Klein-Elli ist ein winziges Kätzchen, allein gelassen am Straßenrand. Ohne Mutter, ohne Geschwister – keiner weiß, warum oder wie sie dort hinkam. Jemand findet sie, bringt sie zum Tierarzt. Und landet bei einer lieben Freundin von mir, die sie mit nach Hause nimmt zum aufpäppeln. Klein-Elli aber ist schwach, sehr schwach. Meine Freundin weiß nicht, ob sie es schaffen wird. In ihrer Not meldet sie sich bei mir und bittet mich, Klein-Elli zu fragen.

Ich verbinde mich also mit ihr und spüre nur noch ein dünnes Fädchen. Sie ist schwach, aber ich spüre den Wunsch Mozart zu hören. Und sie bekommt Mozart, während ich sie ströme. Das mache ich im Laufe der Tage immer wieder. Und dann passiert es: Klein-Elli nimmt zu, wird munter. Sie will leben! An diesem Punkt war ich mir sicher: Sie gehört zu mir. Heute lebt Klein-Elli mit uns.

Immer wieder bekam ich Nachrichten meiner Freundin: Du hast sie gerettet. Ich danke dir! Durch die Erfahrung mit Klein-Elli wurde mir klar: Jin Shin Jyutsu wird ein fester Bestandteil meiner Arbeit mit Katzen werden. Ich war ehrlich selbst überwältigt. Hätte ich mich in diesem Fall rein auf den medizinischen Gesichtspunkt gestützt, hätte ich auf so viel Wertvolles verzichtet. Klein-Elli aber hat all mein Wissen und meine verschiedenen Bereiche, auf die ich zugreifen kann, eingefordert. Es hätte keiner fehlen dürfen. Und die Arbeit mit Klein-Elli hat mir gezeigt, wie wichtig all diese Bereiche im Zusammenspiel sind. Meine Idee: Wir müssen jede Katze ganzheitlich betrachten.

Katzen ganzheitlich betrachten: Meine persönliche Verbindung

Bereits als Kind hatte ich Tiere um mich. Katzen gehörten auf einem kleinen Dorf einfach dazu. Damals wusste ich noch nicht viel über Katzen, aber sie faszinierten mich bereits im Kindergartenalter. Eine dreibeinige Katze begleitete mich damals in die 1. Klasse und holte mich nach dem Unterricht wieder ab. Ein Zufall? Oder hatte ich damals bereits Kontakt mit ihnen über die Tierkommunikation? Ich würde gerne sagen: Ja sicher, natürlich. Aber ich weiß es im Grunde nicht.

Erst als ich in meine eigene Wohnung zog, kamen Katzen dann auch wirklich und ganz und gar zu mir und gingen nie wieder. Im Laufe der Jahre durfte ich diese wunderbaren Wesen immer näher und besser kennenlernen. Es war fast unumgänglich, dass ich irgendwann beruflich ebenfalls in diesem Bereich landen würde und da begann es auch, dass ich meine Sicht auf Katzen nochmal von Grund auf änderte. Wenn wir Katzen ganzheitlich betrachten, dann ist es etwas ganz anderes, als Katzen „nur“ zu halten oder mit ihnen zu arbeiten.

Darum kann ich jede Katze ganzheitlich betrachten

Meine Ausbildung begann ich ganz klassisch als Tierheilpraktikerin und absolvierte alles, was ich finden konnte, im Bereich der Traditionellen Chinesischen Veterinärmedizin (TCVM). Zeitgleich wurde mein Interesse in der Tierkommunikation geweckt. Die Tierkommunikation ist inzwischen auch ein sehr wichtiger Teil meiner Arbeit. Am wichtigsten aber war und blieb die Katzenpsychologie.

Mir wurde immer wieder gesagt: Spezialisiere dich, mach nur eins, sag nicht jedem, dass du auch die Tierkommunikation mit einbeziehst. Ich konnte mich aber nicht entscheiden. TCVM oder Homöopathie, was ja mit Katzen viel besser geht? Oder was ganz anderes? Es gab und gibt so vieles. Ich habe gelernt, dass sich erst im Laufe der Jahre herausstellt, was einem persönlich liegt, wo man den besten Zugang hat und die besten Erkenntnisse. Für mich wurde erst nach Jahren klar: Die Tierkommunikation gehört dazu.

Ich mag den medizinischen Blick, meine Intuition, die Arbeit mit Jin Shin Jyutsu, den Bach-Blüten und anderen Mitteln. Warum nicht aus allem schöpfen, was einem gegeben ist? Warum auf eine Ausrichtung beschränken?

Was mir von allem am wichtigsten ist? Das kann ich so gar nicht sagen. Wenn ich eine Katze kennenlernen darf, richte ich mich immer ein wenig am Menschen aus. Wie viel kann er selbst übernehmen? Spricht er selbst mit seinen Katzen oder übernehme ich das? Wie viel Gespür ist da?

Was alle meist gut annehmen können, ist das Medizinische. Der analytische Blick auf ein Problem. Meine Intuition bleibt hier natürlich nicht außen vor.

Was nie fehlt, ist das Training mit den Katzen. Denn dadurch wird nicht nur die Bindung zu den Katzen stärker, nein, das Training beugt auch gleich einigen Problemen vor: Krallenstutzen, Medikamente, Tierarztbesuche… Das alles ist mit Training kein Problem!

Besonders zu schätzen gelernt habe ich Jin Shin Jyutsu, eine alte Lebenskunst im Rahmen der Tierkommunikation. Dazu gibt es eine Geschichte. Diese kannst du hier nachlesen: Wie du deiner Katze helfen kannst mit Jin Shin Jyutsu

Spiritualität (Herz), Katzentraining (Hand), Wissen (Kopf) – all das hat seinen Platz bei mir und nur weil ich auf alles zugreife, kann ich die Katze ganzheitlich betrachten und ihr helfen.

Katzen sind komplexe Tiere, das sollte uns klar sein

Viele Menschen unterschätzen Katzen. Sie sehen sie als pflegeleichte Tiere, die man sich hält, wenn man

  • keine Zeit für einen Hund hat,
  • sich nicht kümmern mag,
  • den Kindern was zum Streicheln geben möchte oder
  • ein ganz pflegeleichtes Tier haben möchte.

Eine solche Sicht wird der Katze einfach nicht gerecht. Katzen sind anspruchsvoll in ihrem Wesen, ihrer Würde, ihren Ansprüchen. Sie sind komplex und haben ihre Bedürfnisse, die erfüllt werden müssen, damit es ihnen gut geht. Jeder, der sich eine Katze nach hause holt, sollte sich bewusst sein darüber, WEN genau er sich da holt.

Bevor man eine Entscheidung für eine Katze trifft, sollten umfassende Überlegungen angestellt werden.

Die wichtigste Frage ist die nach dem WARUM!

Und dabei solltest du ehrlich sein.

  • Vielleicht hast du bereits eine Katze und möchtest eine weitere dazu, damit sie sich nicht so langweilt?
  • Deine Kinder wünschen sich so sehr eine Katze?
  • Wie viel Zeit hast du?
  • Wie viel Geld kannst du für die Katzen einplanen?
  • Bist du bereit deine Wohnung umzustellen und sie so zu gestalten, dass die Katzen sich rundum wohl fühlen?
  • Stören dich Katzenstreukrümel und Haare überall? Dann besser nicht!
  • Hast du im Grunde jetzt schon keine Zeit? Dann besser auch nicht! Das ist zumindest mein Anspruch.

Natürlich muss nicht jeder Katzenhalter und jede Katzenhalterin so tief in die Materie einsteigen wie ich. Aber wenn man sich eine Katze ins Haus holt, dann aus den richtigen Gründen und eben nicht, weil man mit ihr schmusen kann und sie sonst genügsam ist. Katzen sind kein Spielzeug, sie sind komplexe Wesen mit ganz individuellem Charakter.

Ich kann eine Katze ganzheitlich betrachten und damit Probleme aufdecken, die andere nicht sehen. Denn eine Fachrichtung ist eben nur ein Blickwinkel. Weite auch du deinen Blick, wenn es um Katzen geht. Es lohnt sich!

About the author 

Christiane Schimmel

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