trägst du verschiedene Anteile, Rollen, Emotionen, Bedürfnisse. Und die können sich manchmal auch in die Haare kriegen. Solche Beziehungen und Konflikte sichtbar machen, das gelingt mit systemischen Aufstellungen.

Systemische Aufstellungen: Was passiert da?

Viele Probleme versuchen wir mit dem Kopf zu lösen. Sehr häufig schauen wir uns Probleme von außen an wie ein logisches Rätsel. Dabei vergessen wir oftmals leider unsere Emotionen. Diese sind aber besonders wichtig, um manchen Problemen auf die Schliche zu kommen. Denn manchmal entstehen regelrechte Dominosysteme, die sich gegenseitig zu Fall bringen. Es kann eben doch in bestimmten Situationen wichtig sein, ob ein Sack Reis irgendwo umfällt. Alles steht miteinander in Verbindung.

Bei systemischen Aufstellungen werden alle Mitglieder oder Entitäten (also Anteile oder Aspekte) eines Systems aufgestellt. Ganz real, in einem Raum. Das geht mit Menschen, aber auch mit Figuren, die stellvertretend für die Menschen oder Aspekte des Systems stehen.

Es gibt bei jeder Aufstellung einen Leiter. Eine andere Person bringt ein Problem mit. Und die anderen Personen „übernehmen“ dann die Rollen von zum Beispiel anderen Menschen oder auch Gefühlen, Orten, Emotionen.

Hat man keine Gruppe, so kann man wie oben erwähnt auch Figuren aufstellen. Dann kann auch eine Person alleine die systemische Aufstellung machen. Das erfordert allerdings viel Übung und Erfahrung.

Was sind Ergebnisse der Aufstellung?

Was so ganz genau bei einer Aufstellung mit dem Fragesteller passiert? Ehrlich gesagt bin ich der Meinung, dass wir Menschen viele Phänomene nicht zu 100% lösen und erklären können. Ich für meinen Teil brauche das auch nicht. Hier geht es ja eben nicht um Analyse, sondern um Gefühle und ein aufmerksames Betrachten aller beteiligten Parameter.

Meine Empfehlung: Lass dich in systemischen Aufstellungen mal als Stellvertreter mit aufstellen. Das kann dich im wahrsten Sinne des Wortes umhauen. In jedem Fall ist es immer ein absolutes Erlebnis.

Spirituell oder esoterisch musst du übrigens nicht sein. Systemische Aufstellungen sind eine erprobte und weit verbreitete Methode in der systemischen Therapie. Und es ist auch kein Rollenspiel oder so etwas, sondern soll die Beziehungen, Verstrickungen oder Konflikte der beteiligten Personen oder Teile sichtbar machen.

Typische Fragen in der Aufstellung

Im Grunde kannst du einfach alles aufstellen.

  • Du fragst dich ob dein Pferd sich im neuen Stall wohlfühlt?
  • Vielleicht bist du dir nicht sicher ob der neue Job, die neue Wohnung das Richtige ist?
  • Du hast ein emotionales oder körperliches Problem, welches einfach nicht gehen will?

Die Gründe können so vielfältig sein, wie wir Menschen unterschiedlich sind. Manchmal liegen die Ursachen in der Gegenwart und sind gut greifbar, manchmal haben sie möglicherweise etwas mit vergangenen Leben zu tun.

In einer Aufstellung werden wir geleitet durch Erkenntnisse und das Spüren. Ich war schon oft sehr erstaunt, wo wir landen. Ein vermeintlich kleines Problem stellt sich plötzlich als eine karmische Aufgabe dar. Und einige uns unlösbar erscheinende Probleme sind manchmal ganz einfach zu beheben.

Ich selbst nutze systemische Aufstellungen zusammen mit der Tierkommunikation immer, wenn ein neues Tier einzieht oder es Unstimmigkeiten in der Gruppe gibt.

Zu spüren was im anderen vorgeht, geht weit über ein Gespräch hinaus.

Systemische Aufstellungen: Wie lassen sich dadurch Probleme lösen?

Wie hilft dir nun so eine Aufstellung beim Lösen von Problemen? Um sich der Wirkung zu nähern, schauen wir uns am besten ein Beispiel an:

Stellen wir uns eine Situation vor, in der eine Familie sich vergrößert. Es kommen also weitere Familienmitglieder dazu. Das System verändert sich, denn es gibt mehr Akteure und der Raum muss neu verteilt werden. In der Aufstellung kann ich mich in jedes Familienmitglied einfühlen. So weiß ich am Ende, ob jemand besonders viel Angst hat oder wo sich Konflikte verbergen. Mit diesem Wissen kann ich entsprechend reagieren.

Ein anderes Beispiel:

Wie fühlt es sich an, im neuen Zuhause zu sein? Vielleicht ist da ein ungutes Gefühl? Auch so eine Situation kann ich aufstellen. Systemische Aufstellungen verändern unseren Blick auf die Situation. Daher passieren nach einer Aufstellung oft Dinge, die durch die Aufstellung in unser Bewusstsein gekommen sind. Vieles ändert sich dann, auch ohne dass wir aktiv werden müssen. Im Beispiel mit dem neuen Zuhause folgt dem unguten Gefühl möglicherweise die Absage vom Vermieter.

Es gibt ein nicht sichtbares Feld um uns, das wir mit unseren Taten, Gedanken und Emotionen ändern. Dieses Feld wird von jedem anders wahrgenommen. Was uns Menschen aber im Allgemeinen auszeichnet, ist eine außerordentliche Neugier und der Wunsch, Dinge zu verstehen.

Dabei haben mir Aufstellungen sehr geholfen. Aufzudecken, warum ich so eine Affinität zu Holz habe, wieso ich mit bestimmten Emotionen häufiger belegt bin und wieso mein Bestreben zu helfen so stark ausgeprägt ist… All das habe ich in systemischen Aufstellungen herausgefunden.

Aufstellungsarbeit: Kann das jeder lernen?

Du brauchst dafür keine besonderen Fähigkeiten. Im Grunde können wir es alle. Eine gewisse Offenheit und Sensibilität schadet dabei nicht. Aber auch wenn du bisher der Meinung bist, nicht spirituell zu sein, kannst du die Aufstellungsarbeit lernen.

Besonders kraftvoll finde ich die Kombination: Tierkommunikation, Systemische Aufstellungen und Jin Shin Jyutsu (Strömen). Deswegen biete ich alles zusammen an einem Wochenende an. Du kannst mit mir gemeinsam lernen und erfahren, wie die Aufstellungsarbeit wirkt. Und du kannst erfahren, welche kraftvollen Erkenntnisse über dich selbst, deine Katze und euer System du gewinnst:

Azrael Training

Wunden, Tierarzt, Zeckenbisse: Medical Training mit Katzen

Niemand mag es, krank zu sein oder zum Arzt zu gehen. Auch deine Katze nicht. Selbst Vorsorge-Untersuchungen oder Körperpflege können unangenehm sein. Daher ist es besser, wenn man regelmäßig mit den Tieren trainiert. Dieses Medical Training bereitet aber nicht nur auf Tierarzt-Besuche vor und entspannt die Situation bei Fell- oder Zahnpflege der Katze. Nein, das Training mit Katzen ist auch super zur Beschäftigung, denn du verbringst exklusive Zeit mit deiner Katze und ihr habt beide Freude daran. Beziehungsarbeit also. Nur wenige Minuten am Tag bringen tolle Ergebnisse.

Unterstütze deine Katze, wenn es medizinische Probleme gibt

Mir persönlich ist es besonders wichtig, dass ich mich gut um meine Katzen kümmern kann, wenn mal etwas ist. Dazu gehört zum Beispiel Zecken ziehen zu können oder mal ins Maul zu schauen. Sie hat eine Wunde und muss daheim versorgt werden? Kein Problem.

Damit das gut klappt, trainiere ich regelmäßig mit meinen Katzen. Wenn man das nämlich in den Alltag einbaut, ist es nicht nur hilfreich, sondern macht auch noch Spaß.

Ich persönlich habe im Medical Training folgende Reihenfolge:

  • Medikamente geben können
  • Fellpflege (Kämmen bis hin zum Scheren falls notwendig)
  • Krallen stutzen
  • Kontrolle Maulbereich (wobei sich das automatisch bei der Medikamentengebe ergibt)
  • Spritzen geben: Sollte deine Katze mal Diabetes oder ein Nierenproblem bekommen, ist es auch wichtig Spritzen geben zu können, zu infundieren und Blutzucker zu messen.

Wenn du Medical Training mit deinen Katzen machst, vergiss nicht den Spaß dabei. Katzen merken sofort, wenn wir zu verbissen sind.

Medical Training mit Katzen: Medikamente geben

Da ich bereits einen Artikel dazu geschrieben habe, hier nur kurz das Wichtigste: Mach die Medikamentengabe nicht vom Glück abhängig. Deine Katze nimmt Tabletten in Leckerlis? Das ist super! Was aber wenn ihr schlecht ist?

Du kannst es auch so trainieren, dass deine Katze die Tablette aufnimmt, ganz egal ob mit oder ohne die Leckerlis.

Das Medical Training zur Tabletten-Aufnahme kannst du so aufbauen, dass es ganz selbstverständlich in den Alltag integriert wird. Deine Katzen bekommen regelmäßig etwas direkt von dir eingegeben und danach gibt es eine Belohnung.

Hier kannst du zur Vertiefung den Artikel zur Medikamentengabe lesen:

Wie gebe ich meiner Katze Medikamente?

Wenn deine Katze und du soweit seid, dass du ihr in den Maulbereich fassen kannst, dann kannst du auch mit dem Zähneputzen starten. Denn gerade Katzen haben zunehmend Probleme im Zahnbereich und dadurch oft dauerhaft Schmerzen, nicht selten unerkannt. Ein Dentalröntgen (spezielles Röntgen der Zähne) bleibt aber unabdingbar.

Fellpflege: Auch Bestandteil von Medical Training

Auch wenn deine Katzen kurzes, robustes Fell haben, genießen es viele Katzen, mit der Bürste quasi massiert zu werden. Dadurch lösen sich alte Hautschüppchen und loses Fell, das sonst im Magen landen würde, ist schon mal weg. Daher ist Fellpflege auch ein wichtiger Teil des Medical Training, besonders dann, wenn den Katzen die Pflege des Fells selbst nicht (mehr) vollständig gelingt.

Da Katzen noch immer sehr auf Schönheit gezüchtet werden, gibt es immer mehr langhaarige Katzen. Das Fell ist dabei sehr unterschiedlich beschaffen. Was aber fast immer der Fall ist: Die Katzen schaffen es nicht mehr, das Fell selbst zu pflegen.

Hast du schon mal Katzen beobachtet mit langem Fell an Kinn und Hals? Sie bleiben oft mit der Zunge hängen und schaffen es nicht, sich bis zum Ende der Felllänge vollständig zu putzen. Es ist eine Qual für die Katze, sich nicht putzen zu können. Das gilt ebenso für das lange Fell um die Hinterbeine und den Po herum. Katzen haben einen sehr feinen Geruchssinn und wenn das Fell nach einem Toilettengang immer riecht, mögen sie sich manchmal selbst nicht mehr riechen.

Bei mir lebt ein Sibirischer Kater. Er hasst sein langes und dickes Fell. Bin ich nicht rechtzeitig mit der Schermaschine dran, rennt er oft wild herum, so als wenn er seinem Fell entfliehen wollte. Nach der Rasur ist er der zufriedenste Kater, den man sich vorstellen kann!

Du merkst also: Für deine Katze ist ein gepflegtes und eventuell gestutztes Fell sehr wichtig. Daher baue auch die Fellpflege in deine Routine für Medical Training ein.

Krallen stutzen: Geht mit Training auch zuhause

Wenn eine Katze jung ist, erscheint das Krallenstutzen noch nicht wichtig, denn umtriebige junge Katzen laufen die Krallen ab. Wenn die Katzen aber krank werden oder älter, können sie die Krallen selbst nicht mehr selbst ablaufen und dann wachsen die Krallen ins Fleisch ein. Das ist sehr schmerzhaft für die Katzen.

Du kannst das aber leicht vermeiden, wenn deine Katzen das Krallenstutzen gewohnt sind. Natürlich kannst du dafür auch zum Tierarzt fahren, aber wäge gut ab, ob das wirklich sein muss. Denn ein Besuch beim Tierarzt ist immer stressig für Katzen.

Das Krallenstutzen kannst du ganz leicht daheim mit deiner Katze üben und wenn es Teil des Medical Training ist, gewöhnt sie sich daran.

Blutabnahme, Blutzuckermessen, Infundieren: Vorbereitung im Training

Die Blutabnahme deiner Katze musst du natürlich nicht selbst vornehmen, aber du kannst sie bestmöglich im Rahmen eures Medical Trainings darauf vorbereiten. Ihr könnt das Anlegen von dem Stauschlauch, Pfote halten und auch das Stechen simulieren.

Der Stich an sich ist für die Katzen gar nicht so unangenehm, das gilt auch fürs Blutzuckermessen, was am Ohr passiert. Was wirklich unangenehm ist für deine Katze, ist das Festhalten. Bei einer Infusion ist es noch etwas schwieriger, da die Nadel länger liegen muss. Das Infundieren, also Zuführen von Flüssigkeit über eine Nadel, passiert bei Katzen übrigens unter die Haut (subcutan s.c.).

Du kannst bei diesem Teil des Medical Training wunderbar mit Kooperationssignalen arbeiten. Mit einem Kinntarget kann dir deine Katze anzeigen, ob sie noch mag oder eine Pause angesagt ist. Dabei legt die Katze den Kopf entweder auf eine Vorrichtung in Kinnhöhe oder auf deine Hand. Sobald sie den Kopf hebt, gibt es eine Pause. Das baust du langsam auf. Es ist so nützlich!

Autofahrt und der Tierarzt selbst

Vor allem anderen steht natürlich das Einsteigen in den Transportkorb, die Autofahrt und der Tierarztbesuch selbst. Klar, das ist eine stressige Situation für Mensch und Katze. Aber auch das kannst du im Rahmen des Medical Trainings üben und damit die Situation für alle Beteiligten leichter machen.

Es gibt natürlich auch Halter, die nur einen kurzen Weg zum Tierarzt zurücklegen müssen und zu Fuß unterwegs sind. Hier empfiehlt sich eventuell das Spazieren an der Leine, aber das ist Geschmackssache und es kommt sehr darauf an wo du wohnst. Aber egal ob Autofahrt oder Spazieren an der Leine: Deine Katze und du können diese Situationen trainieren, damit es leichter wird.

Leider vermeiden manche Katzenhalter Tierarzt-Besuche aus Angst vor der Fahrt oder aus Sorge wegen des Stresses bei der Untersuchung. Doch dadurch bleibt leider oft Einiges unerkannt, was früher behandelt Leid erspart hätte.

Daher: Lass deine Katzen regelmäßig checken. Eine Simulation der Fahrt zum Tierarzt und auch die Untersuchungs-Situation selbst lassen sich gut ins Medical Training integrieren.

Medical Training macht Spaß!

Jeden Tag 2 Minuten pro Katze – mehr brauchst du gar nicht, um in Zukunft gelassener mit Situationen umzugehen, die mit Körperpflege oder medizinischen Eingriffen bei deiner Katze zu tun haben. Wenn du regelmäßig mit deiner Katze trainierst, werdet ihr gemeinsam lustige und schöne Dinge erleben. Eure Beziehung wird sich noch mehr verstärken und du kannst durch Medical Training immer für deine Katze da sein.

Katzen beruhigen uns


Jeder kennt wohl diese trüben Tage. Du bist gestresst, hattest einen Streit, bist total angespannt oder genervt. Du setzt dich hin, dann fällt dir auch noch etwas Wichtiges ein, das du vergessen hast und das aber heute unbedingt erledigt werden musste. Einfach alles, was dich in deinem Leben mal belastet hat, fällt dir in einem Augenblick ein. Du beginnst zu weinen. Es gab Zeiten in meinem Leben, da hielt dieser Zustand lange an. Ich habe gegrübelt und meine Gedanken haben sich in Kreisen gedreht. Ein Labyrinth meiner Überlegungen. Ich fand den Weg nicht mehr hinaus. In einer solchen Situation helfen uns Katzen, denn Katzen beruhigen uns.

Daher können Katzen Menschen in den verschiedensten Situationen helfen. Dabei, wieder herauszufinden aus dem Gedanken-Labyrinth. Oder dabei, Trauer und Einsamkeit zu verarbeiten. Wieso Katzen genau in diesen Situationen die besten Begleiter sind, erzähle ich dir in diesem Artikel.


Katzen vertreiben böse Geister und dunkle Gedanken


Manche Katzen sind sehr sensibel und spüren, wenn wir traurig oder besorgt sind. Einige Katzen werden sich dann möglichst weit entfernen, aber andere kommen und legen sich zu uns. Sie sind dann einfach da.

Schon der Kontakt zur Katze wirkt beruhigend und etwas Magisches passiert, wenn sie zu schnurren beginnen. Blutdruck, Puls, Gedanken….alles geht wieder in Balance. Ich liebe das verschiedene Schnurren der Katzen! Alles ist dabei: Vom knarzigen Geräusch eines Baumes, bis hin zum sanften, leisen Schnurren. Entweder schnurren die Katzen in Intervallen oder auch durchgehend. So beruhigend!

Katzen können Dinge sehen und wahrnehmen, die uns verborgen bleiben. Manchmal sitzen gleich mehrere meiner Katzen einfach nur da und starren alle in dieselbe Richtung.

Was ist da? Ein Geräusch? Eine Maus? Eine Fliege? Oder doch etwas ganz anderes? Ist eine alte Seele zu Besuch?
Manchmal erschaudere ich dabei.

Und dann plötzlich ist es vorbei. Haben sie sich kurz unterhalten und der Geist ist weitergezogen? Die wenigsten von uns werden das herausfinden können.

Was aber ganz klar ist: Katzen beruhigen uns, indem sie da sind. Wenn sie schnurren, beruhigt sich nicht nur unser Körper, sondern auch der Geist. Katzen haben wirklich eine ganz besondere Wirkung auf Menschen und spüren unsere Energien und Emotionen.

Was Katzen in der tiergestützten Therapie bewirken


Mit drei meiner Kater, Darwin, Azrael und Balduin, war ich bis Anfang 2020 unterwegs, um Therapien zu begleiten. Um Menschen zu unterstützen, sich an alte Zeiten zu erinnern und wie es war, mit den eigenen Tieren zu leben. Manchmal begleiteten wir auch Kinder, die emotional ihre Herausforderungen haben. In allen Fällen können diese wunderbaren Tiere helfen, denn Katzen beruhigen uns und sind so feinfühlig, dass sie eine positive Wirkung auf Menschen haben.

Ganz besonders schön ist mir in Erinnerung geblieben, als ich mit den drei Katern eine Dame palliativ daheim begleiten durfte. Schon sehr lange hatte sie kein Lächeln mehr gezeigt, bis Azrael schnurstracks auf ihr Gesicht zuging und ihr ein Nasenküsschen gab. Auch für die Enkelinnen war dieses Ereignis etwas, das sie in ihrem Herzen berührt hat. Auch mich begleitet dieses schöne Bild.

Katzen beruhigen uns und bringen Herzen zum Lachen


Mein Herz wird ruhiger, wenn meine Katzen mich umgeben. Ich kann ohnehin den ganzen Tag Katzen beobachten. Natürlich unauffällig, damit es sich nicht zum Stalken auswächst und die Katzen mich argwöhnisch beäugen müssen. „Was tut sie da? Warum beobachtet sie uns? Wird gleich was passieren?“ Nein, da ist es besser, nicht zu auffällig zu beobachten.

Zur Zeit habe ich 3 noch sehr junge Katzen. Nach einer 8 Monate andauernden Eingewöhnungsphase beginnen sie nun, sich im ganzen Haus wohlzufühlen und finden alles superspannend. Das erste Mal das Geräusch der Kaffeemaschine, das erste Mal ein angeschalteter Fernseher: Sie beobachten, entdecken, wenden immer wieder den Blick dahin. Was passiert da und wo kommt das her?

Diese vielen ersten Male des Entdeckens und neugierigen Kennenlernens sind einfach toll zu beobachten. Ich liebe es und muss so viel häufiger lachen als sonst. Und nicht nur das: Indem ich die Leichtigkeit dieser wundervollen Tiere sehe und spüre, geht es mir besser. Denn Katzen beruhigen uns.

Selbstverständlich bringen mich auch meine erwachsenen Kater immer wieder zum Lachen. Wenn sie zum Beispiel vor einem Schrank stehen und Berechnungen anstellen, wie sie am effektivsten dort hochkommen. Und dann… nur so einen winzigen kleinen Sprung machen und sich offensichtlich ganz bewusst und kontrolliert dazu entschieden haben, es ganz genau so zu machen 😉


Katzen können unglaublich albern sein!


Ich liebe all diese schönen Momente im Leben zusammen mit Katzen. Und deswegen gebe ich, so oft und so gut es mir möglich ist, meine Liebe und Zeit an meine Katzen zurück. Und wenn ich mal wieder einen dieser trüben Tage habe, dann kann ich mich auf die Wirkung meiner Katzen verlassen. Sie bringen mich zum Lachen, sie sind einfach da und begleiten mich, wenn ich mal nicht gut drauf bin. Wie wundervoll!

Warum ich die Katze ganzheitlich betrachten kann

Klein-Elli ist ein winziges Kätzchen, allein gelassen am Straßenrand. Ohne Mutter, ohne Geschwister – keiner weiß, warum oder wie sie dort hinkam. Jemand findet sie, bringt sie zum Tierarzt. Und landet bei einer lieben Freundin von mir, die sie mit nach Hause nimmt zum aufpäppeln. Klein-Elli aber ist schwach, sehr schwach. Meine Freundin weiß nicht, ob sie es schaffen wird. In ihrer Not meldet sie sich bei mir und bittet mich, Klein-Elli zu fragen.

Ich verbinde mich also mit ihr und spüre nur noch ein dünnes Fädchen. Sie ist schwach, aber ich spüre den Wunsch Mozart zu hören. Und sie bekommt Mozart, während ich sie ströme. Das mache ich im Laufe der Tage immer wieder. Und dann passiert es: Klein-Elli nimmt zu, wird munter. Sie will leben! An diesem Punkt war ich mir sicher: Sie gehört zu mir. Heute lebt Klein-Elli mit uns.

Immer wieder bekam ich Nachrichten meiner Freundin: Du hast sie gerettet. Ich danke dir! Durch die Erfahrung mit Klein-Elli wurde mir klar: Jin Shin Jyutsu wird ein fester Bestandteil meiner Arbeit mit Katzen werden. Ich war ehrlich selbst überwältigt. Hätte ich mich in diesem Fall rein auf den medizinischen Gesichtspunkt gestützt, hätte ich auf so viel Wertvolles verzichtet. Klein-Elli aber hat all mein Wissen und meine verschiedenen Bereiche, auf die ich zugreifen kann, eingefordert. Es hätte keiner fehlen dürfen. Und die Arbeit mit Klein-Elli hat mir gezeigt, wie wichtig all diese Bereiche im Zusammenspiel sind. Meine Idee: Wir müssen jede Katze ganzheitlich betrachten.

Katzen ganzheitlich betrachten: Meine persönliche Verbindung

Bereits als Kind hatte ich Tiere um mich. Katzen gehörten auf einem kleinen Dorf einfach dazu. Damals wusste ich noch nicht viel über Katzen, aber sie faszinierten mich bereits im Kindergartenalter. Eine dreibeinige Katze begleitete mich damals in die 1. Klasse und holte mich nach dem Unterricht wieder ab. Ein Zufall? Oder hatte ich damals bereits Kontakt mit ihnen über die Tierkommunikation? Ich würde gerne sagen: Ja sicher, natürlich. Aber ich weiß es im Grunde nicht.

Erst als ich in meine eigene Wohnung zog, kamen Katzen dann auch wirklich und ganz und gar zu mir und gingen nie wieder. Im Laufe der Jahre durfte ich diese wunderbaren Wesen immer näher und besser kennenlernen. Es war fast unumgänglich, dass ich irgendwann beruflich ebenfalls in diesem Bereich landen würde und da begann es auch, dass ich meine Sicht auf Katzen nochmal von Grund auf änderte. Wenn wir Katzen ganzheitlich betrachten, dann ist es etwas ganz anderes, als Katzen „nur“ zu halten oder mit ihnen zu arbeiten.

Darum kann ich jede Katze ganzheitlich betrachten

Meine Ausbildung begann ich ganz klassisch als Tierheilpraktikerin und absolvierte alles, was ich finden konnte, im Bereich der Traditionellen Chinesischen Veterinärmedizin (TCVM). Zeitgleich wurde mein Interesse in der Tierkommunikation geweckt. Die Tierkommunikation ist inzwischen auch ein sehr wichtiger Teil meiner Arbeit. Am wichtigsten aber war und blieb die Katzenpsychologie.

Mir wurde immer wieder gesagt: Spezialisiere dich, mach nur eins, sag nicht jedem, dass du auch die Tierkommunikation mit einbeziehst. Ich konnte mich aber nicht entscheiden. TCVM oder Homöopathie, was ja mit Katzen viel besser geht? Oder was ganz anderes? Es gab und gibt so vieles. Ich habe gelernt, dass sich erst im Laufe der Jahre herausstellt, was einem persönlich liegt, wo man den besten Zugang hat und die besten Erkenntnisse. Für mich wurde erst nach Jahren klar: Die Tierkommunikation gehört dazu.

Ich mag den medizinischen Blick, meine Intuition, die Arbeit mit Jin Shin Jyutsu, den Bach-Blüten und anderen Mitteln. Warum nicht aus allem schöpfen, was einem gegeben ist? Warum auf eine Ausrichtung beschränken?

Was mir von allem am wichtigsten ist? Das kann ich so gar nicht sagen. Wenn ich eine Katze kennenlernen darf, richte ich mich immer ein wenig am Menschen aus. Wie viel kann er selbst übernehmen? Spricht er selbst mit seinen Katzen oder übernehme ich das? Wie viel Gespür ist da?

Was alle meist gut annehmen können, ist das Medizinische. Der analytische Blick auf ein Problem. Meine Intuition bleibt hier natürlich nicht außen vor.

Was nie fehlt, ist das Training mit den Katzen. Denn dadurch wird nicht nur die Bindung zu den Katzen stärker, nein, das Training beugt auch gleich einigen Problemen vor: Krallenstutzen, Medikamente, Tierarztbesuche… Das alles ist mit Training kein Problem!

Besonders zu schätzen gelernt habe ich Jin Shin Jyutsu, eine alte Lebenskunst im Rahmen der Tierkommunikation. Dazu gibt es eine Geschichte. Diese kannst du hier nachlesen: Wie du deiner Katze helfen kannst mit Jin Shin Jyutsu

Spiritualität (Herz), Katzentraining (Hand), Wissen (Kopf) – all das hat seinen Platz bei mir und nur weil ich auf alles zugreife, kann ich die Katze ganzheitlich betrachten und ihr helfen.

Katzen sind komplexe Tiere, das sollte uns klar sein

Viele Menschen unterschätzen Katzen. Sie sehen sie als pflegeleichte Tiere, die man sich hält, wenn man

  • keine Zeit für einen Hund hat,
  • sich nicht kümmern mag,
  • den Kindern was zum Streicheln geben möchte oder
  • ein ganz pflegeleichtes Tier haben möchte.

Eine solche Sicht wird der Katze einfach nicht gerecht. Katzen sind anspruchsvoll in ihrem Wesen, ihrer Würde, ihren Ansprüchen. Sie sind komplex und haben ihre Bedürfnisse, die erfüllt werden müssen, damit es ihnen gut geht. Jeder, der sich eine Katze nach hause holt, sollte sich bewusst sein darüber, WEN genau er sich da holt.

Bevor man eine Entscheidung für eine Katze trifft, sollten umfassende Überlegungen angestellt werden.

Die wichtigste Frage ist die nach dem WARUM!

Und dabei solltest du ehrlich sein.

  • Vielleicht hast du bereits eine Katze und möchtest eine weitere dazu, damit sie sich nicht so langweilt?
  • Deine Kinder wünschen sich so sehr eine Katze?
  • Wie viel Zeit hast du?
  • Wie viel Geld kannst du für die Katzen einplanen?
  • Bist du bereit deine Wohnung umzustellen und sie so zu gestalten, dass die Katzen sich rundum wohl fühlen?
  • Stören dich Katzenstreukrümel und Haare überall? Dann besser nicht!
  • Hast du im Grunde jetzt schon keine Zeit? Dann besser auch nicht! Das ist zumindest mein Anspruch.

Natürlich muss nicht jeder Katzenhalter und jede Katzenhalterin so tief in die Materie einsteigen wie ich. Aber wenn man sich eine Katze ins Haus holt, dann aus den richtigen Gründen und eben nicht, weil man mit ihr schmusen kann und sie sonst genügsam ist. Katzen sind kein Spielzeug, sie sind komplexe Wesen mit ganz individuellem Charakter.

Ich kann eine Katze ganzheitlich betrachten und damit Probleme aufdecken, die andere nicht sehen. Denn eine Fachrichtung ist eben nur ein Blickwinkel. Weite auch du deinen Blick, wenn es um Katzen geht. Es lohnt sich!

Mein Weg zur gesunden Selbstständigkeit

Ich sitze völlig erschöpft inmitten von fremden Katzen und möchte mich einfach nur mal kurz hinlegen. Das kann ich aber nicht. Zu diesem Zeitpunkt habe ich ein Katzenhotel und Menschen bringen mir ihre Katzen, damit ich sie umsorge während sie im Urlaub oder auf Geschäftsreise sind.

Ich bin schwanger, muss eigentlich ruhen und doch versuche ich den roten Kundenkater zu überreden sich Blutzucker messen zu lassen und dann entsprechend das Insulin spritzen.

Nein, so wird das nichts.

Mit dem Kater wurde das offenbar nicht geübt und trainiert und ich bin nun mal fremd für ihn. Um ihm Stress zu ersparen, fahre ich mit ihm zum Tierarzt, messen, spritzen, wieder heim.

Wenn ich nichts von ihm will, ist er der liebste Kater und möchte etwas spielen. Schön! Ich bin froh, dass es ihm gut geht.

Puh, ich atme auf und merke, wie hungrig ich bin. Habe ich genug getrunken? Vermutlich nicht.


Gut nun endlich hinsetzen, aber da klingelt das Telefon nochmal. Ob ich für Weihnachten schon Reservierungen annehme? Ja klar. Ob er noch am Abend kommen kann, um sich alles anzusehen. Er hat sonst keine Zeit mehr.

Hm, ja ok, wenn es nicht anders geht.


Meine Katzen schauen mich vorwurfsvoll an. „Wolltest du nicht mit uns noch spielen?“ Ja stimmt, nachher gleich…nur kurz sitzen.

Solche Szenen gab es immer wieder in meiner Selbstständigkeit. Das hatte ich mir doch anders vorgestellt. Manchmal habe ich gar nicht gemerkt wie es mir geht. Das war kein guter Weg.


Jahre später schau ich auf diese Situation und merke: das ist mir auch danach noch häufiger passiert.

Termine am Abend oder am Wochenende waren zu der Zeit normal. An sich wäre das nicht schlimm, aber ich hatte vergessen mir den Ausgleich an anderen Tagen zu holen.

Wenn das Wetter schön war, ist mein Mann oft mit unserer Tochter alleine unterwegs gewesen, da ich noch auf Kunden gewartet habe. Dienstleistung auf die ungesunde Art und viel zu günstig war ich auch noch.

Die Arbeit von damals und jetzt macht mir Freude, aber es muss mir gut gehen, sonst mache ich keinen guten Job. Und dafür brauche ich klare Grenzen.

Wenn Kunden übernehmen

Das Katzenhotel war in unser Haus integriert. So war ich immer nah bei allen Katzen. Natürlich hatte jede Katze ihr eigenes Zimmer oder gleich mehrere und ich konnte sie rufen hören und war rasch bei ihnen.

Daraus ergaben sich folgende Situationen:

Meine Tochter war erst wenige Monate alt und wenn sie gerufen hat, bin ich zu ihr. Das habe ich auch getan, wenn eine Besichtigung stattgefunden hat. Ich bat die Personen kurz zu warten. Manche Menschen sind mit ins Kinderzimmer gefolgt, trotz meiner Wegweiser und „Zutritt-Verboten“ Schilder. War ich nicht deutlich genug?

Andere standen plötzlich in meinem Bad und haben die Badewanne bestaunt. Im Nachhinein lustig, aber in dem Moment war meine Privatsphäre stark gestört.

Beratungen am Telefon und online brachten eine andere Herausforderung.


Ich bin am Telefon: die Beratung geht 30 Minuten. Ich schau auf die Uhr, bereits 20 Minuten drüber. Ich hätte schon zum nächsten Termin sollen…ich versuche höflich das Gespräch zu beenden. Es geht noch weitere 10 Minuten: „Nein schon ok es geht mir ja um die Katzen.“ Und schließlich möchte ich, dass die Kunden glücklich sind. War das aber der richtige Weg?

Beratung anstatt Termin


Ich gehe ans Telefon: „Ja hallo als ich habe folgendes Problem: „…ich unterbreche freundlich und sage, dass ich das gerne in drei Sätzen umschrieben haben mag, damit ich empfehlen kann, welche Begleitung sich am besten dafür eignet und wir einen Termin finden. „Ja aber wieso wir können doch gleich sprechen. Es geht ganz schnell…“

Am Ende hatte ich dann oft bereits kostenlos beraten und ein Termin war nicht mehr notwendig. Kein guter Weg, weder für die Kunden, noch für mich. Hätte ich so weiter gemacht, wäre mein Weg in der Selbstständigkeit bald vorbei gewesen.


Für mich ist das meine Arbeit. Ich habe viele Jahre gebraucht, um zu erkennen, dass es wichtig ist klar zu sagen was wann und wie. Für mich habe ich erkannt, dass ich meinen Gedanken loslassen darf, dass das unhöflich ist. Meine Erkenntnis: Es ist unbedingt notwendig Grenzen zu ziehen für eine gesunde Beziehung zu meinem Business.


Als gelernte Krankenschwester helfe ich sehr gerne Menschen. Nur noch das Helfen im Vordergrund stehen zu haben, ist aber nicht gesund. Es ist nicht gesund für einen selbst und auch nicht für die Menschen die Hilfe bekommen. Wer bin ich, dass ich anderen Menschen nicht zutraue selbst die Situation nach einer Anleitung, einem Plan lösen zu können. Wie viel besser ist das Gefühl danach auf beiden Seiten?

Ich habe zugelassen, dass ich als letzte Lösung angesehen werde und nicht klar gesagt habe, das die Verantwortung bei den jeweiligen Menschen liegt. Ich bin in der Helferrolle geblieben und habe damit meinen Kunden die Möglichkeit genommen mit den Informationen von mir, selbst den Weg gehen zu können.

Tieren zu helfen, ist Lohn genug?

Besonders die Arbeit mit Tieren wird oft unter: „das muss sie doch zum Wohle des Tieres machen“ als ausreichend belohnt abgestempelt.


Ja sicher liebe ich Tiere, insbesondere Katzen.

Trotzdem möchte ich für meine Beratung angemessen bezahlt werden. Ich habe viele Jahre in Ausbildungen und Fortbildungen gesteckt und erweitere ständig mein Wissen, damit ich immer auf dem neuesten Stand bin.


Tatsächlich war ich immer mal wieder an dem Punkt mir ein anderes Gebiet zu suchen, dabei wissen viele noch nicht mal, dass es Katzentherapeuten gibt. Letztendlich bin ich dabei geblieben, weil ich Menschen mit Katzen so gut unterstützen und anleiten kann. Meine Arbeit ist wichtig.

Ist Selbstständigkeit ungesund?

Zu Beginn meiner Selbstständigkeit habe ich nicht den Wert meiner Dienstleistung gesehen. Ich hatte falsche Vorstellungen, war nicht klar genug, habe meine Grenzen nicht ausreichend kommuniziert und dann kam noch meine Helferlinie durch.

Ich dachte auch ich müsste zu Beginn besonders günstig sein. Jetzt weiß ich, das war falsch.

Ich dachte es wäre höflich immer alles für meine Kunden zu machen. Ich dachte es wäre nicht höflich zu sagen, wenn ich gemerkt habe: Das geht jetzt in die falsche Richtung.

Ich habe inzwischen erkannt: Das war Unsinn.

Selbstständigkeit ist dann also ungesund, wenn ich all diese Punkte nicht beachte und mich aufopfere. Davon hat am Ende weder mein Kunde noch ich etwas.

Es ist an mir als Unternehmerin den Rahmen vorzugeben, damit sich alle sicher fühlen können.

Es ist an mir als Unternehmerin aufzuzeigen, was es bereits alles kostenlos gibt in Form von Podcasts, Blogartikeln, Social Media Inhalten etc., damit meine Beratung, meine Wissensvermittlung, mein Mentoring von Menschen mit Katzen den korrekten Stellenwert nach außen zeigt.

Selbstständigkeit kann also ungesund sein, aber es zu ändern liegt in meiner eigenen Hand.

Christiane Schimmel im Wald

Wie kann ich ein gesundes Verhältnis zu meinem Business haben?

Ich wollte nie wieder so erschöpft sein und mich einfach nur nach einer Pause sehnen.

Wie ich das gemacht habe: Eigenverantwortung

Ich habe überlegt wo ich etwas ändern kann. Die anderen kann ich nicht ändern, aber ich kann mir ansehen, was ich selbst anders machen kann.

In welche Rolle hatte ich mich begeben und was hatte ich davon in dieser Rolle zu bleiben. Die immer Helfende bekommt Anerkennung. Schon als Krankenschwester war der häufigste Satz der mir gesagt wurde: „Also das was Sie da machen könnte ich nicht.“ und es schwang immer etwas Mitleid mit. Anstatt: Ich bewundere Ihr Können und Ihre Fähigkeiten.

Ich schrieb mir all meine Rollen in den verschiedenen Situationen auf und schaute mir jeweils an: was habe ich davon, will ich das wirklich und wenn nein: wie ändere ich es. Das mache ich auch immer noch so.


Eine meiner wichtigsten Erkenntnisse: Bleib bei dir. Super einfach gesagt, aber eines der Schwierigsten.

Ich habe das so für mich gelöst:

  • Ich habe mir Ruhepausen gegönnt. Momentan finde ich es entspannend bei unseren Hühner zu sitzen und sie einfach zu beobachten.
  • Ich habe meinen Kalender nicht mehr so voll gepackt, damit nicht dieses Gefühl aufkommt: „wieder nicht alles geschafft“
  • Ich habe -Achtung ja das darf man- mein Telefon ausgestellt. Du kannst mich erreichen, aber meine Stimme nennt dir freundlich meine E-Mail Adresse. Schriftlich kann ich dann meine Antworten gesammelt geben und muss mich nicht vor die Entscheidung stellen: „Gehe ich jetzt ran oder lasse ich es sein.“
  • Ich mache regelmäßig etwas für MICH!
  • Ich gehe nach jedem Mittagessen mindestens eine halbe Stunde spazieren.

Es hat fast 10 Jahre gedauert, bis ich erkannt habe, dass das keine verschwendete Zeit ist.


Und wann immer möglich, verbinde ich das was ich unterrichte und weitergebe, mit dem was für mich ebenfalls wichtig und herzerfüllend ist. In meinem Fall ist es, neben den Katzen, die immer meine erste Mission bleiben werden, das Strömen (Jin Shin Jyutsu).


Selbstständig zu sein bedeutet zum großen Teil: Wachsen und Persönlichkeitsentwicklung.


Eines kann ich dir versprechen: Du bist nach einigen Jahren nicht mehr dieselbe Person. Und das meine ich im positiven Sinn.

Mein Weg zur gesunden Selbstständigkeit


Hab Mut und vertraue dir!

Katze beißt

Die häufigsten Ursachen, warum deine Katze beißt und was du dagegen tun kannst

Katzen, die beißen, haben einen gewissen Ruf:

  • sie sind nicht sozialisiert
  • haben den Ruf, ein Rüpel zu sein
  • gelten als hinterlistig
  • ihnen wird nachgesagt, dass sie aggressiv und gemeingefährlich sind
  • oft werden sie für bösartig gehalten

Was steckt dahinter, wenn Katzen beißen

Während ich hier schreibe, habe ich Schmerzen am rechten Zeigefinger. Ich beobachte besorgt, ob sich die Entzündung ausbreitet und meine Gelenke von den Bakterien angegriffen werden. Denn Katzenbisse enden oft mit schlimmen Infektionen.

Jetzt fragst du dich natürlich, was eigentlich passiert ist! Ich habe meinen Kater impfen lassen und nicht aufgepasst. Ich habe einfach nicht damit gerechnet, dass er sich wehren könnte, weil er sich vorher immer problemlos impfen ließ. Diesmal hat die Nadel aber anscheinend eine empfindliche Stelle getroffen und mein Kater hat sich aus Reflex blitzartig gedreht und sein Zahn hat sich schnell und präzise durch meine Hand gebohrt.

Übrigens: Solltest du auch mal einen Katzenbiss abbekommen, dann geh am besten direkt zu einem Arzt. Die Bakterien, die sich im Maulbereich der Katzen befinden, führen zu fiesen Infektionen!

Dass Katzen so zubeißen können, ist lebenswichtig für sie. So töten sie ihre Beute.

Katzen reagieren bei der Jagd und in Panik immer blitzschnell. Das ist wichtig, wenn sie ihre Beute fangen, aber auch für ihr eigenes Überleben, nämlich dann, wenn sie gejagt werden und in Gefahr sind. Denn Katzen gehen oft davon aus, dass bei einer Gefahr direkt ihr Leben bedroht ist. Während ihr Gehirn sehr rasch reagiert, sind wir dagegen viel zu langsam, um auszuweichen oder die Hand wegzuziehen.

Katzen beißen also nicht, um uns weh zu tun, sondern um sich selbst zu schützen.

1. Katzen beißen, wenn sie Schmerzen haben

Schmerz ist ein Auslöser für sehr viele Auffälligkeiten. Schmerz verändert das Verhalten, erzeugt Stress und lässt Katzen aufeinander losgehen. Sie sorgen aber auch dafür, dass Katzen sich zurückziehen oder eben auch beißen.

In meinem Beispiel war der Schmerz schuld, dass mein Kater zugebissen hat. Der plötzliche Piecks hat ihn reflexartig zubeißen lassen. Sein Ziel: Der Schmerz soll aufhören.

Dabei sind oft Schmerzen im Zahnbereich, neben anderen möglichen Gründen schuld, wenn Verhaltensprobleme aufploppen. Ob der Zahn gesund ist oder nicht kannst weder du, noch die/der Tierärztin/Tierarzt von außen sehen. Ohne regelmäßiges Dentalröntgen hat deine Katze möglicherweise dauerhaft Schmerzen.

Stell dir vor, wie es dir mit anhaltender Migräne geht – irgendwann explodierst du vielleicht auch.

Was du tun kannst, um Schmerzen zu vermeiden:

  • Regelmäßige Checks beim Tierarzt
  • Blutbilder ab einem Alter von 5 Jahren (spätestens)
  • Regelmäßiges Dentalröntgen und Zahnsteinentfernung

Katzen sind Meister darin ihre Schmerzen zu verbergen. Du kannst aber lernen, deine Katze so gut zu beobachten, dass du rechtzeitig erkennst, wenn sie Schmerzen hat.


Kater Sully hat Schmerzen. Die Augen geschlitzt, die Ohren zur Seite gedreht, die Stirn gekräuselt.
Kater Sully hat Schmerzen. Die Augen geschlitzt, die Ohren zur Seite gedreht, die Stirn gekräuselt.

2. Katzen beißen, wenn sie gestresst sind

Katzen reagieren in Stresssituationen mit einem Verhalten, das ihnen in dem Moment am sinnvollsten erscheint. Sie haben gelernt, dass wir Menschen deutliche Zeichen brauchen. Deshalb greifen sie auf drastische Mittel zurück und auf Beißen reagieren wir alle. Es tut weh und wir ziehen instinktiv unsere Hand weg.

Dabei bedeutet Stress für jede Katze etwas anderes. Manche Katzen haben traumatische Erlebnisse mit Hunden oder Kindern erlebt oder wurden sogar geschlagen. Laute Geräusche können den Stresspegel von nichts auf gleich so hochfahren, dass sie sofort reagieren.

Auch wenn es so einfach klingt, ist dieser Rat essenziell: Sorge für weniger Stress im Leben deiner Katzen.

Freigänger können zum Beispiel mit anderen Katzen Stress haben oder auch durch Vorfälle außerhalb des sicheren Bereiches deiner Wohnung gestresst werden. Hauskatzen dagegen langweilen sich sehr oft, was auch großen Stress verursacht. Noch dazu spüren Katzen ebenfalls, wenn ihre Menschen gestresst sind.

Stress kann auch entstehen, wenn du nicht darauf achtest, wann es deiner Katze reicht, egal ob beim Spielen oder beim Streicheln. Erwarte nicht, dass deine Katze einfach geht, wenn sie gestresst ist oder es zu laut ist, aber achte auf bestimmte Anzeichen. Manche Katzen spannen zum Beispiel ihre Muskeln leicht an, um dir zu signalisieren, dass du aufhören sollst.  Wenn du also das Verhalten deiner Katze gut kennst und auf ihre Individualität achtest, kannst du unnötiges Beißen vermeiden.

Überschreitest du häufiger die Grenzen deiner Katze, desto schneller beißt sie zu, weil sie gelernt hat, dass du Vorzeichen ohnehin übersiehst.

Was du tun kannst, um Stress zu vermeiden:

Viele Katzen mögen gleichbleibende Abläufe, auch wenn sie unterschiedliche Bedürfnisse haben. Einige spielen sehr gern und viel, andere trainieren lieber häufiger.

Du solltest für deine Katze ein ausgeglichenes Maß an Spiel, Beschäftigung, Streichel-und Kuscheleinheiten finden.

Auch die Umgebung spielt eine wichtige Rolle. Große Räume mit wenig Inhalt mögen Katzen überhaupt nicht. Gib ihnen die Möglichkeit, sich in der dritten Dimension durch euren gemeinsamen Bereich zu bewegen. Heißt: Lass sie auf Regale klettern und baue ihnen extra angelegte Wege mit Brettern, Stegen und Brücken. Frag dich, ob deine Couch an der Wand stehen muss oder ob du deiner Katze einen Ausweichweg dahinter zur Verfügung stellen kannst.


3. Katzen beißen im Mehrkatzenhaushalt

Ebenfalls stressig kann das Zusammenleben in einer größeren Katzengruppe sein.

Das fängt schon bei der Auswahl einer für dich „passenden“ Katze an. Die wichtigste Rolle dabei spielen der Charakter und Wesen, die Erlebnisse und einiges mehr deiner bereits bei dir lebenden Katzen. Noch wichtiger ist aber die Zusammenführung. Was du über eine harmonische Zusammenführung wissen musst, kannst du in dem Artikel Katzenzusammenführung – so klappt es nachlesen.

Was du für ein harmonisches Zusammenleben tun kannst: 

Besonders dann, wenn mehrere Katzen zusammenleben, ist es wichtig, die individuellen Bedürfnisse deiner Katzen zu kennen: Wer spielt besonders gerne? Wer langweilt sich schnell? Wer braucht die extra Portion Aufmerksamkeit?

Bedenke auch unbedingt diese 3 Punkte, wenn du mehrere Katzen hast:

  • Gibt es ausreichend viele und schöne Liegeplätze (aus Sicht deiner Katzen)
  • Haben sie genug Kratzmöglichkeiten
  • und – super wichtig – kann jede Katze in Ruhe fressen? 

Ich lebe aktuell gemeinsam mit 9 Katzen und habe den Futterplatz immer wieder angepasst, um allen gerecht zu werden. Denn Katzen fressen gerne für sich und ungestört.


So sieht fressen im Mehrkatzenhaushalt bei mir aus. Mit den einzelnen Boxen gebe ich allen Katzen die Möglichkeit, in Ruhe zu futtern.
So sieht fressen im Mehrkatzenhaushalt bei mir aus. Mit den einzelnen Boxen gebe ich allen Katzen die Möglichkeit, in Ruhe zu futtern.

4. Katzen beißen zur Verteidigung

Wenn eine Katze sich in die Ecke gedrängt fühlt, kann es sein, dass sie blitzartig reagiert und auch mal beißt. Dabei überlegt sie nicht lange. Situationen, die uns vielleicht harmlos erscheinen, können für deine Katze lebensbedrohlich wirken. Es muss sich lediglich für sie so anfühlen.

Du hattest sicher auch mal eine Situation, in der du deine Katze unbedingt rasch in den Transportkorb verfrachten musstest und sie hat sich mit allem gewehrt was ihr zur Verfügung steht. Für deine Katze kann sich lebensbedrohlich anfühlen.

Auch aus einem Schreck heraus, kann deine Katze plötzlich mal zubeißen. Erschrecke bitte niemals deine Katze einfach nur so aus Spaß. Für sie ist es sicherlich nicht lustig.

5. Katzen beißen aus Angst

Sehr häufig liegt hinter der Aggression eine Angst. Ähnlich wie bei der Verteidigung, weiß sich die Katze nicht anders zu helfen und beißt zu wenn aus der Angst Panik wird.

Stell dir eine Situation vor, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt. Mir ging das früher in der U-Bahn so, wenn sie immer voller und voller wurde. Ich stand an die Wand gequetscht und wusste, bei der nächsten Haltestelle muss ich da irgendwie raus, aber es strömen noch mehr hinein. Ich habe niemanden gebissen, aber mich doch vehement nach draußen gestemmt.

Angst hat viele Gesichter und manchmal ist Angriff die beste Verteidigung gegen etwas angsteinflößendes.

6. Katzen beißen im Spiel

Beim Spiel soll deine Katze sich austoben können. Als Spielzeug eignet sich daher deine Hand absolut gar nicht, auch nicht wenn die Katzen noch klein ist. Übermut im Spiel darf sein und daher ist es wichtig, dass deine Katze auch Spielzeuge hat, in die sie sich richtig reinkämpfen kann. Gutes Katzenspielzeug darf und soll kaputt gehen. Das macht erst den richtigen Spaß für deine Katzen aus.

Fazit

Egal warum Katzen beißen, versuch, die Ursache herauszufinden und sie zu beheben!

Hat sie Schmerzen, muss der Grund gefunden und beseitigt und der Schmerz behandelt werden. Beißt sie aus Stress, ist es wichtig, ebenfalls die Ursache dafür zu beheben. Gib deiner Katze einfach immer die Möglichkeit, sich auszuleben, denn Langeweile ist der größte Stressfaktor, den ich immer wieder sehe.

Suche gute Beschäftigungsmöglichkeiten, biete wechselnde Spiele mit dir und starte das Clickertraining oder vertiefe es.

Eine besondere Herausforderung ist das Zusammenleben mit mehreren Katzen. Die Gruppendynamik in einer Katzengruppe ändert sich ständig. Wie bei Stress ist es wichtig, mit Spiel, Spannung, Training und Kuscheleinheiten deinen Katzen gerecht zu werden. Dabei ist es wichtig, dass jede Katze hat, was sie braucht:

  • Katzenklos in ausreichender Menge und Größe und das an den richtigen Stellen
  • Kratzbäume
  • Liegeflächen
  • ungestörte Futterplätze
  • viele Möglichkeiten, sich zu verstecken
  • auf Regale zu klettern und die Wohnung auch in der Höhe nutzen zu können

Löse dich auch von der Vorstellung, dass Freigänger Menschen nicht brauchen und sich schon selbst beschäftigen. Deine Katze braucht dich!

Beschäftige dich 15 Minuten am Tag mit deiner Katze und du wirst, sehen, dass das ihr Leben positiv verändert. Meine Faustregel: 5 Minuten Training, 10 Minuten Spiel (gerne länger) und das für jede einzelne Katze sind ein guter Anfang, um deinen Katzen ein glückliches Leben mit dir zu bieten.


Wie du deiner Katze helfen kannst – mit Jin Shin Jyutsu


Jin Shin Jyutsu überzeugt

Ich habe seit Jahren Migräne und zwar die fiese dauerhafte Form. Die Migräne hat aber auch etwas Gutes. Sie hat mich zu Jin Shin Jyutsu und dem Strömen bei Katzen gebracht. Wenn du über längere Zeit körperliche Probleme hast, gehst du unweigerlich auf die Suche nach Möglichkeiten zur Erleichterung. Als ich das erste Mal bei einem Selbsthilfekurs teilnahm, schlug ich mich, wie oft, mit einer heftigen Migräne Attacke herum. Sofort bot mir Mona, die Kursleiterin an, mich mit Jin Shin Jyutsu zu unterstützen. Ich nahm an und nach wenigen Minuten war meine Migräne fast ganz weg. Dieses „plopp“ im Kopf, wenn der Schmerz verschwindet, kannte ich so nicht. Wer selbst unter Migräne leidet, kann sich vorstellen wie erleichtert ich gewesen bin.
Neulich erst weckte mich mein Mann auf. Er hatte furchtbare Kopfschmerzen, die ihn nicht schlafen ließen. Er kennt das sonst nicht. Die Übelkeit kam dazu. Ich habe seine Waden gehalten (ein Teil von Jin Shin Jyutsu) und…der Kopfschmerz ging, vollständig!

Jin Shin Jyutsu ersetzt weder Ärztin/Arzt und Heilpraktiker/In, aber das Strömen kann uns seelisch, körperlich und geistig wieder ausbalancieren.


So half mir Jin Shin Jyutsu Katzenleben retten

Nicht nur bei Menschen wirkt Jin Shin Jyutsu, sondern auch bei Katzen. Gerade bei kleinen, schwachen Kätzchen oder bei Katzen mit einem schwachen Immunsystem. Meine Findelkatze Shari ist das beste Beispiel: Sie war klein und schwach, ich wusste nicht, ob sie es schaffen würde, als ich das erste Mal Kontakt zu ihr hatte. Nun wackelt sie fröhlich bei mir herum und hat eine ungeheure Lebensfreude.
Shari brachte mich zu der Überzeugung, dass auch alle andere Menschen, die mit Katzen leben das Strömen erlernen sollten, um ihren Katzen bestmöglich helfen zu können.
Das Gute: Du kannst nichts falsch machen.

Pfotenstrom Jin Shin Jyutsu
Pfotenstrom


Wie funktioniert Jin Shin Jyutsu

Stell dir Jin Shin Jyutsu wie Handauflegen mit System vor, ähnlich Akupressur.

Jin Shin Jyutsu ist ein uns angeborenes Wissen und wir nutzen dieses Wissen oft unbewusst von Anfang an im Leben. Das Baby, welches am Daumen lutscht, das Halten der Stirn, wenn wir nachdenken, das Überkreuzen der Arme in bestimmten Situationen…all das hat eine Wirkung und du wirst vieles wieder erkennen.
Jin Shin Jyutsu kam vor 50 Jahren in die westliche Welt. Mariko Iino (Mary Burmeister) wurde Schülerin von Meister Jiro Murai und erlernte und vertiefte (wortwörtlich übersetzt) „die Kunst des Schöpfers durch den mitfühlenden Menschen“. Jin Shin Jyutsu bringt Harmonie in Körper, Geist und Seele.


Darum solltest du Jin Shin Jyutsu an deinen Katzen anwenden

Du weißt, was für ein schlimmes Gefühl es ist, wenn deine Katze leidet und du nichts tun kannst. Wenn du hilflos bist und keine Idee hast, wie du deiner Katze helfen kannst. Mit Jin Shin Jyutsu hast du eine Methode an der Hand, mit der du deine Katze unterstützen kannst.

Jeder kann Jin Shin Jyutsu erlernen.

Wenn du für deine Katzen Jin Shin Jyutsu erlernen möchtest, findest du hier weitere Informationen:

Du kannst mit Jin Shin Jyutsu deiner Katze endlich selbst helfen.

Um das Strömen für dich oder/und an Menschen zu erlernen, empfehle ich dir Mona Harris aus vollem Herzen. Sie atmet und lebt Jin Shin Jyutsu. https://www.monaharris.de/de/willkommen/

Richtlinien für das Ausüben und Weitergeben von Jin Shin Jyutsu findest du hier: https://www.jinshinjyutsu.de/de/kurse/richtlinien-fuer-jsj-schueler/

Begleite deine sterbende Katze

Fast mein ganzes Leben begleiten mich Katzen. Das Thema Tod gehört zum Leben dazu, wie die Geburt. Anders aber als über die Geburt, sprechen viele nicht so gerne über den letzten Lebensabschnitt.

Ich möchte dir in diesem Artikel „Begleite deine sterbende Katze“ vorstellen, wie sich meine Sicht auf den Tod verändert hat. Indem ich dir erzähle, was ich erlebt habe und was sich bei mir verändert hat, findest du vielleicht auch für dich einen guten Weg, der für dich das Thema leichter macht. Ein Weg, der für dich mit einer positiven Emotion verknüpft ist.

Wenn du lieber hören, anstatt lesen möchtest: Hier findest du meine Podcast-Episode zu diesem Thema: Vom Leben und vom Sterben

Meine Mission in der Kindheit: Katzen-Retterin

Meine ersten Begegnungen mit Katzen hatte ich schon, als ich noch sehr klein war. Wir hatten mal eine kleine verängstigte schwarze Katze. Sie blieb nicht lang. An sie habe ich nur eine verschwommene Erinnerung.

In meiner Kindheit zogen wir dann in ein kleines Dorf, in die Mühle. Dort hatte ich engen Kontakt zu vielen Tieren. Ich lebte mit Kühen, Schweinen und Katzen.

Es gab dort aber auch einen Bauer, der seine Katzen leider nicht kastrierte und so gab es immer wieder kleine Kätzchen mit denen er aber nichts anzufangen wusste. Ich half der Mutterkatze, indem ich immer gut beobachtete, wo sie ihr Versteck hatte und dann bat ich meinen Vater mit mir in die Stadt zu fahren. Sobald es möglich war, sammelte ich die Kätzchen ein, packte sie in einen Karton und los zogen mein Vater und ich Hand in Hand. Er klingelte für mich an der Tür und mir als kleines Mädchen konnte damals keiner widerstehen. Ich schaffte es immer wieder, die Kätzchen gut unterzubringen. Ich kam ohne kleine Kätzchen nach Hause und war überglücklich.

Ich wurde älter und nahm selbst Katzen auf. Es waren Geschwister-Katzen vom Bauernhof. Als ich einmal im Urlaub war, hatte ich eine Bekannte gebeten, für die Katzen zu sorgen. Leider hat sie aus Unachtsamkeit die Balkontür gekippt gelassen und das kleine Kätzchen verletzte sich schwer dadurch. Sie überlebte den Unfall nicht und der Verlust war sehr schwer für ihren Bruder.

Eines Tages war er verschwunden. Viele Jahr später habe ich erfahren, dass er lange allein herumirrte, bevor auch er Ruhe fand.

Sissy

Mit Sissy änderte sich mein Leben

Sissy kam als kleines Kätzchen zu mir, auch sie kam von einem Bauernhof. Sie hat die wilden Zeiten meines Lebens mitgemacht. Ich habe sie sehr geliebt!

Sissy akzeptierte niemanden neben sich, im wahrsten Sinne des Wortes. Es gab eine missglückte Zusammenführung, die mich in Krankenhaus brachte. Mir wurde eine junge schwarze Katze ans Herz gelegt. Ich gab mein Bestes, aber damals hatte ich noch nicht das Wissen von heute und nicht immer liegt es in unseren Händen. Beide Katzen hatte ich von Anfang an getrennt, aber meine Wohnung gab nicht viel Platz her, so dass sie lediglich durch eine Tür getrennt waren. Sissy benutzte ihr Katzenklo nicht mehr und das Markieren beider Katzen mit Urin wurde sehr massiv. Sie mochten sich absolut nicht. Eine zufällige Begegnung endete in lautem Kreischen beider Katzen. Sie waren ineinander verbissen. Damals noch unbedarft ging ich dazwischen und die schwarze Katze biss herzhaft zu, gleich mehrfach. Am nächsten Tag sah meine Hand gar nicht mehr gut aus und ich wurde von meinem Hausarzt umgehend in die Notaufnahme geschickt. Nachdem ich nicht dort bleiben wollte nach meiner Behandlung, stand ich mit 2 dick eingebundenen Händen vor meinem Auto. Ein Bus brachte mich schließlich heim. Zum Glück blieben mir nur Narben. Für die kleine schwarze Katze fand ich einen guten Platz.

Sissy verschwand sogar mal für eine ganze Zeit. Sie hatte es geschafft ein gesichertes Dachfenster zu öffnen und verschwand über das Dach. Wir sahen noch ihre Kratzspuren auf den Dachziegeln, als sie versuchte sich festzuhalten, was ihr aber nicht gelang. Wir suchten verzweifelt und klopften überall, machten Aushänge. Ich erhielt sogar einen Anruf eines kleinen Mädchens: Sie hätte meine Sissy gefunden. Als ich die Eltern anrief, stritten sie alles ab. Plötzlich stand Sissy sehr abgemagert, nach einigen Wochen plötzlich wieder vor unserer Tür. Meine Theorie: sie wurde einfach mitgenommen, hat dort aber nicht gefressen hat, was letztendlich mein großes Glück war.

Als Sissy dann sehr krank wurde, begann mein zweites Leben. Ich arbeitete mich tief in die Traditionelle Chinesische Veterinär Medizin (TCVM) ein und absolvierte die Abschlüsse als Tierheilpraktikerin, Katzenpsychologin und Tierkommunikatorin. Ohne Sissy wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin. Dafür bin ich ihr sehr dankbar!

Letztendlich ging es ihr immer schlechter und ich stand vor einer Entscheidung, die ich damals dachte, treffen zu müssen. Ich rief die behandelnde Tierärztin an, die zu mir nach Hause kam und wir waren uns einig, Sissy hatte nicht mehr lang zu leben. Also entschieden wir, ihr Leben zu beenden. Die Tierärztin euthanisierte Sissy bei mir zu Hause. Sie starb in meinen Armen. Ich war untröstlich und quälte mich mit dem Gedanken, ob es wirklich die richtige Entscheidung gewesen war.

Ihr Tod zeigte mir etwas auf: Es musste einen anderen Weg geben, als den Tierarzt zu holen. Es war zu schmerzhaft, zu sehr von mir festgelegt und es hat mich lange begleitet. Jeder kennt diese Gedanken: War es der richtige Zeitpunkt? Und ich muss im Nachhinein sagen: Nein war es nicht. Ja sicher, die Tierärztin hat mir damals zugestimmt. Nur nachdem ich mich mit den Sterbephasen auseinandergesetzt hatte, merkte ich, ein Leben abrupt zu beenden ist kein Akt der Gnade oder geschieht dem Tier zuliebe. Es geschieht, weil wir Menschen es nicht aushalten. Diese Erkenntnis hat meinen Blick auf das Thema Sterben für immer verändert.

Jerome war mein Lehrer

Jerome war der lebenslustigste, unkomplizierteste Kater, den ich je kennenlernen durfte. Bis zu seinem Tod war er immer etwas unnahbar was Körperkontakt anging, aber er verstand sich mit den anderen Katzen sehr gut und verband sie alle. Er konnte diese verrückte Bewegung: Er drehte sich in der Luft, wenn er mitten im Sprung bemerkte, dass da doch ein Hindernis war. Er sah aus wie ein Reh beim Sprung. Ich konnte ihm stundenlang zusehen. Manchmal stellte er sich in den Treppenaufgang und brüllte einfach drauflos, als wenn er überprüfen wollte, ob er noch hören konnte und wie der Schall sich heute verbreitet.

Ich hatte ihn, zusammen mit Sully aus dem Münchner Tierheim geholt. Beide mit schweren Herzfehlern, beide quasi unvermittelbar, beide für mich bestimmt. Die Zeit mit Jerome verflog viel zu schnell.

Ich wusste er wird nicht lange bleiben, aber diesmal hatte ich einen anderen Weg vor Augen. Ich werde mit ihm zusammen bis ans Ende gehen. Ich werde für ihn da sein und nur er alleine wird bestimmen, wann dieser Zeitpunkt ist.

Wie ich Jerome beim Sterben begleitet habe

Es war nicht sein Herzfehler, sondern ein Lymphom, das seinen Körper so schwächte, dass er sich auf den Weg machte. Ich las also nochmal das Buch: *)Das tibetische Buch vom Leben und Sterben und beschäftigte mich mit den Sterbephasen. Er war mein erster Kater, den ich so begleitete und er zeigte mir jede Phase deutlich an, damit ich auch gut folgen konnte.

Mal mochte er es kalt, mal warm. Mal wollte er bei uns sein, mal zog er sich zurück. Er schaffte es in seinen letzten Tagen nicht mehr auf die Toilette, hörte auf zu fressen und bewegte sich kaum noch. Ich war für ihn da.

Jerome Begleite deine sterbende Katze.

Der Tag des Abschieds

Ich folgte der Morgenroutine mit meiner Tochter. Wir standen auf, frühstückten und -anders als sonst- gingen wir noch zu Jerome und meine Tochter, damals keine 3 Jahre alt sagte zu ihm: „Du kannst jetzt nach Hause gehen.“

Und das tat er.

Ich habe den Vormittag mit ihm verbracht, bot ihm Trinken an, brachte ihm gekochtes Hühnchen in seine Kratzbaumhöhle, in die er sich zurückgezogen hatte. Er aber mochte nicht mehr. Es war mehr für mich zur Beruhigung, um zu wissen alles getan zu haben. Bis zum letzten Tag habe ich ihn unter anderem homöopathisch begleitet. Sehr geholfen hat uns allen die Tierkommunikation.

Noch einmal versuchte er auf Toilette zu kommen, schaffte es nicht und legte sich schließlich auf seinen Lieblingsplatz, die Babywippe meiner Tochter. Dort lag er in der Sonne, während ich bereits mehr als nur einmal mit meinen Tränen kämpfte.

Er ging am 15. Februar 2017 kurz nach Mittag. Ich war bei ihm als er begann zu krampfen und so sein Leben auf Erden gehen zu lassen. Mein Herz tat sehr weh, aber andererseits war es eines meiner schönsten Erlebnisse.

Nur Gismo ging noch leichter und hinterließ ein fast noch größeres Loch in unseren Herzen.

Gismos letzter Weg

Gismo war ein quirliges drahtiges Kätzchen mit eigenem Kopf. Besonders als die Demenz einsetzte und sie betagter wurde, kam noch der „Altersstarrsinn“ dazu. Langweilig war es nie mit ihr. Rief sie doch mit ihrer ewig kratzigen Stimme alle zusammen, wenn es etwas Leckeres gab. Da sie schon nicht mehr gut hörte und auch das Sehvermögen nachließ, störte sie sich nicht an den anderen Katzen.

Gismo hatte ich mit 15 Jahren ebenfalls aus dem Münchner Tierheim geholt.

In ihren letzten Wochen benötigte Gismo viel Pflege. Als sie 21 wurde, brauchte sie Windeln und auch sonst viel Zuwendung. Aber natürlich kümmerten wir uns gern um sie. Wir lagerten sie um, nahmen sie so oft wie möglich mit in den Garten und sie freute sich über jede Streicheleinheit. Auch wenn sie am Ende fast taub war, tat es gut, wenn wir alle zusammen um sie herum saßen und ich las meiner Tochter das Buch: *)Der klitzekleine Engel hilft beim Abschied vor.

Gismo an ihren letzten Tagen. Begleite deine sterbende Katze.

So ging Gismo

In der Nacht vom 31. August auf den 1. September 2019 wusste ich, dass ich Gismo diesmal mit ins Bett nehmen würde. Ich spürte ihren unruhigen Atem, machte meinen Mann wach und wir hielten sie, als sie leise zitternd ihren letzten Atemzug tat.

Wir waren furchtbar traurig. Sie ging, als es Zeit war für sie, ohne ein unnötiges Einschreiten von außen.

Sie bekam alles damit es ihr gut ging, bis sie gehen konnte. Jerome holte sie ab.

Meine Tochter hatte diesmal deutlich mehr zu knabbern. Ich weckte sie auf, damit auch sie sich noch direkt verabschieden konnte.

Plötzlich war es so still im Haus, trotz all der anderen Katzen. Es hat eine ganze Zeit gedauert, bis sich die Kater neu geordnet hatten. Meine Tochter malt noch heute Bilder von „ihrer Mismo“ und spricht über sie.

Finde deinen Weg um deine Katze zu begleiten

Ich habe sehr viele Jahre als Krankenschwester gearbeitet. Was brauchen die Menschen am Ende ihres Lebens am Ehesten? Ja sicher Medikation, um keine Schmerzen zu haben, nicht zu leiden, aber immer und vor allem Fürsorge und Dasein.

Ich habe mit meinen drei Katern Balduin, Azrael und Darwin in der tiergestützten Therapie eine ältere Dame daheim begleitet. Genauso wünsche ich es mir auch, wenn mein Erdenleben endet. Liebevolle Menschen um mich und Katzen!

Du brauchst keine Angst vor dem Sterben deiner Katze zu haben. Ja, es ist traurig und es kostet auch viel Kraft am Ende, aber es lohnt sich! Ich kenne den Unterschied wie es sich anfühlt, wenn ich entscheide, dass eine Seele geht. Und was für positive Gefühle mich begleiten, wenn sie selbst wählen darf.

Palliativmedizin ist in der Humanmedizin selbstverständlich und sollte es auch in der Veterinärmedizin sein.

Der Tod kann uns Angst machen. Wenn du dich aber damit auseinandersetzt, was wann im Körper passiert, dann wirst du ruhiger sein und dich ganz auf deine Katze konzentrieren können.

Für uns Zurückbleibende ist es schwierig und wir machen uns Gedanken, ob wir nun alles richtig machen. Werde ruhig, sei für deine Katze da und vertraue deiner Intuition!

Wenn es dir zu schwer erscheint: Hol dir Hilfe! Es gibt einige Tierheilpraktiker:Innen und auch Tierärzt:Innen, die dich und deine Katze auf diesem Weg begleiten.

Informiere dich hier zu meinem nächsten Kurs zur natürlichen Sterbebegleitung: Natürliche und ganzheitliche Sterbebegleitung

Hast du auch eine Geschichte dazu? Erzähle mir davon.

*) So gekennzeichnete Links sind sogenannte Affiliate-Links. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn du darüber buchst. Dich kostet das keinen Cent mehr, du unterstützt mich nur!

Unsauberkeit – Deine Katze pinkelt in die Wohnung? Das kannst du tun.

Du findest immer wieder kleine Mengen Urin auf dem Boden verteilt?

Deine Katze hat auf das Sofa gemacht?

Deine Katze benutzt einfach das Katzenklo nicht?

Du hast das Gefühl, es riecht alles nur noch nach Urin und du traust dich schon keine Gäste mehr einzuladen?

Du bist damit nicht allein.

Der Boden ist ruiniert, neue Möbel müssen her. Deine Katze hat nicht nur aufs Sofa, sondern auch in die Zimmerecke gepinkelt… Gegen dieses Verhalten kannst du etwas tun. Aber natürlich müssen wir immer auf die Gesamtsituation schauen. Denn jede Katze ist anders. Ich zeige dir im Artikel, wie du vorgehen kannst, damit deine Katze zukünftig ihr Katzenklo benutzt.

Katzen machen das aus Trotz?

Nein, machen sie nicht. Du hast manchmal das Gefühl, deine Katze will dich ärgern? Ich kenne dieses Gefühl!

Aber: Deine Katze ist nicht dein Gegner und sie will dich nicht ärgern. Wenn sie sich nicht so verhält, wie du es dir wünschst, dann gibt es sicher Gründe dafür. Keine Katze setzt sich hin, denkt über unsere Fehltritte nach und überlegt sich dann, wie sie uns am besten ärgern könnte. Das ist ein eher seltsamer Gedanke, oder?! Klar ist: Das Markieren mit Harn ist für unsere Katzen ein ganz normales Kommunikationsmittel. Katzen sind pragmatisch. Sie haben gelernt, dass wir mögen, wenn sie Toiletten benutzen. Wenn diese aber nicht ideal oder andere Probleme vorhanden sind, wissen sie sich nicht anders zu helfen.

Das sind die Unterschiede von Unsauberkeit und Harnmarkieren bei Katzen

Es ist hilfreich zu wissen, ob deine Katze unsauber ist oder harnmarkiert, um zu wissen, wie man weiter vorgeht. Beobachte deine Katze gut. Aber Achtung: Einige Katzen mischen auch diese Verhaltensweisen.

Hier findest du die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale:

Unsauberkeit:

  • Oft vorzufinden in der Nähe des Katzenklos.
  • Oft dieselbe Menge an Urin, die die Katze auch in einer Katzentoilette hinterlassen hätte.
  • Die Katzen haben meist dieselbe Haltung, -wie bei einem üblichen Toilettengang (häufig halbsitzend).

Harnmarkieren:

  • Oft vorzufinden in der Senkrechten (zum Beispiel an Wänden).
  • Oft kleinere Mengen Urin.
  • Die Katzen stehen meist mit hoch erhobenem Schwanz, der oft dabei zittert. Die Katzen spritzen den Urin meist so hoch wie möglich.

So erkennst du Unsauberkeit bei der Katze

Die Ursache von Unsauberkeit kann sein:

  • Körperliche Ursachen, allen voran Schmerz.
  • Hoher Stresslevel aus Sicht deiner Katze.
  • Streitereien in deiner Katzengruppe.
  • Die Katzentoilette ist nicht geeignet und/oder steht am falschen Ort (zum Beispiel neben der rumpelnden Waschmaschine).
  • Das Katzenstreu ist nicht das bevorzugte deiner Katze.

Oft höre ich: „Aber dieses Katzenstreu hatte sie schon immer! Warum sollte sie es jetzt nicht mehr mögen. „

Meine Antwort: Vielleicht hat die Katze es so akzeptiert, weil es keine Alternative gab. Und nun kam noch irgendetwas anderes Störendes hinzu oder sie mag es eben jetzt nicht mehr. Manchmal ist es tatsächlich so einfach: Wir mögen in unserem Leben auch nicht alles gleich gern. Und schon gar nicht unser ganzes Leben lang.

Anzeichen für Harnmarkieren – darauf musst du achten

Hast du mehrere Katzen, ist das Markieren mit Harn häufiger zu finden. In der Natur kommunizieren die Katzen ganz selbstverständlich darüber. Daher auch so hoch wie möglich. Wer höher kommt, wirkt größer auf die anderen 😉 Aber auch hier können körperliche Probleme zugrunde liegen.

Es ist im Übrigen nicht ungewöhnlich, wenn Katzen auch in ihren vollgepinkelten Schlafplätzen liegen. Urin löst bei Katzen keine Abscheu aus.

Deine Katze pinkelt auf deine Möbel? Diese Faktoren können dahinterstecken

Zuallererst solltest du körperliche Ursachen ausschließen, wenn deine Katze nicht ins Katzenklo pinkelt. Aber dieses Verhalten kann auch andere Ursachen haben.

  1. Schmerz
  2. Krankheiten
  3. Probleme mit den anderen Katzen
  4. Toilettenmanagement

1. Schmerz zeigen Katzen uns meist erst, wenn es wirklich schlimm ist. Schule dein Auge, um kleinste Veränderungen im Verhalten deiner Katze erkennen zu können. Hauptursache für Schmerz sind die Zähne. Lass also ein Dentalröntgen machen, um Schmerzen im Zahnbereich auszuschließen. Nur von außen betrachtet siehst du leider nicht, ob Probleme vorliegen.

2. Krankheiten gibt es viele. Um aber akute Erkrankungen auszuschließen, rate ich zu einem großen Blutbild mit Organprofil. Besonders wichtig, wenn es um die Unsauberkeit geht: Lass den Urin untersuchen, um eine Blasenentzündung auszuschließen.

Es können aber auch andere schmerzhafte Erkrankungen zu Unsauberkeit führen. Einen besonders hartnäckigen Fall hatte ich vor Jahren, bei dem erst spät eine Bauchspeicheldrüsenentzündung festgestellt wurde. Diese Entzündungen sind besonders schmerzhaft. Nachdem die Behandlung eingeleitet wurde, hörte die Unsauberkeit sofort auf.

3. Probleme mit den anderen Katzen sind häufig die Ursache beim Harnmarkieren. Es ist also ein Problem, das häufig in einem Haushalt mit mehreren Katzen vorkommt. Selbst in einer sehr harmonischen Gruppe, kann es zu Konflikten kommen und die können zu Harnmarkieren und Unsauberkeit bei Katzen führen.

„Der Klassiker“ ist die lauernde Katze, die die andere Katze entweder gar nicht auf das Klo lässt oder die danach beginnt, sie zu jagen. Beides führt dazu, dass die Katze bald nicht mehr auf die Toilette gehen mag und sich geschütztere Orte sucht.

4. Toilettenmanagement bedeutet, es deiner Katze so perfekt wie möglich zu gestalten, wenn sie auf Toilette muss.

Dazu gehört auch, dass deine Katze beim Klogang ungestört sein kann.

Wie du das perfekte Katzenklo gestaltest, folgt im nächsten Abschnitt.

Dieses Katzenklo macht Katzen froh

  • Größe: Das Katzenklo sollte eine angemessene Größe haben, je nach Größe deiner Katze. Sie sollte sich darin umdrehen können, um ihrem natürlichen Verhalten beim Klogang nachkommen zu können. Das Katzenklo sollte mindestens 70×50 Zentimeter groß sein. Ein zu großes Katzenklo, gibt es fast nicht. Mein Tipp: Schau mal im schwedischen Möbelhaus.
  • Standort: Viele Katzen mögen es ruhig, aber nicht zu weit weg vom Alltagsgeschehen. Der Keller ist also nicht der beste Ort für ein Katzenklo. Du hast mehrere Etagen? Dann richte auf jeder Etage eine Toilette ein, wenn das möglich ist. Und zwar weit entfernt von Futter, Wasser und lauten Geräuschen.
  • Katzenstreu: Da hat jede Katze so ihre individuellen Vorlieben. Beliebt sind klumpende sandähnliche, nicht riechende Streu. Teste es, indem du mehrere Katzenklos mit verschiedener Streu aufstellst. Sie wird „ihr“ Katzenstreu bevorzugt nutzen.
  • Art: Die meisten Katzen bevorzugen offene Klos. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Richte dich nach den Vorlieben deiner Katze, nicht nach deinen eigenen. Dann hast du auf längere Sicht gesehen, auch selbst mehr davon 😉 Tipp: Nimm als Erstmaßnahme bei einem Haubenklo mal den Deckel weg und stelle verschiedene Katzenklos auf um zu beobachten wo deine Katze hingeht.
  • Anzahl: Du solltest immer ein Katzenklo mehr haben, als Katzen im Haushalt leben. Beachte dabei, dass Katzen gerne Urin und Kot getrennt hinterlassen.
  • Sauberkeit: Sehr wichtig ist natürlich, dass das Katzenklo sauber ist. Die Klumpen entfernst du mindestens zweimal am Tag und reinigst das Klo regelmäßig komplett. Das geht einfach mit heißem Wasser.
  • Reinigung: Wichtig! Nimm niemals Essig, weder zum Säubern noch zum Putzen. Der Geruch ist für Katzen sehr unangenehm. Es kann also sein, dass die Katzen ihren Urin darüber verteilen, um den fiesen Geruch zu überdecken. Dann hast du das Gegenteil von dem erreicht, was du wolltest. Oder aber sie benutzen die Toilette gar nicht mehr, da der Geruch zu scharf in die empfindliche Katzen-Nase steigt. Besser: Neutrale Reiniger wie zum Beispiel dieser: *Enzymreiniger, wie Biodor*.

Am Ende noch ein Rat von mir: Gestalte das Katzenklo so, dass es für deine Katze ein wahrer Genuss ist dorthin zu gehen. Gib dich nicht damit zufrieden, wenn deine Katze das Katzenklo zwar benutzt, aber eher darum, weil sie keine Alternative hat. Das ist der Unterschied von Dixie-Klo zu einer wahren Luxus-Toilette.

Du brauchst weitere Hilfe zu dem Thema? Vertiefe dein Wissen zu diesem Thema: (hier klicken zum Online-Seminar Unsauberkeit und Harnmarkieren)

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